Sagt jemand „Rossini“, werden die wenigsten Musikliebhaber an Miniaturen denken und doch gibt es neben den Opern auch kleine Kompositionen von wenigen Sekunden bis zu ein paar Minuten Aufführungsdauer. Anna Bonitatibus und Adele D’Aronzo haben sich diese Werke angenommen und präsentieren sie auf ihrer neuesten Produktion „Foglie d’album‟ zum großen Teil als Ersteinspielungen. Anlass für diese Kompositionen war der Eintrag in die Alben von befreundeten Künstlern, Mäzenen, Autogrammjägern oder deren Familien. Beherrschte man die Tricks der italienischen Opernkomponisten, machte man damit mit Sicherheit einen größeren Eindruck als mit der Bouteille für den Gastgeber oder dem Bouquet für die Dame des Hauses.
Anna Bonitatibus (Mezzosopran)
Adele Aronzo (Klavier)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Musikpreis der Stadt Duisburg 2026 an Igor Levit verliehen
Der Preis würdigt die Verbindung von musikalischer Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung
Igor Levit bei der Verleihung des Musikpreises der Stadt Duisburg, Foto: Andre Symann
Der Pianist Igor Levit ist am Mittwochabend in der Philharmonie Mercatorhalle mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg 2026 ausgezeichnet worden. Die Stadt würdigt damit einen Künstler, der zu den prägendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation zählt und dessen Wirken weit über den klassischen Konzertbetrieb hinausreicht. Für Levit ist Musik nie allein Interpretation. Immer wieder verbindet er sein künstlerisches Schaffen mit gesellschaftlicher Kommunikation und öffentlicher Haltung. Besonders sichtbar wurde dies etwa im Frühjahr 2020, als die Konzertsäle weltweit geschlossen waren und Levit Abend für Abend von seinem Klavier in Berlin aus für Tausende Menschen im Livestream spielte. [04.10.2026]
Schicksalsmomente bei Schönberg, Ravel und Messiaen
1. "Paradisi gloria" 2026/27 am 20. November in der Münchner Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen, Foto: Kath. Herz-Jesu-Stiftung, Robert Kiderle
Im ersten Konzert von "Paradisi gloria" 2026/27, der Reihe mit spiritueller Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, füllt das Münchner Rundfunkorchester am Freitag, 20. November, die Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen mit Klängen der Erinnerung. Unter dem Titel "Memento" stehen Werke von Schönberg, Ravel und Messiaen auf dem Programm. Es singt der BR-Chor, die Leitung hat der Erste Gastdirigent des Münchner Rundfunkorchesters, Patrick Hahn. [04.10.2026]
Semperoper Dresden: Wiederaufnahme "Tosca" mit drei Hausdebüts
Johannes Schaafs gefeierte Inszenierung kehrt in Neubesetzung an die Semperoper zurück
Szene aus Puccinis "Tosca" an der Semperoper Dresden. Foto: Jochen Quast
Giacomo PuccinisTosca ist wieder in der Semperoper zu erleben. Erstmals 2009 gezeigt, zählt die bildgewaltige Inszenierung von Johannes Schaaf inzwischen zu den vertrauten Publikumslieblingen des Hauses. Für die Wiederaufnahme in der Saison 2026/27 übernehmen Natalya Romaniw, SeokJong Baek und Gevorg Hakobyan die drei zentralen Partien der Oper. Mit der Wiederaufnahme ist erstmals die walisische Sopranistin Natalya Romaniw an der Semperoper zu erleben. Sie hat sich international vor allem mit Partien des dramatischen Sopranfachs profiliert. Zu ihren etablierten Rollen gehört auch die der Floria Tosca, die sie nun erstmals nach Dresden führt. [04.10.2026]
Wettbewerbserfolg für Weimarer Klavierstudent Mikhail Kambarov
Gewinn des 1. Preises beim Klavierwettbewerb „La Palma d’Oro“ in San Benedetto, Italien
Mikhail Kambarov, Foto: Klara-Justine Heil
Vor wenigen Tagen war der Weimarer Klavierstudent Mikhail Kambarov beim 10. Internationalen Klavierwettbewerb „La Palma d‘Oro“ in San Benedetto del Tronto (Italien) erfolgreich. Er wurde mit dem mit 5.000 Euro dotierten 1. Preis ausgezeichnet, bei einem einstimmigen Votum der Jury. Im Finale spielte er Ludwig van Beethovens fünftes Klavierkonzert mit dem Philharmonischen Orchester Marchigiana unter der Leitung von Konstantin Ilievsky. Weitere Teile des Preises sind zudem ein Konzert mit demselben Orchester in der nächsten Saison – und ein Solo-Rezital. [04.10.2026]
dass Charles Gounod auf die Komödie von Molière "Der Arzt wider Willen" seine 1858 entstandene Oper mit dem gleichen Titel schrieb?
„...“
Ich bewundere und liebe die Werke Maurice Ravels unendlich, die nicht nur allein von einer hinreißenden Schönheit sind, sondern die auch die schönsten Kompositionen enthalten, die bis heute für das Klavier geschrieben worden sind, und die von den Möglichkeiten des modernen Klaviers auf die vollkommenste und umfassendste Weise Gebrauch machen. Maurice Ravel wird immer einer der großen Namen und ein Meister der Musik, nicht nur der französischen, sondern der europäischen, bleiben.