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[2022] Franz Anton Hoffmeister 210. Todestag

† 1812

9

Februar

vor 210 Jahren

in Wien


Franz Anton Hoffmeister war ein Zeitgenosse Mozarts und Beethovens und genoss als Komponist deren Anerkennung und Hochachtung. Mozart widmete ihm sogar sein Streichquartett Nr. 20 (KV 499) als „Hoffmeister-Quartett“, während Beethoven ihn „Bruder in der Tonkunst“ nannte. Hoffmeister wurde am 27. Oktober 1754 in Rottenburg am Neckar als achtes von elf Kindern seines Vaters Martin und seiner Mutter Regina auf. Mit 14 Jahren verließ er seine Heimatstadt und ging nach Wien, um Jura zu studieren. Für seinen Lebensunterhalt betätigte er sich als Organist. Nach Beendigung des Studiums wandte er sich ganz der Musik und der Komposition zu. Mit seinen Werken und seiner vieleistigen verlegerischen Tätigkeit war er beim damaligen Musikpublikum sehr erfolgreich. 1783 begann Hoffmeister, erste Werke zu veröffentlichen und gründete am 24.1.1784 zusammen mit dem Buchhändler Rudoph Gräffer einen Musikverlag, der sich schnell zu einem der führenden Verlage in Wien entwickelte. Neben Hoffmeisters eigenen Werken hatte der Verlag auch Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, v. Dittersdorf, Albrechtsberger und anderen Komponisten im Programm. Beethovens Klaviersonate op. 13 (Pathétique) beispielsweise erschien erstmalig bei Hoffmeister. Der Verlag expandierte und 1791 wurde eine Filiale in Linz eröffnet, die allerdings 1793 wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder schließen musste. 1795 wurden sogar große Teile des Programmes an Artaria verkauft. 1800 erschloss sich Hoffmeister ein neues Betätigungsumfeld. Während seine Frau die Geschäfte des Verlages in Wien weiterführte, gründete er zusammen mit dem Organisten Ambrosius Kühnle am 1. Dezember 1800 in Leipzig ein „Bureau de musique“, das mit Instrumenten, Büchern und Noten handelte. Das Verlagsprogramm beinhaltete u.a. Streichquartettsammlungen von Haydn, sowie Quartette und Quintette von Mozart. Daneben tat sich das Bureau de musique mit Klavierwerken von J.S. Bach in 14 Bänden als eine der frühesten „Werkausgaben“ hervor. Bach war zur damaligen Zeit fast völlig in Vergessenheit geraten. Zusätzliches Gewicht erhielt diese verlegerisch bedeutende Edition durch die heute immer noch berühmte und maßgebliche Bach-Monografie von J.N. Forkel. Ab 1802 konnte sich Hoffmeister auch die Rechte für etliche Werke von Beethoven sichern, so neben Klavier- und Kammermusikwerken auch für die erste Sinfonie und das zweite Klavierkonzert. 1805 ging Hoffmeister wieder zurück nach Wien und überließ die Firma Kühnel. Nach dessen Tod 1813 ging aus dem Buraeu de musique der heutige Musikverlag C.F. Peters Leipzig hervor. Der letzte Druck unter Hoffmeisters Namen erfolgte 1806, 1807 verkaufte er den Wiener Verlag an die Chemische Druckery und widmete sich bis zu seinem Tod ausschließlich der Komposition. Hoffmeister starb am 9. Februar 1812 in Wien. Er hinterließ ein reichhaltiges und sehr abwechslungsreiches Œuvre, darunter neun Opern (Der Alchimist, Die bezauberte Jagd, Der Haushahn, Der Schiffbruch, Der erste Kuß, Rosaline, Der Königssohn von Ithaka, Die Belagerung von Cythere, Elysium), 66 Sinfonien, 11 Serenaden, zahlreiche Konzerte, Duette, Trios, Quartette und Quintette für Flöte, je über 100 Streichquintette, Streichquartette und Streichtrios, 5 Klavierquartette, 11 Klaviertrios, 12 Klaviersonaten sowie weitere Instrumentalwerke für verschiedene Instrumente, außerdem Lieder, Arien und zahlreiche Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten.

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