Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Alexander Zemlinsky 75. Todestag

15.03.17 (* vor 146 Jahren † vor 75 Jahren)

† 1942

15

März

Alexander von Zemlinsky war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er wurde am 14. Oktober 1871 in Wien geboren. Sein Vater Adolf war Schriftsteller und Journalist. Im Alter von vier Jahren erhielt Alexander erstmals Klavierunterricht. Im Alter von zehn Jahren wurde er in den neu gegründeten Tempelchor der sephardischen Gemeinde aufgenommen und verdiente später als Korrepetitor und Orgelspieler in der Synagoge sein erstes Taschengeld. Mit dreizehn Jahren besuchte er das Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Drei Jahre später erhielt er ein Rubinstein-Stipendium von 1.000 Gulden pro Jahr. Obwohl er beim jährlichen Klavierwettbewerb des Konservatoriums mit den Händel-Variationen von Brahms die Goldmedaille sowie einen Flügel der Firma Bösendorfer gewann, strebte Zemlinsky keine Solokarriere an. Nach seinem Pianistendiplom 1890 blieb Zemlinsky weitere zwei Jahre als Kompositionsstudent am Konservatorium. 1891 komponierte er mit den Ländlichen Tänzen op. 1. sein erstes Werk, das bei dem Musikverleger Breitkopf & Härtel in Leipzig erschien. Noch während seiner Studienzeit knüpfte Zemlinsky zahlreiche wichtige Freundschaften. Auch der Eintritt in den Wiener Tonkünstlerverein öffnete Zemlinsky viele Türen. Hier lernte Zemlinsky auch Arnold Schönberg kennen, dem er Unterricht gab und in die Wiener Musikkreise einführte. Daraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. Mit seiner Oper Sarema, die zwischen 1893 und 1895 entstand, gewann Zemlinsky 1896 den Luitpoldpreis. Weitere wichtige Kompositionen waren unter anderem die Vier Balladen für Klavier (1893/94), eine Suite für Orchester und die 1897 komponierte Symphonie in B-Dur [Nr. 3], mit der er den Beethoven-Preis des Tonkünstlervereins gewann. 1901 heiratete seine Schwester Mathilde den Freund und Schüler Arnold Schönberg. 1900 lernte Zemlinsky die junge Alma Schindler kennen und wurde ihr Musiklehrer. Es entwickelte sich eine Liebschaft, die für Zemlinsky jedoch nicht glücklich endete. 1902 heiratete sie den 19 Jahre älteren Hofoperndirektor Gustav Mahler. Im Jahr 1900 wurde Zemlinsky Dirigent am Wiener Carl-Theater, 1903 wechselte er im September zum Theater an der Wien. Im September 1904 wurde Zemlinsky Musikdirektor am Kaiser-Jubiläums-Stadttheater, der späteren Volksoper. Von dort wechselte er an die Wiener Hofoper. 1911 folgte Zemlinsky dem Ruf des Neuen Deutschen Theaters in Prag als Musikdirektor. Mitte 1927 wechselte Zemlinsky an die Berliner Krolloper. Unter dem Eindruck des Nationalsozialismus übersiedelte Zemlinsky 1933 zurück nach Wien und 1938 in die USA. Sein Gesundheitszustand war jedoch durch die Ereignisse und die Umstände der Flucht stark angegriffen. Ihn befiel eine schwere Nervenkrankheit, er erlitt einen Nervenzusammenbruch und schließlich einen schweren Schlaganfall, an dessen Folgen er am 15. März 1942 starb.

Alexander Zemlinsky – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2011

CD der Woche am 31.10.2011

Bach Johann Sebastian: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Raumklang 1 CD RK 3004

Bestellen bei jpc

Von der frühen Kindheit bis ans Ende seines Lebens zeigte Bach ein ausgeprägtes Interesse für die systematische, wissenschaftliche Seite seines Berufs. Die systematische Durchdringung in der Komposition seiner musikalischen Einfälle durchzieht sein gesamtes schöpferisches Leben. Dabei machte er [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Musik für Viola

Norbert von Hannenheim
BIS 1 CD 1439
Jüdische Kammermusik
László Weiner
Contacto Tango

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Scarlatti Illuminated
hänssler CLASSIC 2 CD 92.112
Tacet 1 CD 53
Gramola 1 CD 98968
Ondine 1 CD ODE 1192-2
Transart 1 CD TR150

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc