Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Carl Friedrich Zelter 260. Geburtstag

* 1758

11

Dezember

Mit Goethe war er auf „Du und Du“, er war Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Künste und ein Musiker und Musikpädagoge, der größten Einfluss auf die kulturpolitischen Geschehnisse seiner Zeit ausübte. Sein Name allerdings ist heute nur noch Musikwissenschaftlern, musikgeschichtlich Interessierten oder auch Chorsängern ein Begriff. Doch aus Anlass seines 260. Geburtstages soll er heute posthum hochleben: Carl Friedrich Zelter wurde am 11. Dezember 1758 in Berlin geboren. Nichts deutete zunächst auf eine Musikerlaufbahn hin. Zelters Vater war Maurer und Carl Friedrich erlernte ebenfalls den Beruf seines Vaters. Nach Erlangung des Meisterbriefes trat er 1783 in das Geschäft des Vaters mit ein. Gleichzeitig bildete er sich aber musikalisch autodidaktisch weiter und wurde Mitglied des Orchesters von Karl Theophil Döbbelin. 1791 trat er in die Sing-Akademie zu Berlin ein, die sein Lehrer Carl Friedrich Christian Fasch gegründet hatte. Seine zweite Frau Julie wurde für ihn eine unerlässliche Stütze in der Sing-Akademie, da sie eine ausgezeichnete Sängerin war. Nach Faschs Tod übernahm Zelter 1800 die Leitung der Sing-Akademie, 1806 wurde er deren Ehrenmitglied und 1809 Professor der Königlichen Akademie der Künste. Aus der Begegnung mit Goethe 1802 entwickelte sich eine lebenslange, innige Freundschaft, aus dem sich über 30 Jahre hinweg ein reger Briefwechsel entspann. 1809 gründete Zelter die erste Berliner Liedertafel und 1820 das Königliche Institut für Kirchenmusik. Zelter wirkte auch als Musikschriftsteller und Musikpädagoge. Zu seinen prominentesten Schülern zählen Felix Mendelssohn-Bartholdy und dessen Schwester Fanny, sowie Otto Nicolai und Giacomo Meyerbeer. Zelter selbst komponierte Sinfonien, Kantaten, Motetten und Chormusik, vor allem aber vertonte er zahlreiche Gedichte von Goethe und anderen. Seine größten Verdienste erwarb er sich durch die Pflege und seine Bemühungen um das deutsche Volkslied. Am 7. August 1956 stiftete Bundespräsident Theodor Heuss ihm zu Ehren die „Zelter-Plakette“ für Chöre. Carl Friedrich Zelter starb am 15. Mai 1832 in Berlin.

Olivier Messiaen 110. Geburtstag

* 1908

10

Dezember

Olivier Messiaen zählt zu den führenden modernen Komponisten Frankreichs. In seinen Werken verarbeitete er die verschiedensten Anregungen: Gregorianik, griechische und indische Rhythmik, Hindu-Ragas, Gamelanorchester, Impressionismus, russische Musik, Vierteltontechnik und Vogelgesang. Geboren wurde er am 10.12.1908 Avignon. Mit elf Jahren ging er ans Pariser Conservatoire, wo er bei Paul Dukas und Marcel Dupré studierte. 1931 wurde er Organist an der Kirche La Sainte-Trinité in Paris. Diese Stelle besetzte er mehr als 40 Jahre lang. Der größere Teil seiner Orgelmusik wurde für die dortige Orgel geschaffen. Mit Baudrier, Jolivet und Lesur bildete er 1936 die Gruppe „Jeune France“, die in der Musik nach neuen Inhalten und neuen Werten suchte. Messiaen fand diese in mystisch-katholischen und gleichzeitig rechnerisch-naturalistischen Ansätzen, die von religiöser Offenbarung bis zum ständigen Studieren der Vogelstimmen reichen und musikalische und außermusikalische Eindrücke verarbeiten. Ein zentrales Thema ist bei Messiaen zeitlebens der Gesang der Vögel. Nach Rêveil des oiseaux (1952) zählt er in Oiseaux Exotiques (1956, für Klavier und kleines Orchester), das seiner Frau, der Pianistin Yvonne Loriod gewidmet ist, etwa 50 Vögel auf und erstellt 1958 einen Catalogue d'oiseaux. Dagegen sind in der Turangalîla-Symphonie (1948) Rhythmen von griechischer Dichtung, von Hindu-ragas und von Gamelan-Orchestern verarbeitet. Das Werk wurde bei den Festspielen in Aix-en-Provence 1950 uraufgeführt und ist in den ersten 25 Jahren seit seiner Entstehung über 100 Mal gespielt worden. Sein Klavierstück Mode de valeurs et d'intensité wurde 1951 als erste serielle Komposition bekannt. Sein vielfältiges originelles Schaffen umfasst Orchesterwerke, Chorwerke, Kammermusik, Orgelwerke (Orgelbuch 1964) und Lieder. Messiaen starb am 28. April 1992 in Paris.

Olivier Messiaen – CD-Einspielungen

→ Alle Porträts


Empfehlung vom Dezember 2014

CD der Woche am 22.12.2014

Venetian Christmas

Venetian Christmas

Bestellen bei jpc

Venedig – „La Serenissima“: Die alte Stadtrepublik hatte im 18. Jahrhundert als politische Weltmacht schon lange ausgespielt, aber ein Treffpunkt der Schönen, Reichen und Mächtigen war und blieb die Lagunenstadt, nicht zuletzt während der Karnevalszeit, in die ja auch immer das Weihnachtsfest fiel. [...]

Klassik Heute
Empfehlung

⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc