Kazuki Yamada erhält wichtigen nationalen Kulturpreis in Japan
Auszeichnung für seine Programmgestaltung und internationale Dirigententätigkeit
Am 2. März wurde bekannt gegeben, dass der Dirigent Kazuki Yamada mit dem Kunstförderpreis im Bereich Musik (2025) des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie ausgezeichnet wurde. Die Kunstförderpreise werden jährlich von der japanischen Kulturbehörde an Persönlichkeiten verliehen, die in verschiedenen künstlerischen Bereichen – sowohl im Inland als auch international – herausragende Leistungen erbracht oder neue Horizonte eröffnet haben. Mit der Verleihung des Ministerpreises sollen künstlerische Aktivitäten in Japan gefördert und unterstützt werden.
Künstlerische Präsenz und internationale Tätigkeit
Kazuki Yamada erhielt den Ministerpreis für seine überwältigende künstlerische Präsenz und seine eigenständige Programmgestaltung in Japan sowie für seine internationale Tätigkeit von seinem derzeitigen Wirkungsort aus. Besonders gewürdigt wurden seine musikalischen Leistungen und seine bemerkenswerte künstlerische Dynamik, darunter seine Mendelssohn-Aufführungen mit vier Orchestern in Osaka und dem Philharmonic Chorus of Tokyo sowie sein Abonnementkonzert mit dem Japan Philharmonic Orchestra im November.
Kazuki Yamada:
Ich fühle mich zutiefst geehrt und bin zugleich demütig, eine so bedeutende Auszeichnung zu erhalten. Es ist beinahe zehn Jahre her, dass ich im gleichen Rahmen mit dem Nachwuchskünstlerpreis geehrt wurde, und diese erneute Auszeichnung lässt mich auf die vielen Erfahrungen des vergangenen Jahrzehnts zurückblicken.
In meiner Jugend stellte ich mir vor, dass sich mir die Geheimnisse des ‚Dirigierens‘ mit zunehmendem Alter nach und nach erschließen würden. In Wirklichkeit ist jedoch das Gegenteil eingetreten – das Geheimnis ist nur noch größer geworden. Als einziger Ausführender, der selbst keinen Klang hervorbringt, ist der Dirigent vielleicht dazu bestimmt, fortwährend über eine ‚Frage ohne Antwort‘ nachzudenken.
Gleichzeitig empfinde ich ein großes Glück darin, dieser Frage immer weiter nachzugehen. Dieses Glück wächst dank der Orchester, der zahlreichen Musikerinnen und Musiker, mit denen ich zusammenarbeite, und der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich betrachte diese Auszeichnung nicht als meine persönliche, sondern als eine, die ich mit all meinen Kolleginnen und Kollegen teile. Ich hoffe, diese Ehrung als Inspiration für meine zukünftige musikalische Arbeit mitnehmen zu können.“
