Der israelische Dirigent Eliahu Inbal feiert am 16. Februar 2026 seinen 90. Geburtstag. Er studierte an der Musikakademie in Jerusalem Violine und Komposition bei Paul Ben-Haim. Auf Empfehlung von Leonard Bernstein erhielt er ein Stipendium für die Dirigentenklasse des Conservatoire de Paris. Er besuchte auch Kurse bei Sergiu Celibidache und bei Franco Ferrara. 1962 war er erster Preisträger des internationalen Dirigenten-Wettbewerbes "Guido Cantelli" in Novara. Dies war das Sprungbrett zu einer großen Karriere: Er gastierte nicht nur weltweit bei fast allen namhaften Orchestern sowie bei internationalen Festspielen, sondern war auch Chefdirigent bei großen Orchestern. Von 1974 bis 1990 war Inbal Leiter des Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt des Hessischen Rundfunks, zu dessen Ehrendirigent er 1996 ernannt wurde. Daneben war von 1984 bis 1987 Chefdirigent des Orchesters des Gran Teatro La Fenice in Venedig. Von 1996 bis 2001 war er Leiter des Orchestra Nazionale della RAI in Turin. Hier führte er in den ersten drei Jahren Wagners Ring konzertant auf. Für sein Engagement für Wagner wurde er in seinem Heimatland allerdings heftig kritisiert. Es folgten Stationen als Chefdirigent des Berliner Sinfonie-Orchesters (2001 bis 2006), erneut als Chefdirigent des Orchesters des Gran Teatro La Fenice (2007 bis 2011), als Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie Prag (2009 bis 2012) und schließlich ab April 2008 als Chefdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Seine Gesamtaufnahmen der sinfonischen Werke von Mahler und Bruckner wurden preisgekrönt. 2002 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, 2006 wurde ihm die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main verliehen sowie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Der ukrainische Pianist und Dirigent Boris Bloch wurde am 12. Februar 1951 in Odessa geboren und ist dort auch aufgewachsen. Er studierte am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau bei Tatjana Nikolaeva und Dimitri Bashkirov. Ein Jahr nach Abschluss des Studiums (1973) emigrierte er in die USA. 1978 gewann Bloch den Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni in Bozen. Nach seiner Berufung zum Professor an die Folkwang Hochschule 1985 ließ er sich dauerhaft in Deutschland nieder. Seitdem lehrt und unterrichtet er in Essen. 2007 wurde er mit dem Pädagogik-Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet. 1991 hat er ein Silversterrezital in der Essener Philharmonie ins Leben gerufen, das regelmäßig für ein ausverkauftes Haus sorgt und das bis heute existiert. Eine rege Konzerttätigkeit führte Bloch außerdem durch ganz Europa und brachte die Zusammenarbeit mit vielen großen Orchestern und Dirigenten mit sich. Für seinen besonderen Einsatz für das Klavierwerk Franz Liszts wurde Bloch im März 2018 mit der Goldenen Ehrennadel der Internationalen Liszt-Gesellschaft Wien ausgezeichnet sowie mit dem Grand Prix du Disque Liszt der Liszt-Gesellschaft Budapest. Bloch gibt regelmäßig Meisterkurse im Rahmen des Wiener Musikseminares, bei der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg sowie bei den Sommerkursen an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Auch als Juror bei Klavierwettbewerben ist Boris Bloch mittlerweile sehr gefragt. Während seiner Zeit als musikalischer Leiter der Oper in Odessa von 1993 bis 1995 konnte er sich auch als Dirigent einen Namen machen. Als Pianist hat Bloch nicht zuletzt zahlreiche CD-Einspielungen bei verschiedenen Labels (Danacord, DG, Accord u.a.) vorgelegt, von denen nicht wenige Referenzstatus besitzen. Seine Doppel-CD mit Werken von Bach wurde zur TOP 10 Recording des Monats bei der spanischen Musikzeitschrift RITMO gekürt. Boris Bloch ist Ehrenprofessor des Musikinstituts "Reinhold Glière" in Kiew.