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UA 1842
20
Oktober
vor 184 Jahren
in Dresden
Zwei Opern, Die Feen und Das Liebesverbot, hatte Wagner bereits komponiert, als er sich 1838 entschloss, eine große Oper nach dem Vorbild der französischen Grand Opéra zu schreiben. Die Feen erlebten ihre Uraufführung allerdings erst nach Wagners Tod 1888 in München, Das Liebesverbot konnte Wagner 1836 einmal in Magdeburg aufführen, jedoch ohne Erfolg. Mit den Bedingungen als Kapellmeister in Riga unzufrieden, wollte er sein Glück mit einer großen Oper versuchen. Die beiden ersten Akte vertonte er noch in Riga, vollendet wurde das Werk 1840 in Paris. Wie bei allen seinen Opern hatte er das Libretto selbst verfasst. Die Uraufführung am 20. Oktober 1842 am Königlichen Hoftheater in Dresden bescherte Wagner einen triumphalen Erfolg, der ihn nicht nur schlagartig berühmt machte, sondern ihm auch die Stellung eines sächsischen Hofkapellmeisters verschaffte. Dies verlieh ihm mehr Freiheit und regte ihn zu weiterem Schaffen an. Rienzi, der letzte der Tribunen erfüllt alle Voraussetzungen einer großen Oper, wie sie durch Auber, Meyerbeer und vor allem Spontini zur damaligen Zeit repräsentiert wurde. Der Held, der päpstliche Notar Cola di Rienzi (1313-1354), ist eine historische Figur, der im Jahre 1347 durch einen Handstreich Rom zur Republik machte, aber von seinen Anhängern verlassen und ermordet wurde. Die historische Grundlage, die eingeflochtene Liebesgeschichte, die Einteilung in fünf Akte, die Bevorzugung von großen Aufzügen und Massenszenen, alle diese Merkmale der Großen Oper jener Zeit finden sich wieder und auch musikalisch wandelt Wagner auf den Spuren der Meister jener Epoche. Während Wagner selbst seinen Rienzi später als „Jugendsünde“ und „Schreihals“ bezeichnete, weil er mit Chor- und Massenszenen überladen und aufdringlich instrumentiert ist, zeigt die Oper doch schon wesentliche Züge wie sie später für den Personalstil Wagners charakteristisch sind, u.a. starke Kontrastwirkungen und seine Begabung, Themen und Motive zu erfinden, die in Ohr bleiben. Der Höhepunkt in der Oper ist die großangelegte Schlachtszene des 3. Aktes. Einst sehr beliebte Glanzstücke des Werkes sind auch der Chor der Friedensboten und der Huldigungsmarsch im 2. Akt, der Schlachthymnus Sancto spirito cavaliere im 3. Akt, Rienzis Noch gibt’s ein Rom im 4. Akt, sein Gebet im 5. Akt und die Ouvertüre.
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