Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Interpreten: Aktuelle Infos

Peter Dvorský 75. Geburtstag

slowak. Opernsänger,Tenor


Der slowakische Opernsänger Peter Dvorský gehört zu den weltbesten Tenören seiner Generation. Er wurde auch als „Pavarotti aus der Slowakei“ bezeichnet und wurde offiziell zu den vier besten Tenören der Welt neben Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras gezählt. Pavarotti selbst bezeichnet ihn als seinen „legitimen Nachfolger“. Peter Dvorský wurde am 25. September 1951 in Partizánske geboren. Von 1969 bis 1973 studierte er Gesang am Konservatorium in Bratislava bei Ida Černecká. Er galt als außergewöhnliches Talent und wurde bereits als Student 1972 in der Oper des Slowakischen Nationaltheaters engagiert. Seinen ersten Erfolg hatte er hier in der Rolle des Lensky in Tschaikowskys Oper Eugen Onegin. 1973 gewann Peter Dvorský den nationalen Gesangswettbewerb von Mikuláš Schneider-Trnavský in Trnava, 1974 den ersten Preis beim internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und 1975 den ersten Platz im Gesangswettbewerb beim Genfer Internationalen Musikwettbewerb. Dies brachte ihm ein einjähriges Engagement an der Mailänder Scala ein (1975–1976). Im Anschluss daran hatte er Engagements bei den bedeutendsten Opernbühnen im Ausland wie dem Bolschoi-Theater in Moskau, der Wiener Staatsoper, dem Covent Garden in London und dem Florence Opera Theatre. 1977 trat er an der Metropolitan Opera in New York in der Rolle des Alfred Germont in La Traviata in Erscheinung. Er sang den Rodolfo in Puccinis La bohème an der Scala, in der Arena in Verona, in München (1984) und an der Metropolitan Opera in New York (1987). Für seine Darstellung des Ondrej in Suchoňs Oper Krútňava erhielt er 1999 die Auszeichnung des Kulturministers der Slowakischen Republik. Gegen Ende seiner aktiven Sängerkarriere begann Peter Dvorský, sich als Mentor und Leiter mehrerer Musikfestivals und Ensembles zu engagieren. Ab 1990 war er Schirmherr eines landesweiten Kindergesangswettbewerbs für Volkslieder unter dem Namen Nachtigall der Slowakei. Ab 1999 organisierte Dvorský das Petr Dvorský International Festival in der tschechischen Stadt Jaroměřice nad Rokytnou. 2001 wurde er Vorsitzender der Jury des Internationalen Gesangswettbewerbs Antonín Dvořák in Karlsbad und seit 2007 leitete er die jährlichen Peter Dvorský Master Singing Courses in Piešťany, die Teil des Piešťany Festivals sind. Von Januar 2006 bis Juni 2010 arbeitete Dvorský als künstlerischer Leiter und später als Leiter der Oper des Staatstheaters in Košice. Von Juni 2010 bis Juli 2012 war er Direktor des Slowakischen Nationaltheaters. Dvorský betätigte sich auch politisch und kandidierte 1998 bei den Parlamentswahlen für die Partei des Bürgerlichen Verstehens für das Amt des Nationalrats der Slowakischen Republik. Als einer von 13 aus der SOP wurde er in diese Position gewählt und in den Jahren 1998–2002 Abgeordneter. 2011 wurde Dvorský der erste Ehrenbürger der Stadt Partizánske. Im April 2013 wurde er vom Ministerium für Auswärtige und europäische Angelegenheiten der Slowakischen Republik zum Direktor des Slowakischen Instituts in Rom ernannt. Diese Position bekleidete er bis 2018. Dvorský erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Er war unter anderem Nationalkünstler und Staatspreisträger der ČSSR und wurde 1987 zum Kammersänger der Wiener Staatsoper ernannt. Im Jahr 1998 wurde er UNICEF-Botschafter der Slowakei. Im Jahr 2012 erhielt er den CENTROPE-Preis für den Kinder-Songwettbewerb "Slávik Slovenska" (Nachtigall der Slowakei). 2013 erhielt er den Enrico Caruso Award (Italien), Museo Enrico Caruso Association, und war damit der erste ausländische Künstler, dem diese Auszeichnung zuteil wurde. 2018 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst für außergewöhnliche Verdienste im Bereich Kunst und Wissenschaft verliehen. Anlässlich seines 70 Geburtstages fand am 25. September 2021 im neuen Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters ein Galakonzert Peter Dvorský 70 statt, das von der Oper des Slowakischen Nationaltheaters organisiert worden war. Peter Dvorský lebt seit seinem fünfzehnten Lebensjahr mit seiner Familie überwiegend in Bratislava. Er hat vier Brüder, von denen drei ebenfalls Sänger sind.

Die besten Besprechungen mit Peter Dvorský

»Peter Dvorský: Biographie und Einspielungen«

<!--4DINCLUDE /inc_anzeige2.html--> : Das Dokument konnte nicht geöffnet werden.

Sir John Tomlinson 80. Geburtstag

brit. Sänger, Bass


Als einer der bedeutendsten Wagner-Sänger seiner Zeit war der englische Bass Sir John Tomlinson fast 20 Jahre lang bei den Festspielen auf dem Grünen Hügel zu hören. Dabei hatte er eine Sängerkarriere ursprünglich gar nicht geplant. Er wurde am 22. September 1946 in Accrington, Lancashire, geboren und wuchs in einem sehr musikalischen Umfeld auf. Regelmäßig versammelte sich die Familie zu Hause um das Klavier zum gemeinsamen Singen, viele seiner Freunde und Bekannten aus Lacashire waren Sänger, Dirigenten, Organisten und Pianisten – aber alles spielte sich im Amateurbereich ab. So absolvierte Tomlinson zunächst auch ein Ingenieursstudium an der Universität Manchester. Schon als Teenager wurde ihm immer wieder bestätigt, dass er eine kräftige Stimme habe. Mit 21 Jahren, nach dem Abschluss des Studiums, entschloss er sich, Unterricht zu nehmen und eine professionelle Laufbahn als Sänger einzuschlagen. Er erhielt ein Stipendium und durfte am Royal College of Music Manchester Gesang studieren. Anschließend ging er nach London, um sich bei Otakar Kraus stimmlich noch weiter auszubilden. Seine ersten Engagements erhielt er an der English Natioanl Opera und am Royal Opera House. Tomlinson konnte sich rasch durchsetzen und trat in den Folgejahren an den führenden Opernhäusern in aller Welt auf, angefangen von der New Yorker Met über das Teatro alla Scala in Mailand, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, die Semperoper Dresden, die Bayerische Staatsoper München, die Wiener Staatsoper, das Grand Théâtre de Genève bis zur Opéra national de Paris und anderen. Auch zu renommierten Festivals wie dem Festival d’Aix-en-Provence, den Münchner Opernfestspielen oder dem Glyndebourne Festival wurde er gerne eingeladen und sang neben Wagner-Rollen alle wichtigen Bass-Partien des Opernrepertoires. Zusammen mit Della Jones trat er 1993 auch bei The Last Night of the Proms auf. Sein Wirken ist auf zahlreichen Aufnahmen und Einspielungen bestens dokumentiert. 1997 wurde Tomlinson als Commander of the Order of the British Empire geehrt, 2005 wurde er anlässlich der Queen’s Birthday Honours zum Ritter geschlagen. 1991, 1998 und 2007 erhielt er jeweils den Royal Philharmonic Society Music Award für Sänger, 2014 die Gold Medal.

Die besten Besprechungen mit John Tomlinson

»John Tomlinson: Biographie und Einspielungen«

Isaac Stern 25. Todestag

US-amer. Geiger


Vor fünfundzwanzig Jahren, am 22. September 2001 starb in New York einer der berühmtesten Geiger unserer Zeit, Isaac Stern. Geboren am 21. Juli 1920 in der Ukraine, übersiedelte seine Familie 1921 in die USA wo Isaak Stern seine Ausbildung erhielt. Zunächst nahm er Klavierunterricht, wechselte aber bald zur Geige und wurde u.a. von Louis Persinger unterrichtet, zu dessen Schülern auch Yehudi Menuhin gehörte. Sein Orchesterdebüt gab Stern im Alter von 11 Jahren mit dem San Francisco Symphony Orchestra unter der Leitung von Pierre Monteux. Neben seiner Solistentätigkeit war Isaac Stern ein engagierter Kammermusiker und trat mit dem Pianisten Eugene Istomin und dem Cellisten Leonard Rose auf. Sein Interesse für zeitgenössische Komponisten führte zu zahlreichen Uraufführungen und Werken, die ihm gewidmet waren, darunter Kompositionen von Leonard Bernstein, Peter Maxwell Davies, Henri Dutilleux, George Rochberg und William Schumann. Auch als Pädagoge hatte Isaac Stern großen Einfluss auf nachfolgende Generationen. Im Gegensatz zu Yehudi Menuhin wollte Stern nach 1945 nicht in Deutschland aufzutreten, da Familienmitglieder während der Herrschaft der Nationalsozialisten ermordet wurden. Im April 1999 kam Stern dennoch und hielt in Köln einen Kammermusikkurs ab. „Es ist nicht sehr menschlich, den Leuten nicht eine Chance zur Veränderung zu geben“, erklärte Stern. „Mit meinem Besuch vergebe ich nichts.“ Sein musikalisches Vermächtnis ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert.

Die besten Besprechungen mit Isaac Stern

»Isaac Stern: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im September

Uraufführungen im September

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige