Kevin John Edusei ist ein Shootingstar der jüngeren Generation unter den Dirigenten. Erstmals international aufmerksam machte er auf sich mit dem ersten Preis beim „Dimitris Mitropoulos Dirigentenwettbewerb“ im Jahr 2008. Es folgten Einladungen als Gastdirigent u.a. bei den St. Petersburger Philharmonikern, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Residentie Orkest Den Haag, den Hamburger Symphonikern, der Deutschen Staatsphilharmonie, den Düsseldorfer Symphonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Wiener Kammerorchester und dem Ensemble Modern Frankfurt. In der Spielzeit 2008/09 debütierte er mit Mozarts Die Entführung aus dem Serail an der Sächsischen Staatsoper Dresden und übernahm im Februar 2010 kurzfristig die Wiederaufnahme von Paul Hindemiths Cardillac. In der Saison 2012/13 debütierte er mit der Zauberflöte an der Volksoper Wien. Bereits von 2004 bis 2011 war er als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD an den Theatern Bielefeld und Augsburg tätig. Als einer der drei Gewinner des von Pierre Boulez und Peter Eötvös initiierten Dirigentenwettbewerbs dirigierte er beim Lucerne Festival 2007 Karlheinz Stockhausens opus magnum Gruppen für drei Orchester. Im Rahmen des Dirigentenforums wurde er auch vom Deutschen Musikrat gefördert und in die Künstlerliste „Maestros von morgen“ aufgenommen. Außerdem war er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie und der von der Deutschen Bank getragenen Akademie Musiktheater heute. Er studierte Dirigieren, Tonmeister und Klassisches Schlagzeug an der Universität der Künste Berlin sowie an der Königlichen Musikhochschule Den Haag. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist er Chefdirigent der Münchner Symphoniker, seit 2015/2016 auch am Konzert Theater Bern. Im April dieses Jahres gab er sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. Am 5. August feiert der 1976 in Bielefeld geborene Dirigent seinen 40. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch.
Vor 20 Jahren, am 3. August 2006, starb die Sopranistin Elisabeth Schwarzkopf im Alter von 91 Jahren. Nur wenige Sängerinnen des 20. Jahrhunderts können auf eine vergleichbare Karrieren zurückblicken wie Elisabeth Schwarzkopf. Sie hat mit einer Repertoire-Bandbreite, die vom Lied bis zur Oper und Operette reichte, Musikgeschichte geschrieben. Durch ihre Ehe und langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit dem legendären Produzenten Walter Legge ist der Name Elisabeth Schwarzkopf untrennbar mit dem Repertoire und der Geschichte des Labels EMI Classics verbunden, dessen Backkatalog noch immer unzählige ihrer Aufnahmen umfasst.
Elisabeth Schwarzkopf wurde am 9. Dezember 1915 in Jarotschin bei Pozñan (Posen) geboren, studierte Gesang an der Berliner Musikhochschule und gab 1938 am Deutschen Opernhaus Berlin ihr Debüt. Der Durchbruch kam mit Karl Böhms Einladung an die Wiener Staatsoper. Anfangs vor allem im italienischen Fach erfolgreich, feierte sie bald auch Erfolge mit Richard-Strauss-Partien – insbesondere als Marschallin (Rosenkavalier) und Gräfin (Capriccio). 1971 zog sie sich von der Opernbühne zurück und beschränkte sich auf die Kunst des Liedgesangs und später auf das Unterrichten. Ddas Repertoire der fast vier Jahrzehnte ulangen aktive Karriere, die Elisabeth Schwarzkopf möglich war, ist zum großen Teil auf CD zugänglich. Ihren Bühnenabschied gab Elisabeth Schwarzkopf 1979 bei einem Konzert in Zürich und wirkte anschließend noch viele Jahre als Gesangspädagogin. 1982 veröffentlichte sie das Buch "Gehörtes, Ungehörtes, Memoiren", in dem sie ihren Werdegang als Sängerin und ihre Sicht auf das von ihr aufgführte Repertoire schildert.
Die besten Besprechungen mit Elisabeth Schwarzkopf
Am 1. August ist der 100. Geburtstag des berühmten Baßbaritons Theo Adam. Er wurde 1926 in Dresden geboren und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores bevor er 1949 sein Solistendebüt in seiner Heimatstadt gab. Bereits 1952 wurde er an die Berliner Staatsoper Unter den Linden engagiert und debütierte im gleichen Jahr bei den Bayreuther Festspielen, wo er bis Ende der siebziger Jahre alle großen Rollen seines Fachs sang. Daneben war er ein gefragter Bach-Interpret, dessen internationale Karriere sich ab 1963 stetig entwickelte, als er an der New Yorker Met als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) debütierte - es folgten Engagements an allen großen Bühnen (u.a. in London, Salzburg, Wien, München). Auch als Regisseur hat sich Theo Adam betätigt (Eugen Onegin, Le Nozze di Figaro) und die Erfahrungen seines langen künstlerischen Wirkens in seiner Autobiographie "Seht, hier ist Tinte, Feder und Papier. Aus der Werkstatt eines Sängers" (Berlin 1980) veröffentlicht. Seine Schallplattenfirma Berlin Classics widmete dem Sänger anlässlich seines 80. Geburtstages zwei CDs: Mozart-Arien mit der Staatskapelle Dresden unter Otmar Suitner (13762 BC) sowie eine exklusive Zusammenstellung von Bach-Arien und Duetten aus Kantaten, Passionen und Oratorien, die den beeindruckenden Bach-Interpeten zusammen mit berühmten Kolleginnen und Kollegen sowie dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitunger von Rudolf Mauersberger u.a. zeigen (13772 BC). Theo Adam starb am 10. Januar 2019 in Dresden.
Am 29. Juli 2016 hätte der Dirigent und Chorleiter Enoch zu Guttenberg seinen 80. Geburtstag gefeiert. Nach seinem Studium in München und Salzburg übernahm er 1967 mit 21 Jahren die Chorgemeinschaft Neubeuern und 1997 die Leitung des projektbezogenen Orchesters KlangVerwaltung. Mit beiden Ensembles hat er in Europa, Asien und den USA konzertiert. Als Gastdirigent großer Orchester, darunter die Staatskapelle Berlin, die Bamberger Symphoniker, das NDR Sinfonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken, das MDR Sinfonieorchester und das Nouvelle Orchestre Philharmonique Paris, hat er sich mit Werken des Barock, der Wiener Klassik, aus Romantik und Spätromantik sowie mit Kompositionen des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Ab 2000 war Guttenberg Intendant der Herrenchiemsee Festspiele, 2009 gastierte er in China mit Konzerten im Rahmen des Hongkong Music Festivals und des Beijing Music Festivals, 2012 in der Kirche St. Martin in the Fields in London. Ein Höhepunkt im Konzertjahr 2010 war die Aufführung von Verdis "Messa da Requiem" zu Ehren von Papst Benedikt XVI im Vatikan.
Am 29. Juli 2026 feiert der im litauischen Vilnius geborene Cellist und Dirigent David Geringas seinen 80. Geburtstag. Er begann seine Studien ab 1963 am Moskauer Konservatorium und kam eher zufällig in die Klasse von Mstislav Rostropowitsch. 1970 gewann der den Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb und übersiedelte 1976 zusammen mit seiner Frau, der Pianistin Tatjana Schatz, nach Hamburg, wo er mehrere Jahre die Position des ersten Solo-Cellisten im NDR Sinfonieokrchester einnimmt. Ab 1977 beginnt er eine intensive Lehrtätigkeit, zunächst in Hamburg, später in Lübeck und ab 2000 an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Zu seinen Schüler gehörten u.a. Peter Maintz, Gustav Rivinius, Wolfgang Emanuel Schmidt, Sol Gabetta und Johannes Moser. Als Solist und Kammermusiker ist David Geringas mit berühmten Dirigenten und Orchestern in der ganzen Welt aufgetreten und hat zahlreiche Tonträger eingespielt. Aus Anlass seines 70. Geburtstag veröffentlichte das Label Es-Dur eine CD mit Sonaten für Cello und Klavier, die der Künstler zusammen mit seiner Frau eingespielt hat.