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Aktuelle Infos und Kurzporträts

Selim Palmgren 140. Geburtstag

* 1878

16

Februar

Vor 140 Jahren wurde der finnische Komponist und Pianist Selim Palmgren geboren. Er hat sich sehr um die Emanzipierung der nationalen finnischen Musik verdient gemacht. Palmgren studierte von 1895 bis 1899 am Konservatorium in Helsinki, ging dann nach Berlin und Weimar, um seine Klavierstudien u.a. bei Ferruccio Busoni fortzusetzen und schloss diese mit einem Aufenthalt in Italien von 1906 bis 1909 ab. Nach seiner Rückkehr nach Finnland leitete er von 1909 bis 1912 das Sinfonieorchester der Musikgesellschaft in Turku. 1910 brachte er dort seine Oper Daniel Hjort zur Uraufführung. Nach 1912 unternahm er zahlreiche Konzertreisen im Inn- und Ausland als Konzertpianist und Klavierbegleiter seiner Frau, der Sängerin Maikki Järnefelt-Palmgren. Von 1923 bis 1926 hielt er sich in den Vereinigten Staaten auf und lehrte an der Eastman School of Music, Rochester, N.Y. Ab 1927 war er wieder in Helsinki und unterrichtete Klavier und Komposition am Konservatorium Helsinki. Ab 1939 war er dort bis zu seinem Tod ordentlicher Professor für Komposition. Er betätigte sich auch als Musikkritiker und übernahm mehrere leitende Funktionen in verschiedenen Institutionen des finnischen Musiklebens. Palmgren ist bekannt für seine etwa 350 kurzen Klavierstücke – darunter die Lyrischen finnischen Stücke –, für die er auch der „skandinavische Chopin“ und der „nordische Schumann“ genannt wurde. Sein Hauptœuvre bilden seine fünf Klavierkonzerte (Nr. 1 op. 13, 1903; Nr. 2 Der Fluss op. 33, 1913; Nr. 3 Metamorphosen op. 41, 1916; Nr. 4 Huhtikuu (April) op. 85, 1926 und Nr. 5 op. 99, 1941), daneben schrieb er weitere Orchesterwerke (u.a. Bilder aus Finnland op. 24 von 1908), die Oper Daniel Hjort sowie mehr als 200 Werke für Chor und Lieder. Palmgren starb am 16. Dezember 1951 in Helsinki.

Selim Palmgren – CD-Einspielungen

John Corigliano 80. Geburtstag

* 1938

16

Februar

Der amerikanische Komponsit John Corigliano feiert heute, am 16. Februar 2018, seinen 80. Geburtstag. Er wurde in New York geboren und stammt aus einer musikalischen Familie: Seine Mutter war Pianistin, sein Vater Konzertmeister des New York Philharmonic Orchestra. John studierte Musik an der Columbia University und an der Manhattan School of Music. Als Komponist zum erstenmal auf sich aufmerksam machen konnte Corigliano 1964: mit einer Sonate für Violine und Klavier gewann er den Kammermusikwettbewerb beim Spoleto-Festival in Italien. 1968 erhielt er ein Guggenheim Stipendium (Guggenheim Fellowship). Danach begann er eine Lehrtätigkeit an der Manhattan School of Music und am Lehman College. 1974 schrieb er seine erste Filmmusik für den Dokumentarfilm A Williamburg Sampler. Seine Musik zum Film Der Höllentrip (Altered States) wurde 1981 für den Oscar nominiert, die Musik zu dem Film Revolution wurde 1985 mit dem britischen Anthony Asquith Award ausgezeichnet. Für den Flötisten James Galway schrieb er 1982 das dritte Bläserkonzert (Pied Piper Fantasy). 1984 wurde er ordentlicher Professor am Lehman College und gab dafür 1986 seine Tätigkeit an der Manhattan School of Music auf. 1987 wurde Corigliano der erste Composer-in-Residence überhaupt für das Chicago Symphony Orchestra. Während dieser Zeit schrieb er seine erste Sinfonie im Gedenken an seine Freunde, die an AIDS gestorben waren. Für diese Komposition erhielt er 1991 den University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition und seinen ersten Grammy Award for Best Classical Contemporary Composition (1992). 1991 wurde Corigliano Fakultätsmitglied an der Juilliard School. Für sein Streichquartett, ein Auftragswerk des Lincoln Center für das Cleveland Quartet, erhielt er seinen zweiten Grammy Award for Best Contemporary Classical Composition. Seine einzige Oper, The Ghosts of Versailles, war ein Auftragswerk der Metropolitan Opera's zur 100-Jahrfeier des Opernhauses. Die Premiere war ein großer Erfolg und Corigliano wurde 1992 dafür mit den International Classic Music Awards Composition of the Year ausgezeichnet. 1999 erhielt er einen kanadischen Genie Award und einen Prix Jutra für die Filmmusik in Die rote Violine (The Red Violin), im darauf folgenden Jahr einen Oscar. 2001 erhielt er für seine zweite Sinfonie den Pulitzer-Preis für Musik. 2009 bekam er einen Grammy für Mr. Tambourine Man: Seven Poems of Bob Dylan. Die meisten Werke Coriglianos sind für Sinfonieorchester geschrieben, sein Gesamtopus enthält aber auch Werke für Bläser und Kammerensembles. Seine Werke wurden von den renommiertesten Orchestern, Solisten und Kammermusikern aufgeführt und eingespielt.

John Corigliano – CD-Einspielungen

Christian Lindberg 60. Geburtstag

* 1958

15

Februar

Der schwedische Posaunist, Komponist und Dirigent Christian Lindberg feiert seinen 60. Geburtstag. Am 15. Februar 1958 wurde er in Danderyd geboren und wuchs in einem künstlerischen Elternhaus auf: seine Eltern waren beide Maler. Nach dem Vorbild Ringo Starrs wollte Christian zunächst Schlagzeuger werden, wechselte dann aber zur Trompete. Posaune lernte er erst im Alter von 16 Jahren, als er – beeindruckt durch Aufnahmen von Jack Teagarden – mit einer geborgten Posaune in der Dixielandband eines Freundes mitspielen wollte. Er besuchte schließlich die Königlich Schwedische Musikakademie und war bereits mit 18 Jahren Mitglied im Königlich Schwedischen Opernorchester. Mit 20 Jahren beendete er seine Orchesterlaufbahn wieder, um in Stockholm, London und Los Angeles zu studieren. 1984 gab er sein Konzertdebüt mit dem Posaunenkonzert von Henri Tomasi. Im gleichen Jahr unterzeichnete er einen Vertrag mit BIS Records für 3 CD-Veröffentlichungen. Sein erstes Solo-Album erschien unter dem Titel „The Virtuoso Trombone“ – mittlerweile hat er über 60 Einspielungen veröffentlicht. Lindberg ist vermutlich der erste klassische Posaunist, der ausschließlich als Solist tätig ist. Er hat unablässig das Repertoire für sein Instrument erweitert, mehr als 60 neue Posaunenwerke uraufgeführt, über 100 andere Werke für Posaune transkribiert und hat sich dabei stets stark für zeitgenössische Musik engagiert. Komponisten wie Alfred Schnittke, Michael Nyman, Toru Takemitsu, Christopher Rouse, Luciano Berio oder Arvo Pärt haben Stücke für ihn komponiert. Am 7. September 2017 gab Lindberg seine 100. Premiere eines Posaunenkonzerts. Sein umfangreiches Repertoire umfasst dabei auch eigene Kompositionen. So wurde sein Helicon Wasp 2003 beim internationalen Posaunenfestival in Helsinki uraufgeführt. Im Jahr 2000 gab Lindberg mit der Northern Sinfonia auch sein Debüt als Dirigent. Seitdem dirigierte er regelmäßig das Nordic Chamber Orchestra, von 2005 bis 2010 sogar als dessen Chefdirigent. Von 2005 bis 2012 war er Chefdirigent des Swedish Wind Ensemble. Derzeit leitet Lindberg das Arctic Philharmonic Orchestra und ist musikalischer Direktor des Israel Netanya Kibbutz Orchestra.

Christian Lindberg – CD-Einspielungen

Ildebrando Pizzetti 50. Todestag

† 1968

13

Februar

Vor genau einem halben Jahrhundert ist der italienische Komponist Ildebrando Pizzetti in Rom gestorben. Er gehörte zusammen mit Ottorino Respighi, Gian Francesco Malipiero und Alfredo Casella der sog. „1880er Generation“ an, die zu ihrer Zeit die führenden Komponisten Italiens bildeten. Geboren wurde Ildebrando am 20. September 1880 in Parma. Er war der Sohn eines Pianisten und Klavierlehrers. Durch seinen Vater erhielt er auch den ersten Klavierunterricht. Ursprünglich wollte Pizzetti Schriftsteller werden – er hatte bereits einige Stücke geschrieben, von denen zwei bereits aufgeführt worden waren –, bevor er sich 1895 entschloss, am Konservatorium in Parma Musik zu studieren. Unterrichtet wurde er von Giovanni Tebaldini, entwickelte ein lebenslanges Interesse für die frühe Musik Italiens. Einen Namen machte sich Pizzetti erstmals 1908 durch die Schauspielmusik zu La Nave von Gabriele d'Annunzio. Im selben Jahr wurde er Kompositionslehrer am Konservatorium von Florenz und übernahm von 1917 bis 1923 auch die Leitung. 1924 wechselte er als Direktor an das Konservatorium in Mailand und wurde schließlich 1936 Nachfolger von Respighi als Kompositionslehrer an der Academia di Santa Cecilia Roma. In dieser Eigenschaft wurde er zu einer der prägendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Zeit. Neben Alfredo Casella und Gian Francesco Malipiero gilt er auch als Begründer der modernen italienischen Musik. Pizzetti komponierte dreizehn Opern, etliche Schauspielmusiken, eine Sinfonie (1940), ein Klavier-, ein Harfen- und ein Cellokonzert, zwei Violinkonzerte, kammermusikalische Werke, ein Requiem (1922), ein De profundis (1938), Chorwerke und Lieder sowie die Musik für den monumentalen faschistischen Propagandafilm Scipione l’Africano. Er verfasste auch mehrere musiktheoretische Schriften. 1958 wurde Pizzetti mit dem internationalen Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet. Er starb am 13. Februar 1968 in Rom.

Ildebrando Pizzetti – CD-Einspielungen

Johann Caspar Kerll 325. Todestag

† 1693

13

Februar

Er war zu seiner Zeit einer der bedeutendsten Komponisten und einer der besten Lehrer. Heute, 325 Jahre nach seinem Tod, ist sein Name nur noch Barockspezialisten bekannt, viele seiner Werke sind verschollen – so z.B. alle seine 11 Opern und 24 Offertorien. Am 1. März 1664 wurde er von Kaiser Leopold I. in Regensburg sogar in den Ritterstand erhoben. Die Rede ist von Johann Caspar Kerll, der am 13. Februar 1693 in München gestorben ist. Geboren wurde er am 9. April 1627 in Adorf als Sohn eines Organisten und Orgelbauers. Bereits im frühen Alter zeigte er außergewhönliche musikalische Begabung, die durch seinen Vater gefördert wurde. Zur weiteren Ausbildung ging er nach Wien und nach Rom, wo er bei Giacomo Carissimi studierte. Er reiste viel. Von 1656 bis 1674 war er Leiter der Hofkapelle und Oper in München. Danach ging er nach Wien und wirkte dort als Hoforganist, Organist am Stephansdom und als Lehrer für Tasteninstrumente. 1683/1684 kehrte er nach München zurück, wo er am 13. Februar 1693 starb. Erhalten von ihm sind hauptsächlich Werke für Tasteninstrumente, die ihn als Meister des italienischen Konzertstils zeigen, sowie geistliche Vokalwerke mit 15 Messen in höchst kunstvoller kontrapunktischer Kompositionstechnik. Händel bediente sich für manche Themen gerne aus Werken von Kerll und Bach bearbeitete das Sanctus aus Kerlls Missa superba als Sanctus in D-Dur BWV 241.

Johann Caspar Kerll – CD-Einspielungen

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Empfehlung vom Februar 2013

CD der Woche am 11.02.2013

Gottfried Heinrich Stölzel Quadri di Dresda e Bruxelles

Gottfried Heinrich Stölzel<br />Quadri di Dresda e Bruxelles

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In Grünstädtel, heute ein Ortsteil der Stadt Schwarzenberg im Erzgebirge, erblickte Gottfried Heinrich Stölzel 1690 als Sohn des örtlichen Schulmeisters und Organisten das Licht der Welt. Vom Vater erhielt er den ersten musikalischen Unterricht, 1705 wechselte er auf das Gymnasium von Gera, zwei [...]

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