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UA 1978
9
Juli
vor 48 Jahren
in München
Genau vierzig Jahre ist es her, dass der 1936 in Berlin geborene Aribert Reimann mit der Premiere seiner Oper Lear nach William Shakespear eine der erfolgreichsten Uraufführungen der neuen deutschen Oper feiern konnte. Auf der Suche nach einem Opernstoff kam die Anregung zur Vertonung des Shakespeare-Dramas 1968 von Dietrich Fischer-Dieskau. Nachdem die Bayerische Staatsoper durch August Everding 1975 den Kompositionsauftrag zu Lear erteilt hatte, legte Reimanns Textdichter Claus H. Henneberg 1976 das Libretto vor, das sich an der Shakespear-Übersetzung von Johann Joachim Eschenburg orientierte. Reimann hatte sich bereits lange Zeit innerlich mit diesem Stoff beschäftigt, so dass er die Komposition innerhalb relativ kurzer Zeit bereits im Januar 1978 vollenden konnte. Dietrich Fischer-Dieskau, der die erste Anregung zum Werk gegeben hatte, sang bei der Uraufführung am 9. Juli 1978 in München auch die Titelpartie des Lear, Dirigent der Uraufführung war Gerd Albrecht, mit der Inszenierung war Jean-Pierre Ponnelle betraut. Die Oper wurde rasch auch von anderen Opernhäusern übernommen und in eigenen Inszenierungen auf die Bühne gebracht, u.a. in Düsseldorf, Mannheim, San Francisco, Nürnberg, Paris, Ost-Berlin, Zürich und London. 1993 bewies das Oldenburgische Staatstheater mit Erfolg in einer eigenen Inszenierung, dass Werk auch an kleineren Opernhäusern realisiert werden kann. Die Deutsche Grammophon veröffentlichte noch im Uraufführungsjahr eine Gesamtaufnahme, 2012 legte Oehms eine Neuproduktion der Oper Frankfurt vor mit Wolfgang Koch in der Titelpartie unter der Leitung von Sebastian Weigle. 2014 brachte die Hamburger Staatsoper eine DVD-Produktion heraus unter der Regie von Aribert Reimann selbst.
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