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Enrique Granados 100. Todestag

24.03.16 (* vor 150 Jahren † vor 101 Jahren)

† 1916

24

März

Enrique Granados, am 27. Juli 1867 im spanischen Lleida als Sohn eines Kubaners und einer Katalanin geboren, gehörte neben Isaac Albéniz und Manuel de Falla zu den großen Erneuerern der spanischen Musik des 19./20. Jahrhunderts. Er studierte in Barcelona, Madrid und Paris und trat als Pianist, Dirigent und Komponist auf. 1901 wurde er Direktor der von ihm gegründeten Musikakademie Barcelona. Er komponierte Opern, Zarzuelas und Sinfonische Dichtungen, größere Bedeutung erlangte er jedoch mit seinen Liedern und Klavierwerken, allen voran die temperamentvollen Danzas españolas, die Valses Poeticos, sowie die poesievollen Goyescas. Bilder des Malers Francisco de Goya hatten Granados zu diesem Klavierzyklus angeregt, der das Volksleben der Goya-Zeit schildert. Viele seiner Werke wurden auch für klassische Gitarre transkribiert und gehören zum Standardrepertoire von Gitarristen. Tragischerweise wurde Granados' Tod durch einen seiner größten Erfolge eingeleitet. Die New Yorker Metropolitan Opera hatte ihn beauftragt, eine Oper fertigzustellen, die die Pariser Oper zuvor in Auftrag gegeben hatte, aber infolge des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wieder zurückziehen musste. Seine Reise nach New York war so erfolgreich, dass Granados vom US-Präsidenten Woodrow Wilson ins Weiße Haus zu einem Klavierabend eingeladen wurde. Dadurch konnte er nicht wie geplant direkt nach Spanien zurückreisen, sondern musste ein späteres Schiff nach England nehmen. Beim Übersetzen aufs Festland wurde die Fähre von einem deutschen U-Boot torpediert und sank. Granados konnte sich zunächst retten, beim Versuch, seine hilflos im Meer treibende Frau zu retten, ertrank er jedoch zusammen mit ihr am 16. März 1916.

Enrique Granados – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2012

CD der Woche am 15.10.2012

A. Honegger • F. Martin

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