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Carl Stamitz 270. Geburtstag


* 1745

8

Mai


* vor 274 Jahren
† vor 218 Jahren
08.05.15

Carl Stamitz war der älteste Sohn des Komponisten Johann Stamitz, der als Leiter der Mannheimer Hofkapelle den bahnbrechenden „Mannheimer Stil“ entwickelt hatte. Sein Sohn Carl war von 1762 bis 1770 zweiter Violinist der Hofkapelle und wird zur Zweiten Mannheimer Schule gerechnet. Geboren am 7. Mai 1745 in Mannheim, erhielt Carl von seinem Vater Unterricht in Geige und Cello. Nach dessen frühem Tod 1757 übernahmen Christian Cannabich, Ignaz Holzbauer und Franz Xaver Richter die musikalische Ausbildung Carl Philipps. 1770 zog Stamitz nach Paris, wurde Hofkomponist des Herzogs Louis de Noailles und lernte François-Joseph Gossec kennen. Ab 1772 wohnte er in Versailles, wo er seine erste Programmsinfonie La promenade royale komponierte. 1779 zog er nach Den Haag. Am Hofe von Wilhelm V. von Oranien gab er 28 Konzerte – bei einem davon saß der 12-jährige Ludwig van Beethoven am Fortepiano. In der Folgezeit ging Stamitz auf Reisen nach Straßburg, London, Sankt Petersburg, Augsburg, Nürnberg, Kassel, Lübeck, Magdeburg und Jena. 1786 wurde unter seiner Leitung in der Berliner Kathedrale Händels Messias aufgeführt. 1791 heiratete er Maria Josepha Pilz. Das Paar hatte vier Kinder, alle verstarben jedoch im Kindesalter. Ab 1794 leitete Stamitz die akademischen Konzerte in Jena. Im Januar 1801 starb seine Frau Maria Josepha, am 9. November desselben Jahres starb auch Carl Stamitz kurz vor einer geplanten Reise nach Sankt Petersburg. Nach seinem Tod wurde fast sein gesamter Besitz versteigert, um die hinterlassenen Schulden zu begleichen. Viele seiner Werke sind seitdem verschollen.

Carl Stamitz – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Juni 2013

CD der Woche am 03.06.2013

A. Gyrowetz

cpo 1 CD 777 770-2

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Diese Produktion entfaltet ihren Charme bereits im Titelbild und wahrt denselben bis in die letzten Takte der drei hier versammelten Streichquartette, die Adalbert Gyrowetz 1796 bzw. 1799 im Rahmen zweier größerer Druckwerke publizieren ließ. Wilhelm Steinfelds „Blick in das Donautal mit der Ruine [...]

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