Luigi Cherubini war ein florentinischer Komponist. Er war das zehnte von zwölf Geschwistern, die er alle überlebte. Geboren wurde er am 8. September 1760 in Florenz. Sein Vater war Cembalist am Pergola-Theater und er erteilte ihm auch den ersten Musikunterricht. Im Alter von 13 Jahren komponierte er eines seiner ersten großen Werke, eine vierstimmige Festmesse, und machte mit weiteren Kompositionen auf sich aufmerksam. 1778 schickte der Großherzog der Toskana, der spätere Kaiser Leopold II., den angehenden Komponisten zum Studium zu Sarti nach Venedig. 1780 wurde seine erste Oper Quinto Fabio aufgeführt, jedoch ohne Erfolg. Von 1784 bis 1786 hielt sich Cherubini in London auf, wo er freundlich aufgenommen wurde und ein Jahr lang die Stelle eines Königlichen Hofkomponisten bei König Georg III. bekleidete. Schließlich ließ sich Cherubini 1788 in Paris nieder. Drei Jahre lang war er Dirigent am Théâtre de la Foire in Saint-Germain, das von Leonard, dem Friseur der Marie Antoinette, geleitet wurde. Hier entwickelte er seinen eigenen musikalischen Stil und brachte 1797 seine großartige Oper Médée auf die Bühne. 1805 ging Cherubini nach Wien. Von den Künstlern des Conservatoire überbrachte er Joseph Haydn eine Ehrenmedaille und freundete sich mit ihm an. Er lernte auch Beethoven kennen, der ihn sehr schätzte und in dessen Vokalmusik der Einfluss Cherubinis deutlich ist. Als Opernkomponist wechselnd erfolgreich, wandte sich Cherubini später mehr der Kirchenmusik zu sowie seiner Lieblingsbeschäftigung, der Botanik. Von 1821 bis kurz vor seinem Tod am 15. März 1842 in Paris war er Direktor des Conservatoire. Als Ritter der Ehrenlegion wurden die Trauerfeierlichkeiten mit großem Pomp veranstaltet. Cherubini hinterließ ca. 30 Opern, die ebenso wie sein umfangreiches kirchenmusikalisches Schaffen Meisterstücke handwerklichen Könnens sind. Seine Streichquartette stehen gleichbedeutend neben den Kammermusikwerken Beethovens und den Streichquartetten Schuberts.
»Luigi Cherubini: Biographie und Einspielungen«
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