Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

Carl Loewe 220. Geburtstag

30.11.16 (* vor 221 Jahren † vor 148 Jahren)

* 1796

30

November

Der Name des deutschen Komponisten Carl Loewe ist untrennbar verbunden mit der musikalischen deutschen Ballade: Seine Kompositionen bilden den unübertroffenen Höhepunkt dieser musikalischen Form. Geboren wurde Loewe als zwölftes Kind des Kantors Andreas Loewe und seiner Frau Marie vor 220 Jahren am 20. November 1796 in Löbejün bei Halle. Er sang von 1807 bis 1809 im Köthener Knabenchor und durfte danach dank eines Stipendiums auf die Lateinschule in Halle gehen. Dort erhielt er Kompositionsunterricht bei Daniel Gottlob Türk und wurde auch von Johann Friedrich Reichardt gefördert. 1817 schrieb er sich an der Universität Halle für Evangelische Theologie ein. Er war ein hervorragender Tenor und wirkte als Solist bei den Aufführungen der Halleschen Singakademie unter Johann Friedrich Naue mit. In dieser Zeit entstanden fast fünfzig Balladenkompositionen. Nach dem Theologiestudium legte er 1820 in Berlin bei Carl Friedrich Zelter die Prüfung zum Kirchen- und Schulmusiker ab, die er mit Auszeichnung bestand. Er erhielt eine Anstellung in Stettin als Kantor und Organist an der Jakobikirche und zugleich als Gymnasiallehrer und städtischer Musikdirektor. Diese Ämter bekleidete er 46 Jahre lang und gründete während dieser Zeit den Pommerschen Chorverband, mit dem er zahlreiche Musikfeste veranstaltete. Loewe hatte einen guten Ruf sowohl als Dirigent, als Pianist wie auch als Konzertsänger. Er wurde Ehrendoktor der Universität Greifswald und 1837 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. 1857 legte er die Leitung der Musikfeste nieder. Nach einem schweren Schlaganfall, von dem er sich 1864 wieder erholt hatte, musste er 1866 seine Ämter niederlegen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bei seiner ältesten Tochter Julie in Kiel. Diese bemühte sich, die Werke ihres Vaters der Nachwelt zu erhalten. Loewes Bedeutung liegt weniger in seinen Oratorien (Die Siebenschläfer, 1833), Kantaten, Opern und Kammermusikwerken als vielmehr in seinen Balladenkompositionen. Diese stellen durch seine Charakterisierungskunst den Höhepunkt dieser Gattung dar (Edward, Erlkönig op. 1, 1818, Herr Oluf, Der Zauberlehrling, Heinrich der Vogler, Fridericus Rex, Die Glocken zu Speyer, Prinz Eugen, Archibald Douglas, Der Nöck, Tom der Reimer). Das Geisterhafte, Unheimliche gelang ihm besonders gut, aber auch im Heiteren und Launigen ist er Meister. Seine Balladen sind musikdramatische Szenen, die von dem Sänger neben stimmlichen Mitteln viel Vortragskunst erfordern. Sechs Jahre vor Robert Schumann hat Loewe den Gedichtzyklus Frauenliebe und -leben von Adelbert von Chamisso vertont (1834). Seine Oratorien, Opern und Kammermusikwerke sind dagegen in Vergessenheit geraten. Carl Loewe starb am 20. April 1869 in Kiel.

Carl Loewe – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2011

CD der Woche am 31.10.2011

Bach Johann Sebastian: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Raumklang 1 CD RK 3004

Bestellen bei jpc

Von der frühen Kindheit bis ans Ende seines Lebens zeigte Bach ein ausgeprägtes Interesse für die systematische, wissenschaftliche Seite seines Berufs. Die systematische Durchdringung in der Komposition seiner musikalischen Einfälle durchzieht sein gesamtes schöpferisches Leben. Dabei machte er [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Referenz-Aufnahmen

aus dem Themenbereich
Klavier Solo

Friedrich Gulda<br />Klavierabend 1959
Warner Classics 3 CD 2564 61940-2
Béla Bartók
Brahms<br />The Complete Works for Solo Piano Vol. 3
Kaleidos 2 CD KAL 6311-2

Neue CD-Veröffentlichungen

Richard Heuberger
A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Ambiente

Mischa Meyer, Violoncello
Hugo Distler
Naji Hakim<br />Orgelwerke / Organ Works
Anton Heiller

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Giovanni Battista Pergolesi
Chandos 1 CD CHAN 9912
Hyperion 1 CD CDA67433
Warner Classics 1 CD 2564 61255-2
Hungaroton 1 DVD-Video HDVD 32371
Haochen Zhang

 

Weitere 52 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

0

Festivals

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc