Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Wilhelm Kienzl 160. Geburtstag

17.01.17 (* vor 160 Jahren † vor 76 Jahren)

* 1857

17

Januar

Ähnlich wie bei Engelbert Humperdinck oder Max Bruch bringt man Wilhelm Kienzl hauptsächlich mit einem Werk in Verbindung: Dem Evangelienmann. Wilhelm Kienzl ist einer der bedeutendsten romantischen Opernkomponisten in der Nachfolge von Richard Wagner. Er wurde am 17. Januar 1857 in Waizenkirchen, Oberösterreich, geboren. Als er drei Jahre alt war, zog die Familie nach Graz. Er erhielt schon früh Violin- und Klavierunterricht und studierte ab 1874 in Wien Komposition. 1876 setzte er das Studium in Prag fort und schließlich 1877 in Leipzig und Weimar. Seit dieser Zeit begann er, die Bayreuther Festspiele zu besuchen und blieb zeitlebens ein Bewunderer der Musik Wagner, so dass er sogar den „Grazer Richard-Wagner-Verein“ gründete, die heutige „Österreichische Richard-Wagner-Gesellschaft“. Er promovierte und reiste ab 1879 als Pianist und Dirigent durch ganz Europa. 1883 wurde er Direktor der Deutschen Oper in Amsterdam, kehrte jedoch bald nach Graz zurück und übernahm 1886 die Leitung des Steiermärkischen Musikvereins sowie Aufgaben am Konservatorium. Für die Spielzeit 1890-91 wurde er als Kapellmeister am Stadt-Theater in Hamburg verpflichtet, aber bereits im Januar 1891 wegen schlechter Kritiken wieder entlassen (sein Nachfolger war Gustav Mahler), das Gleiche widerfuhr ihm in München. 1894 schrieb er seine dritte Oper Der Evangelimann, mit der er sich nachhaltig einen Namen machte. Seine anderen Opern waren nicht annähernd so erfolgreich. 1920 komponierte er die Melodie zu einem von Dr. Karl Renner geschriebenen Gedicht Deutschösterreich, du herrliches Land, welches bis 1929 als inoffizielle Nationalhymne der Ersten Österreichischen Republik galt. Den Entwicklungen der modernen Musik nach der Jahrhundertwende wollte er nicht mehr folgen, so dass er ab 1926 keine großen Werke mehr schrieb. 1936 gab er das Komponieren aus Krankheitsgründen ganz auf. Neben dem Evangelimann findet in den letzten Jahren auch sein umfangreiches Liedschaffen wieder Beachtung. 1926 veröffentlichte er in Stuttgart eine Selbstbiographie „Meine Lebenswanderung“. Im Jahr 1937 erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien. Seine Lebenswanderung endete am 3. Oktober 1841 in Wien. Neben zahlreichen Opern hinterließ Kienzl auch Melodramen, Orchesterwerke, Kammermusik, Klavierwerke sowie eine stattliche Anzahl Lieder. Anlässlich seines 160. Geburtstags sei heute an ihn erinnert.

Wilhelm Kienzl – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2012

CD der Woche am 01.10.2012

Harald Genzmer
Musik für Flöte, Viola und Harfe

Harald Genzmer<br />Musik für Flöte, Viola und Harfe

Bestellen bei jpc

Es gibt kaum eine Besetzung, für die Harald Genzmer (1909-2007) keine Kompositionen hinterlassen hat. Seine besondere Liebe aber galt den Blasinstrumenten, allen voran der Flöte, die in der hier vorliegenden „exemplarischen Auswahl von Genzmers Kammermusik ohne Klavier" (Malte Krasting im [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Neue CD-Besprechungen

Giacomo Puccini
François Campion
Felix Mendelssohn Bartholdy
Colors
Carlo Graziani

Interpreten heute

  • Armoniosa
  • Stefano Cerrato

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Thorofon

... und sie dreht sich doch!
Auf dem Meer der Lust in hellen Flammen
Erich J. Wolff
Pervez Mody plays Scriabin Vol. 5

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

transcendental journey
Max Reger
Hyperion 1 CD CDA67176
hänssler CLASSIC 1 CD 92.108
Luisa Imorde • Zirkustänze
Nino Rota

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

39641

Interpreten
• 242 Kurzbiographien
• 1099 tabellarische Biographien

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc