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Komponisten: Aktuelle Infos

Komponisten

Carl Friedrich Zelter 190. Todestag

dt. Komponist

† 1832

15

Mai

vor 190 Jahren

in Berlin


Mit Goethe war er auf „Du und Du“, er war Ehrenmitglied der Königlichen Akademie der Künste und ein Musiker und Musikpädagoge, der größten Einfluss auf die kulturpolitischen Geschehnisse seiner Zeit ausübte. Sein Name allerdings ist heute nur noch Musikwissenschaftlern, musikgeschichtlich Interessierten oder auch Chorsängern ein Begriff. Doch aus Anlass seines 260. Geburtstages 2018 soll er posthum hochleben: Carl Friedrich Zelter wurde am 11. Dezember 1758 in Berlin geboren. Nichts deutete zunächst auf eine Musikerlaufbahn hin. Zelters Vater war Maurer und Carl Friedrich erlernte ebenfalls den Beruf seines Vaters. Nach Erlangung des Meisterbriefes trat er 1783 in das Geschäft des Vaters mit ein. Gleichzeitig bildete er sich aber musikalisch autodidaktisch weiter und wurde Mitglied des Orchesters von Karl Theophil Döbbelin. 1791 trat er in die Sing-Akademie zu Berlin ein, die sein Lehrer Carl Friedrich Christian Fasch gegründet hatte. Seine zweite Frau Julie wurde für ihn eine unerlässliche Stütze in der Sing-Akademie, da sie eine ausgezeichnete Sängerin war. Nach Faschs Tod übernahm Zelter 1800 die Leitung der Sing-Akademie, 1806 wurde er deren Ehrenmitglied und 1809 Professor der Königlichen Akademie der Künste. Aus der Begegnung mit Goethe 1802 entwickelte sich eine lebenslange, innige Freundschaft, aus dem sich über 30 Jahre hinweg ein reger Briefwechsel entspann. 1809 gründete Zelter die erste Berliner Liedertafel und 1820 das Königliche Institut für Kirchenmusik. Zelter wirkte auch als Musikschriftsteller und Musikpädagoge. Zu seinen prominentesten Schülern zählen Felix Mendelssohn-Bartholdy und dessen Schwester Fanny, sowie Otto Nicolai und Giacomo Meyerbeer. Zelter selbst komponierte Sinfonien, Kantaten, Motetten und Chormusik, vor allem aber vertonte er zahlreiche Gedichte von Goethe und anderen. Seine größten Verdienste erwarb er sich durch die Pflege und seine Bemühungen um das deutsche Volkslied. Am 7. August 1956 stiftete Bundespräsident Theodor Heuss ihm zu Ehren die „Zelter-Plakette“ für Chöre. Carl Friedrich Zelter starb am 15. Mai 1832 in Berlin.

»Carl Friedrich Zelter: Biographie und Einspielungen«

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Fanny Mendelssohn-Hensel 175. Todestag

dt. Komponistin

† 1847

14

Mai

vor 175 Jahren

in Berlin


Fanny Hensel war die ältere Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Barholdy. Sie wurde am 14. November 1805 in Hamburg geboren. Wie ihr Bruder war auch sie musikalisch hochbegabt und erhielt eine erstklassige musikalische Ausbildung. Mit 13 Jahren spielte sie ihrem Vater alle 24 Präludien aus dem „Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach auswendig vor. Im Jahre 1811 zog die Familie aus politischen Gründen nach Berlin. Am 21. März 1816 wurden die Kinder dort evangelisch getauft und führten seitdem den Namen Mendenlssohn Barholdy. 1820 traten Fanny und Felix in die Sing-Akademie zu Berlin ein, die von Carl Friedrich Zelter geleitet wurde. Ihre erste Liedkomposition schenkte sie ihrem Vater zum Geburtstag am 10. Dezember 1819. Aus gesellschaftlichen Gründen gestatteten ihr Vater und ihr Bruder es ihr nicht, ihre Kompositionen zu veröffentlichen und ihre musikalischen Fähigkeiten professionell zu nutzen. Ab 1823 veranstaltete die Familie Mendelssohn in ihrem Haus sogenannte „Sonntagsmusiken“, private Konzerte mit professionellen Musikern, bei denen Fanny sich als Pianistin betätigen und auch eigene Werke zur Aufführung bringen konnte. Bis zu 200 Zuhörer besuchten diese Sonntagsmusiken, unter ihnen auch Robert und Clara Schumann, Franz Liszt und Joseph Joachim. Sie komponierte überwiegend Lieder und Kammermusik. Ab 1931 führte Fanny die Sonntagsmusiken in eigener Regie als bedeutende kulturelle Institution des Berliner Musiklebens bis zu ihrem Tod fort. Während der Probe am Nachmittag des 14. Mai 1847 erlitt sie einen Gehirnschlag und starb noch am selben Tag. Sie war mit dem Hofmaler Wilhelm Hensel verheiratet. Ihr Sohn Sebastian schrieb die Familiengeschichte der Mendelssohns anhand zahlreicher Brief- und Tagebuchquellen seiner Mutter.

»Fanny Mendelssohn-Hensel: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Mai

Uraufführungen im Mai

»Alle Porträts«

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