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Sigfrid Karg-Elert 140. Geburtstag

* 1877

21

November

Vor 140 Jahren, am 21. November 1877, wurde der deutsche Komponist Sigfrid Karg-Elert in Oberndorf/Neckar geboren. Er war das jüngste von zwölf Kindern des Buchhändlers Johann Jacob Karg und dessen Frau Marie Auguste. Als er fünf Jahre alt war siedelte die Familie nach Leipzig über. Dort trat er in den Chor der Johanniskirche ein und erhielt Klavierunterricht. Schon als Kind begann Sigfrid, Musikstücke zu komponieren, die der Neunjährige dem Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek vorlegte. Daraufhin vermittelte ihm dieser ein dreijähriges Stipendium am Leipziger Konservatorium. Im Jahr 1901 erhielt er eine Anstellung als Klavierlehrer am Sannemannschen Konservatorium der Musik in Magdeburg an. Bestärkt durch keinen Geringeren als Edvard Grieg widmete sich Karg-Elert schließlich verstärkt dem Komponieren, zunächst hauptsächlich von Klaviermusik. Die Begegnung mit dem Musikverleger Carl Simon 1904 lenkte sein Interesse auf das Harmonium. Für dieses Instrument komponierte Karg-Elert bis zum Ende seines Lebens und schuf so das umfangreichste Œuvre für Harmonium. Der Gewandhausorganist Paul Homeyer ermutigte ihn, auch Kompositionen für Orgel zu verfassen. So entstanden 1909 mit den 66 Choralimprovisationen op. 65 seine ersten Orgelwerke. Während des Ersten Weltkriegs war er als Regimentsmusiker eingesetzt, ab 1919 war er Dozent für Musiktheorie und Komposition am Leipziger Konservatorium. 1932 wurde er zum Professor ernannt. Großer Beliebtheit erfreuten sich seine Orgelwerke in Großbritannien und in den USA, in Deutschland jedoch konnte er sich gegen Max Reger nicht so richtig durchsetzen. Trotz einer schweren Diabeteserkrankung unternahm Karg-Elert 1932 eine Konzertreise als Organist in die USA, die allerdings aufgrund mangelnder Virtuosität zum Misserfolg wurde. Nach seiner Rückkehr nach Leipzig verschlechterte sich sein Gesundheitszustand so dramatisch, dass er am 9. April 1933 im Alter von erst 55 Jahren starb. Obwohl er kein Jude war, hatten die Nationalsozialisten ihn in das „Lexikon der Juden in der Musik“ aufgenommen. Seine Tochter konnte zwar erreichen, dass sein Name 1936 wieder aus dem berüchtigten Lexikon gestrichen wurde, seine Werke wurde aber dennoch in Deutschland kaum mehr gespielt. Eine Wiederbelebung seiner Werke setzte erst in den 70er Jahren wieder ein. Sein Gesamtwerk umfasst hauptsächlich Werke für Orgel, Harmonium und Klavier, aber auch einige Kammermusikwerke, ein Requiem sowie zahlreiche musiktheoretische Schriften.

Sigfrid Karg-Elert – CD-Einspielungen

Wilhelm Stenhammar 90. Todestag

† 1927

20

November

Wilhelm Stenhammar ist einer der bedeutendsten Komponisten Schwedens, der als einer der ersten schwedischen Sinfoniker gilt. Zu Lebzeiten war er jedoch international vor allem auch als Konzertpianist und Dirigent bekannt. Er spielte eine wichtige Rolle im skandinavischen Musikleben, war hoch geachtet und mit vielen namhaften Musikerkollegen befreundet. Stenhammar wurde am 7. Februar 1871 in Stockholm geboren. Dort studierte er auch von 1887 bis 1892 Klavier, Orgel und Komposition. Ab 1893 war er als Konzertpianist und als Kammermusikpartner tätig, vor allem als Duopartner des Geigers und Komponisten Tor Aulin. Als Dirigent trat er erstmals im Oktober 1897 in Erscheinung. In den Jahren 1900/1901 war er Kapellmeister an der Königlichen Oper in Stockholm, 1907 wurde er Chefdirigent des jungen Göteborger Sinfonieorchesters und blieb dem Orchester bis 1922 treu. Von 1923 bis 1925 war er wieder Kapellmeister an der Königlichen Oper Stockholm. Die Universität Göteborg verlieh ihm 1916 die Ehrendoktorwürde. Stenhammar schrieb drei Sinfonien, zwei Klavierkonzerte, eine Serenade für großes Orchester, sechs Streichquartette, Klaviersonaten, zwei Opern, zwei Kantaten sowie Chormusik und ca. 60 Lieder. Er starb vor 90 Jahren am 20. November 1927 in Stockholm.

Wilhelm Stenhammar – CD-Einspielungen

Christoph Willibald Gluck 230. Todestag

† 1787

15

November

Die Musikwelt gedachte im Jahr 2014 des 300. Geburtstags von Christoph Willibald Gluck, der am 2. Juli 1714 in Erasbach (Oberpfalz) geboren wurde. Von seinem umfangreichen Schaffen, das mehr als 40 Opern umfasst, ist heute vor allem Orfeo ed Euridice auf der Bühne zu erleben. Über Stationen in Prag und Wien kam Gluck nach Mailand, wo 1741 gleich seine erste Oper Artaserse auf ein Libretto des berühmten Pietro Metastasio ein großer Erfolg wurde und ihm den Auftrag für sieben weitere Opern einbrachte. Es folgten Aufenthalte in London und Dresden und erneut Wien, wo 1748 das Wiener Burgtheater mit seiner Semiramide reconosciuta eröffnet wurde. 1762 wurde Orfeo ed Euridice in Wien uraufgeführt, 1767 Alceste und 1770 Paride ed Elena. Für Paris entstanden Iphigénie en Aulide sowie die französische Fassung von Orfeo et Euridice und Alceste, die in der vom Komponisten eingerichteten musikalisch-szenischen Fassung die traditionelle französische Tragédie lyrique reformierten. 1779 erlebten seine Opern Iphigénie en Tauride und Echo et Narcisse in Paris nochmals einen triumphalen Erfolg. Am 15. November 1787 starb Gluck im Alter von 73 Jahren in Wien.

Christoph Willibald Gluck – CD-Einspielungen

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Empfehlung vom November 2011

CD der Woche am 21.11.2011

Chopin

Yevgeny Sudbin

Chopin

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Die internationale Resonanz auf Yevgeny Sudbins Einspielungen für bare Münze genommen, darf der schwedische BIS-Produzent seinen russischen Vorzeigepianisten bereits als künstlerisch und klavierintellektuell feste Größe buchen. Günstiger und vor allem subjektiv zuverlässiger ist es freilich, sich [...]

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