Der amerikanische Komponist Aaron Copland wurde am 14. November 1900 als Sohn aus Litauen ausgewanderter Eltern in Brooklyn/New York geboren. Heute gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Moderne. Sein Musikstudium begann er in den USA bei Rubin Goldmark (einem Neffen von Karl Goldmark) und setzte sie an der Ausländerhochschule in Fontainebleau/Paris bei Nadia Boulanger fort. Nach anfänglichen experimental-expressionistischen Versuchen wollte er „echte amerikanische Musik“ schreiben und bezog stark den Jazz mit seinen verschiedensten Stilmitteln in seine Kompositionen mit ein (Dance Symphony, Short Symphony, Music for Theater, Piano Variations). In sinfonischen Formen stieß er mit diesen Stilmittel jedoch bald an Grenzen. Neuen Strömungen des Tonschaffens stand er kritisch gegenüber, vielmehr bemühte er sich, Werke zu schreiben, die sich nicht an elitäre Musikkreise richtete sondern eine größere Akzeptanz erzielen sollten. Konsequent ging er Experimenten aus dem Weg, bemühte sich um Einfachheit und Klarheit, verwendete amerikanische Folkloreelemente sowie Cowboy- und Folkmusic (Billy the Kid, El Salón México, Fanfare for the Common Man, Appalachian Spring, Rodeo). Dennoch scheute er die Auseinandersetzung mit der Dodekaphonie nicht wie etwa in Connotations für Orchester. Er schrieb auch Filmmusiken, Ballettmusiken, eine Oper (The Tender Land 1954) u.a. Nicht nur als Komponist war er jedoch erfolgreich sondern ebenso als Leiter verschiedenster Organisationen (Copland-Sessions-Concerts, League of Composers, Kussewitzki-Stiftung, American Music Center). Daneben hat er Bücher verfasst, die große Verbreitung gefunden haben (What to Listen for in Music, 1938; Our New Music, 1941). Copland war ein Freund von Leonard Bernstein und hatte großen Einfluss auf dessen Kompositionsstil. Im Gegenzug gilt Bernstein als der beste Dirigent der Werke Coplands. Er starb am 2. Dezember 1990 in North Tarrytown im Bundesstaat New York.
»Aaron Copland: Biographie und Einspielungen«
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