Der Bassist Kurt Moll ist im Alter von 78 Jahren am 5. März verstorben. Er wurde in Buir bei Köln geboren und absolvierte sein Gesangstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. 1961 führte ihn ein erstes Engagement an das Stadttheater Aachen, es folgten das damalige Städtische Theater Mainz und die Städtischen Bühnen Wuppertal. 1970 wurde er an die Hamburger Staatsoper verpflichtet (Direktion: Rolf Liebermann). Im gleichen Jahr gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen als Sarastro. Seit 1972 gastierte Kurt Moll regelmäßig an den wichtigsten Opernhäusern Europas und Amerikas, wie den Staatsopern von Hamburg, München, Wien, Paris, der Mailänder Scala, Covent Garden in London, bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen, in San Francisco und Chicago sowie an der Met in New York. 1975 wurde Kurt Moll zum Hamburgischen, 1979 zum Bayrischen und 1993 zum Wiener Kammersänger ernannt. Sein Repertoire umfaßte alle großen Partien seines Fachs, wie u.a. Sarastro, Osmin, Marke, Pogner, Gurnemanz, Kaspar, Landgraf, Daland, König Heinrich, Ochs und andere, die er mit vielen großen Dirigenten (Karajan, Böhme, Bernstein, Kleiber, Sawallisch u.a.) und Regisseuren (Rennert, Ponnelle, Strehler, Schenk u.a.) erarbeitet und aufgeführt hat. Kurt Moll erhielt zahlreiche Kritiker- und Schallplattenpreise, war Träger des Bundesverdienstkreuzes und seit 1999 Träger des Bayerischen Verdienstordens. Neben der Oper widmet sich Kurt Moll intensiv dem Liedgesang. Er wurde zu Konzerten, Oratorien- und Liederabenden in alle Musikmetropolen eingeladen. Außerdem gibt es weit über 100 Schallplattenaufnahmen, Rundfunk-, Film-, und Fernseheinspielungen mit Kurt Moll. 1992 wurde er als Professor an die Hochschule für Musik in Köln berufen. An der Hamburgischen Staatsoper war Kurt Moll in 58 Partien und insgesamt 817 Vorstellungen zu erleben. Seine letzte Vorstellung gab er am 16. März 2005 als Daland in Richard Wagners Der Fliegende Holländer.
»Kurt Moll: Biographie und Einspielungen«
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