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[2017] UA vor 175 Jahren: G. Verdi, Nabucco

UA 1842

9

März

vor 178 Jahren

in Mailand


Der 9. März ist ein ganz besonderer Tag: es ist sozusagen der Geburtstag von Giuseppe Verdi als Komponist. Mit der Uraufführung seiner Oper Nabucco vor 175 Jahren begann sein Siegeszug als der Opernkomponist schlechthin. Nabucco war nicht Verdis erste Oper, aber es war seine erste Oper, mit der er nicht nur Erfolg hatte, sondern die den Neunundzwanzigjährigen bis dahin wenig bekannten Komponisten schlagartig zum führenden Komponisten Italiens machte. „Mit dieser Oper begann meine eigentliche Laufbahn als Künstler“, hat Verdi selbst von seiner Oper Nabucco gesagt. Mit dem Geld, das diese Oper ihm einbrachte, konnte er seine Schulden zurückzahlen und sogar einen kleinen Bauernhof in Le Roncole erwerben. Dabei schien Verdi als Künstler bereits gescheitert zu sein: Durch persönliche Schicksalsschläge und den Misserfolg seiner ersten beiden Opern Oberto (1839) und Un giorno di regno (1840) hatte Verdi eigentlich schon resigniert – bis der Impresario Merelli ihm ein von Otto Nicolai abgelehntes Textbuch Temistocle Soleras aufdrängte und Verdis Blick zufällig auf die Zeilen „Va, pensiero, sull'ali dorate, va, ti posa sui clivi sui colli!“ fiel, die ihn auf geheimnisvolle Weise fesselten. Es waren diese Zeilen, die ihn inspirierten und den überwältigenden Erfolg herbeiführten. Der „Chor der Gefangenen“ wurde zum Freiheitsgesang für das damals unterdrückte italienische Volk und ist bis heute die heimliche Nationalhymne Italiens. Als fünfzig Jahre später der Trauerzug mit dem Sarg des Komponisten durch Mailand zog, wurde diese Melodie als spontane Huldigung vom Volk auf den Straßen gesungen. Und Verdi selbst verdankte dieser Oper auch die Lebensgefährtin, die ihm 55 Jahre zur Seite stehen sollte, nachdem er zwei Jahre zuvor seine junge Frau Margherita und seine beiden kleinen Söhne verloren hatte: Giuseppina Strepponi war die erste Darstellerin der Abigail, der Hauptpartie der Oper. Sie wurde Verdis zweite Frau. Die Oper wird von einer glanzvollen Ouvertüre eingeleitet, die auf den Hauptthemen der Oper aufgebaut ist, sich zu einer brillanten Stretta steigert und den Zuhörer mitreißt in den Freiheitskampt der Hebräer gegen die babylonische Gefangenschaft, der vor 175 Jahren die Sehnsucht der Zuhörer nach nationaler Einigkeit und Unabhängigkeit nährte.

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