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Giacinto Scelsi 30. Todestag


† 1988

9

August


* vor 114 Jahren
† vor 31 Jahren
09.08.18

Giacinto Scelsi, geboren am 8. Januar 1905 in La Spezia, entstammte altem süditalienischem Adel. Er war zeitlebens bemüht, keine Details über sein Leben in die Öffentlichkeit dringen zu lassen. In seiner Jugend studierte er Komposition und Harmonielehre bei Giacinto Sallustio in Rom. In der zweiten Hälfte der 1920er Jahre ging er nach Paris. Er heiratete eine englische Adelige aus der Verwandtschaft des britischen Königshauses, die sich bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von ihm trennte. Anfang der 1930er Jahre studierte er bei dem Skrjabin-Anhänger Egon Köhler in Genf und 1935/1936 Zwölftontechnik bei dem Schönberg-Schüler Walter Klein in Wien. Er unternahm zahlreiche Reisen, u.a. nach Afrika und in den Fernen Osten. Scelsi lebte zurückgezogen. Seine Musik fand zunächst wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Erst in den 1980er Jahren kam es vermehrt zu Aufführungen. Sein Werk ist sehr eigenwillig. Er entwickelte eine Vorstellung vom „sphärischen“ Klang, die er durch mikrotonale Elemente in seiner Musik umzusetzen versuchte. Da ihm das schriftliche Komponieren verhasst war, entstand eine Vielzahl seiner Werke durch Improvisationen, die er auf dem Klavier spielte und auf Tonband mitschnitt. Anschließend ließ er die Stücke von (zumeist unbekannt gebliebenen) Komponisten in Notenschrift übertragen. Der Großteil der so entstandenen über 900 Bänder aus seinem Nachlass ist bis heute noch nicht gesichtet. Erst in den 1980er Jahren erwarb Scelsi vor allem in in Frankreich und Deutschland einen größeren Bekanntheitsgrad. Er starb am 9. August 1988 in Rom.

Giacinto Scelsi – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2015

CD der Woche am 19.10.2015

H.I.F. Biber • Gg. Muffat

BIS 2 CD/SACD stereo/surround 2096

Bestellen bei jpc

Heinrich Ignaz Franz Biber, der zunächst in Kremsier, dann auch in Salzburg tätig war, galt als einer der hervorragendsten Geiger seiner Zeit. Sein Zyklus Rosenkranz-Sonaten (auch „Mysterium-Sonaten“ genannt) gehört zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Violin-Repertoires. Nicht nur, weil Biber in den einzelnen Sonaten („Fünfzehn Mysterien“) eine ungemein ausdrucksstarke musikalische „Illustration“ zur Lebens- und Leidensgeschichte von Maria und Jesus liefert, sondern weil er in jeder Sonate eine individuelle Skordatur, das heißt, eine spezifische Stimmung der vier Geigensaiten vorschreibt. [...]

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