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UA vor 140 Jahren: P. Tschaikowsky, Eugen Onegin op. 24


UA 1879

17

März


UA vor 140 Jahren
17.03.19

UA vor 140 Jahren: P. Tschaikowsky, Eugen Onegin op. 24

P. Tschaikowsky: Eugen Onegin / Orfeo

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Heute vor 140 fand die Uraufführung der weltweit meistgespielten russischen Oper statt: Eugen Onegin von Peter Tschaikowsky. Als „Lyrische Szene in drei Aufzügen“ bezeichnete Tschaikowsky seine Oper und hat damit das Werk klar charakterisiert: Auch wenn es im Duell Lenski/Onegin zum dramatischen Höhepunkt kommt, hat das Werk nichts Dramatisches an sich, es ist stattdessen ein intimes Stimmungsbild, ein Spiel der Gefühle, eine traurige Romanze von Menschen, die aneinander vorbeigehen und ihr Glück verspielen. Im April 1877 hatte die Sängerin Jelisaweta Lawrowskaja Tschaikowsky auf Puschkins gleichnamigen Versroman als mögliches Opernsujet aufmerksam gemacht. Tschaikowsky war von diesem Text sofort gefesselt, weil ihn „die Geschichte der Menschen, die aneinander vorbeifühlen“, reizte. Dem Romangeschehen entsprechend wollte er ein „intimes, aber kraftvolles Drama“ schaffen, das alles Schablonenhafte der großen Oper meiden sollte. Schon einen Monat später begann er mit der Vertonung des Librettos, das sein Schüler Konstantin Schilowsky für ihn einrichtete, wobei Tschaikowsky viele Textstellen aus Puschinks Vorlage wörtlich übernommen hat. Wie ein Omen nimmt Puschinks Roman vorweg, was sich für Tschaikowsky auch im wirklichen Leben ereignen sollte: Wie Tatjana an Onegin, schrieb eine Studentin des Konservatoriums, Antonina Miljukowa, einen Liebesbrief an Tschaikowsky. Aber im Gegensatz zu Puschkins Onegin ließ sich Tschaikowsky zu einer überstürzten, unglücklichen Ehe hinreißen, die nach nur drei Monaten wieder aufgelöst wurde. Die Komposition führte Tschaikowsky teilweise in der Schweiz aus, wohin er sich nach der Trennung von seiner Frau geflüchtet hatte. Dadurch ist die Musik auch autobiographischer Ausdruck seiner Empfindungen über die gescheiterte Ehe und zugleich künstlerische Befreiung von den Depressionen eines kurzen, unglücklichen Lebensabschnitts, der in einem Selbstmordversuch kulminierte. 1878 beendete Tschaikowsky die Partitur. Er war sich jedoch im Klaren darüber, dass die Komposition als Bühnenwerk außerhalb der üblichen Opernkonventionen stand und meinte deshalb, dass sie „nur für bescheidene Mittel und eine kleine Bühne“ geeignet sei. Deshalb überließ er die Uraufführung am 17. März 1879 den Studenten des Moskauer Konservatoriums. Doch nachdem die Oper zwei Jahre später am Bolschoi-Theater und 1884 am St. Petersburger Mariinskij-Theater erschienen war, trat sie ihren bis heute anhaltenden Erfolg an allen kleinen und großen Bühnen der Welt an. Am 19.1.1892 dirigierte Gustav Mahler in Hamburg die deutschsprachige Erstaufführung in der Textübertragung von August Bernhard. Tschaikowskys beliebteste Oper ist gleichzeitig auch – noch vor Modest Mussorgskys Boris Godunow – die international meistgespielte russische Oper.


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