Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Komponisten: Aktuelle Infos

Gerald Finzi 120. Geburtstag

engl. Komponist

* 1901

14

Juni

vor 120 Jahren

in London


Gerald Finzi ist einer der bekanntesten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 14. Juli 1901 in London geboren und verbrachte dort auch seine frühe Kindheit. Bereits mit sieben Jahren verlor er seinen Vater. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog seine Mutter mit ihm nach Harrogate in Yorkshire. Dort nahm er Unterricht bei dem Komponisten Ernest Farrar und ab 1917 bei Edward Bairstow am York Minster. 1922 veröffentlichte er sein erstes Werk By Footpath and Style für Bariton und Streichquartett auf Texte von Thomas Hardy. 1926 zog er wieder nach London und nahm Unterricht bei R. O. Morris. In dieser Zeit lernte er Vaughan Williams kennen, der 1928 sogar sein Violinkonzert dirigierte. Außerdem machte er auch die Bekanntschaft von Holst, Bliss, Rubbra und Ferguson. 1930 vermittelte ihm Vaughan Williams einen Lehrauftrag an der Royal Academy of Music. Nach seiner Heirat mit der Künstlerin Joy Black 1933 gab er diesen wieder auf und zog nach Aldbourne in Berkshire. Im selben Jahr hatte Finzi mit der vollständigen Aufführung seines Liederzyklus A Young Man’s Exhortation seinen ersten größeren Erfolg in London. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges behinderte die weitere Entwicklung seiner Karriere, die gerade begonnen hatte, stark. Im Jahr 1939 zogen die Finzis auf die Ashmansworth Farm bei Newbury in Wiltshire. In den Kriegsjahren wurde Finzi ins Ministerium für Kriegstransporte einberufen und bot einer Anzahl deutscher und tschechischer Kriegsflüchtlinge in seinem Haus Unterkunft. Er gründete die Newbury String Players, anfangs mit Laienmusikern aus dem Ort, die er bis zu seinem Tod dirigierte. Nach Kriegsende erhielt Finzi eine Reihe wichtiger Kompositionsaufträge: 1946 die Festhymne Lo, the full, final sacrifice, 1947 die große Ode For Saint Cecilia, 1949 ein Klarinettenkonzert für Frederick Thurston und 1950 vollendete er sein Meisterwerk, Intimations of Immortality für Tenor, Chor und Orchester. Im Jahr 1951 wurde bei Finzi Morbus Hodgkin diagnostiziert, eine Form von Leukämie, mit einer Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren. Dies hemmte seinen Schaffensdrang allerdings keineswegs. Ein Finzi gewidmetes Konzert in der Royal Festival Hall im Jahr 1954 bedeutete die endgültige Anerkennung seiner Bedeutung für das britische Musikleben. Am 27. September 1956 erlag Gerald Finzi seiner Krankheit, nachdem er noch am Abend zuvor die Erstaufführung seines Cellokonzerts – entstanden nach einem Kompositionsauftrag von Sir John Barbirolli für das Cheltenham Festival 1955 – im Radio gehört hatte.

Die besten Besprechungen mit Gerald Finzi

21.08.2020
»zur Besprechung«

Vaughan Williams • Finzi, Symphony No. 5 • Clarinet Concerto
Vaughan Williams • Finzi, Symphony No. 5 • Clarinet Concerto

29.01.2019
»zur Besprechung«

Dedication, Works for Clarinet & Orchestra / Evil Penguin Classic
Dedication, Works for Clarinet & Orchestra / Evil Penguin Classic

26.04.2005
»zur Besprechung«

 / Hyperion
/ Hyperion

»Gerald Finzi: Biographie und Einspielungen«

Anzeige

Tomaso Albinoni 350. Geburtstag

ital. Komponist

* 1671

8

Juni

vor 350 Jahren

in Venedig


Tomaso Albinoni wurde als zweites Kind und erster Sohn der Eheleute Antonio und Lucrezia am 17. Januar 1671 in Venedig geboren. Der Vater war Papierwaren- und Spielkartenhersteller und Tomaso begann sein Berufsleben im väterlichen Betrieb. Über seine musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. Als Komponist trat er erstmals 1694 mit der Oper Zenobia, regina de Palmireni in Erscheinung sowie mit der Veröffentlichung von 12 Suonate a tre op. 1, einer Sammlung von Instrumentalwerken. Die Komposition betrieb er neben seinem Handwerksberuf aus Liebhaberei. Dementsprechend bezeichnete er sich selbst als „dilettante veneto“. Von da an komponierte Albinoni im Durchschnitt ein bis zwei Opern pro Jahr und hinterließ so ein Gesamtwerk von ca. 55 Opern, die genaue Anzahl lässt sich allerdings nicht mehr feststellen. Dazu kommen Kantaten sowie Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen und fünfstimmige Konzerte (12 Concerti a cinque op. 9). Bach wählte mehrfach Themen Albinonis für Klavierfugen. Am 17. März 1705 heiratete Albinoni die Sängerin Margherita Raimondi, mit der er drei Söhne und vier Töchter hatte. Obwohl Margherita auch nach der Heirat weiterhin auf der Bühne auftrat, sang sie wohl bis auf eine Ausnahme (I rivali generosi, Brescia 1715) nie eine Partie aus den Werken ihres Mannes. Nach 1700 machte Albinoni die Musik mehr und mehr zu seinem Hauptberuf und bezeichnete sich fortan als „Musico di violino“. 1722 erreichte seine Karriere ihren Höhepunkt. Seine Opern wurden auch außerhalb Italiens gespielt und er bekam lukrative und ehrenvolle Kompositionsaufträge. Schwer getrübt wurde Albinonis Erfolg allerdings durch den Tod seiner Frau 1721. Ab 1730 lässt sein Schaffen allmählich nach. Seine letzten beiden Opern stammen aus den Jahren 1734 (Candalide) und 1741 (Artamene). Im Alter von 72 Jahren bewarb sich Albinoni noch einmal um eine feste Anstellung als maestro di coro am Ospedale dei derelitti, allerdings vergeblich. Er lebte in bescheidenen Verhältnissen und starb nach längerer Krankheit am 17. Januar 1751 in Venedig, das er zeitlebens kaum verlassen hat.

»Tomaso Albinoni: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Juni

Uraufführungen im Juni

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige