Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzportäts

Charles Hubert Hastings Parry 100. Todestag

07.10.18 (* vor 171 Jahren † vor 101 Jahren)

† 1918

7

Oktober

Nach dem Tod Henry Purcells ist es still um die englische Musik geworden. Fast zweihundert Jahre hat es gedauert, bis ein Komponist sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt hat. Dieser Komponist war Sir Charles Hubert Parry, der vor 170 Jahren, am 27. Februar 1848 in Bournemouth geboren wurde. Parry wuchs in einer wohlhabenden Familie der englischen Oberschicht auf. Sein Großvater war Direktor der East India Company. Daher genoss Charles Hubert eine Ausbildung an den besten Schulen des Landes, dem Eton College, an der St. George's Chapel in Windsor und noch während seiner Schulzeit erhielt er den Bachelor für Musik in Oxford. Nicht nur auf Drängen seines Vaters arbeitete er nach dem Studium zunächst bei der Londoner Versicherung Lloyd's of London, sondern auch weil seine Frau Maude, die er nach dem Schulabschluss geheiratet hatte, sehr kränklich war und mehrere Kuraufenthalte im Ausland benötigte. So konnte er den Lebensunterhalt sichern, allerdings behinderte dies sein Fortkommen als Komponist sehr. In den 1870er und 80er Jahren verfasste er Beiträge zu George Groves Dictionary of Music and Musicians, 1883 wurde er Professor für Komposition und Musikgeschichte am Royal College of Music in London, das von George Grove geleitet wurde. 1895 wurde Parry Groves Nachfolger in dieser Position, die er bis zu seinem Lebensende innehatte. 1900 übernahm Parry zusätzlich eine Professur an der Universität von Oxford. Er veröffentlichte zahlreiche musikwissenschaftliche Bücher, u.a. Studies of Great Composers (1886), Style in Musical Art (1900), einen Band über die Musik des 17. Jahrhunderts innerhalb der Oxford History of Music (1902) sowie eine Bach-Biographie (1909). Nachdem er schon zuvor als Komponist in Erscheinung getreten war, konnte Parry 1887 mit der Ode für Chor und Orchester Blest Pair of Sirens seinen Ruf als einer der führenden Komponisten Englands festigen. Einen Großteil seines Schaffens bilden Chorwerke, die für die englischen Chormusik-Festivals entstanden wie die Oratorien Judith (1888), Job (1892) und King Soul (1894). Große Popularität erreichte das 1916 komponierte Chorlied Jerusalem nach William Blake, das ähnlich wie Elgars Land of Hope and Glory zu einer Art zweiter Nationalhymne wurde. Parry hinterließ aber auch fünf Sinfonien, Symphonic Variations (1897) und eine Elegy for Brahms (1897). Seine beträchtlichen akademischen Verpflichtungen hinderten Parry jedoch daran, sich stärker dem Komponieren zu widmen. Dennoch wurde er von vielen Zeitgenossen als der bedeutendste englische Komponist seit Henry Purcell angesehen. Zu seinen Studenten am Royal College zählen Ralph Vaughan Williams, Gustav Holst, Frank Bridge und John Ireland. Charles Hubert Parry wurde 1898 in den Adelsstand erhoben. Er starb am 7. Oktober 1918 in Knight's Croft, Rustington, Sussex.

Charles Hubert Hastings Parry – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Februar 2013

CD der Woche am 18.02.2013

Leoš Janáček Pianoworks

Danae Dörken

Leoš Janáček<br />Pianoworks

Bestellen bei jpc

Was tun, wenn man von der Musik allein nicht nur vollkommen gefangen genommen wird, sondern wenn einem deren Interpretation geradezu den Boden unter den Füßen wegzieht? So ergeht es mir mit diesem außergewöhnlichen CD-Debüt einer jungen, aus Wuppertal stammenden Pianistin. Um nichts Prunk- oder [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Konzert von Michala Petri mit UA von Zahnhausens "Recordare"

Preisträgerkonzert mit Michala Petri und UA von Markus Zahnhausens "Recordare" in Aalborg

Der bessere "Opus-Klassik" – früher"Echo-Klassik" – wird als „P2 Prisen“ vom Klassikkanal P2 des Dänischen Radios vergeben. Man wirkt dort der Häppchenkultur dadurch entgegen, dass dem „Künstler des Jahres“ ein halbes Konzertabend zur Verfügung steht. Als „Künstlerin des Jahres 2019“ wurde Michala Petri – sowohl aus Anlass ihres 50. Podiumsjubiläums als auch als Hommage zu ihrem 60. Geburstag – am 14.2.2019 ausgezeichnet.

→ weiter...

Neue CD-Besprechungen

Hommage à Kurt Redel (1918 - 2013) - Live
Emil Nikolaus von Reznicek
Fauré
Ignaz von Beecke
Robin Hoffmann

Interpreten heute

  • Miklós Spányi

Neue CD-Veröffentlichungen

Konzert-Raritäten aus dem Pleyel-Museum vol. 18
Ferdinand Ries
Piano Duo Adrienne Soós & Ivo Haag
Paul Graener

CD der Woche

Julian Anderson

Julian Anderson

Mit James MacMillan (Jg. 1959) und Julian Anderson (Jg. 1967) gibt es derzeit zwei britische Komponisten, die zweifellos ebenso herausragende Größen ...

Thema Salonmusik

ALLES WALZER ! ... oder was ?
Fireworks
Hyperion 1 CD CDA 67495
Johann Strauß
Strauss Dances
Ohne Sorgen

 

Weitere 64 Themen

Heute im Label-Fokus

cpo 2 CD 777 523-2

→ Infos und Highlights

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

39969

Interpreten
• 299 Kurzbiographien
• 1119 tabellarische Biographien

→ mehr Zahlen und Infos

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc