Dirigentin Anja Bihlmaier debütiert beim Gürzenich-Orchester Köln
Veronika Eberle übernimmt den Solopart in Dvořáks Violinkonzert
Anja Bihlmaier gibt ihr Debüt beim Gürzenich-Orchester Köln. In den Konzerten »Am Puls« am 22., 23. und 24. Februar 2026 in der Kölner Philharmonie stehen György Ligetis Concert Românesc, Antonín Dvořáks Konzert für Violine und Orchester und Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 auf dem Programm. Anja Bihlmaier spannt mit ihrem ersten Konzert mit dem Gürzenich-Orchester einen eindrucksvollen Bogen von der musikalischen Moderne des 20. Jahrhunderts über die slawisch geprägte Romantik bis hin zum kraftvollen Optimismus der Wiener Klassik.Veronika Eberle übernimmt den Solopart in Dvořáks Violinkonzert.
Kontrastreiches Programm
Den Auftakt bildet György Ligetis Concert Românesc (1951), ein frühes Werk des späteren Avantgardisten, das tief in der rumänischen Volksmusik verwurzelt ist. In vier kontrastreichen Sätzen – vom lyrischen Andantino bis zum temperamentvollen Molto vivace – verbindet Ligeti folkloristische Melodik mit überraschender harmonischer Raffinesse und lässt bereits seinen unverwechselbare Stimmführung erkennen.
Im Zentrum des Abends steht Antonín Dvořáks Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53. Zwischen 1879 und 1883 entstanden, zählt es zu den bedeutendsten Violinkonzerten des Repertoires. Dvořák vereint darin virtuose Brillanz mit sanglicher Innigkeit und rhythmischer Vitalität. Besonders das Adagio ma non troppo berührt durch seine tiefe Ausdruckskraft, während das Finale mit tänzerischer Leichtigkeit und Temperament begeistert. Den Abschluss des Konzerts bildet Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36, ein Werk an der Schwelle zwischen Klassik und Romantik. Mit jugendlicher Energie, klarem Formbewusstsein und überraschendem Witz zeigt Beethoven hier bereits jene schöpferische Kühnheit, die sein späteres Schaffen prägen sollte. Vom schwungvollen Allegro con brio bis zum mitreißenden Finale entfaltet sich eine Sinfonie voller Optimismus und Vorwärtsdrang. Erstaunlich, da er während der Komposition von seinem drohenden Gehörverlust erfahren und eine tiefe persönliche Krise erlebte.
International gefragte Dirigentin
Anja Bihlmaier ist seit 2024 Erste Gastdirigentin des BBC Philharmonic Orchestra und hat sich mit ihren regelmäßigen Auftritten als feste Größe beiden BBC Proms etabliert. In der Saison 2025/26 führt sie ihre Residenz beim Beethovenfest Bonn fort und dirigiert das DSO Berlin, mit dem sie auch das Musikfest Berlin eröffnen wird. Außerdem debütiert sie beim London Symphony Orchestra, beim Orchestre Symphonique de Montréal und beim Orchestre National de Lyon. Wiedereinladungen führen Anja Bihlmaier zum Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, zum Helsinki Philharmonic Orchestra, zum Berliner Konzerthausorchester, zum Hongkong Philharmonic Orchestra sowie zu den Sinfonieorchestern von Sydney und Melbourne zurück. In der vergangenen Spielzeit gab sie ihr Debüt beim NDR Elbphilharmonie Orchester und den Münchner Philharmonikern.
