Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Gabriel Fauré 170. Geburtstag

12.05.15 (* vor 172 Jahren † vor 93 Jahren)

* 1845

12

Mai

Gabriel Fauré, der „französische Schumann“ wie er auch genannt wird, wurde als jüngster Sohn von sechs Kindern eines Schulleiters am 12. Mai 1845 in Pamiers geboren. Bereits mit zehn Jahren ging er nach Paris, um Kirchenmusiker zu werden. Dort war er von 1854 bis 1965 Schüler des zehn Jahre älteren Camille Saint-Saëns. Zwischen beiden entwickelte sich eine Freundschaft, die ein Leben lang hielt. 1866 wurde Fauré Organist in Rennes. Hier entstanden seine ersten Kompositionen. 1870 trat er eine Organistenstelle in Paris an. Für seinen Unterhalt schrieb er zusätzlich Kritiken im Figaro. Mit seiner ersten Sonate für Klavier und Violine (A-Dur op. 13, bis heute sein meistgespieltes Werk) bescheinigte ihm Camille Saint-Saëns, dass er sich damit in die Riege der Meister komponiert habe. 1877 wurde er Kapellmeister an der Madeleine, 1896 Kompositionsprofessor am Konservatorium, bis er 1905 in der Nachfolge von Jules Massenet Direktor des Konservatoriums und Mitglied der Akademie wurde. Dies rief einen handfesten Skandal hervor, da er dort nicht studiert hatte. Diese Stellung, die er bis 1920 innehatte, ermöglichte ihm freies Schaffen als Komponist. Zu seinen Schülern zählten Nadia Boulanger, George Enescu, Reynaldo Hahn, Charles Koechlin und Maurice Ravel, auf die er großen Einfluss ausübte. Ab 1903 war er schwer gehörleidend, später ertaubte er völlig. Fauré gehört zu den Nachfolgern César Francks. Sein Schaffen umfasst sämtliche Gebiete der Musik: die Opern Prométhé (1900) und Pénélope (1913), Schauspielmusik (u.a. zu Maeterlincks Pelleas und Melisande 1898), Orchesterwerke (Ballade für Klavier und Orchester 1881, Suite Bergamasque 1919), Kammermusik (u.a. die 2. Violinsonate e-Moll 1916, Quintette), Klavierkompositionen, Kirchenmusik (u.a. Requiem 1888/1899), Chorwerke (Die Geburt der Venus 1882) sowie zahlreiche Lieder, in denen er für Frankreich neue Wege einschlug. Er gilt gewissermaßen als Vorläufer des französischen Impressionismus. Gabriel Fauré starb am 4. November 1924 in Paris an einer Lungenentzündung.

Gabriel Fauré – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Dezember 2013

CD der Woche am 02.12.2013

Beata est Maria
Marc-Antoine Charpentier

Beata est Maria<br />Marc-Antoine Charpentier

Bestellen bei jpc

Längst vergangen sind die Zeiten, in denen manden Namen Marc-Antoine Charpentier nur aus einschlägigen Lexika und von seinem Œuvre einzig die trompetenhaltige Fanfare der „Eurovisions-Melodie" kannten. Zwar führt das Te Deum, zu dem das fröhliche Getöse gehörte, die Charpentieríschen Charts auch [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc
Film La Mélodie