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Michael Haydn 210. Todestag


† 1806

10

August


* vor 282 Jahren
† vor 213 Jahren
10.08.16

Er war in zweierlei Hinsicht der „kleinere“ Haydn – jünger als sein „großer“ Bruder Joseph und auch in musikgeschichtlicher Hinsicht diesem untergeordnet: Michael Haydn. Er wurde am 14.9.1737 in Rohrau geboren. Von 1745 bis 1755 war er Sängerknabe und Solosopranist am Stephansdom in Wien, die ersten vier Jahre davon in Gesellschaft seines Bruders. Dort hatte er auch Unterricht in Violine, Klavier und Orgel. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde er 1757 Geiger und 1760 schließlich bischöflicher Kapellmeister in Großwardein (Ungarn). Erzbischof Sigismund von Schrattenbach holte ihn nach Salzburg, wo er am 14. August 1763 als „Hofmusicus und Concertmeister“ in der fürsterzbischöflichen Hofkapelle angestellt wurde. 1773 wurde er erster Konzertmeister, 1777 als Nachfolger von Hoforganist Cajetan Adlgasser Organist an der Dreifaltigkeitskirche und 1782 beerbte er Wolfgang Amadeus Mozart als Hof- und Domorganist. Mit diesem verband ihn eine herzliche Freundschaft. Er übernahm den Klavierunterricht am Kappelhaus und wurde dafür als Konzertmeister entlastet. Michael Haydn wirkte 43 Jahre lang bis zu seinem Tod am 10. August 1806 in Salzburg. In dieser Zeit schrieb er 360 geistliche und weltliche Kompositionen. Zu seinen Schülern gehören C.M. von Weber und Anton Diabelli. Das Schwergewicht seines Schaffens liegt auf kirchlichen Kompositionen: Messen, Kantaten, Oratorien, Gradualien, Offertorien, Te Deum, Requiem (unvollendet), aber auch 46 Sinfonien, Solokonzerte, Serenaden, Divertimenti, Kammermusik sowie eine Oper hat er komponiert. Außerdem hat er als Erster vierstimmige Männerchöre geschrieben und diese Tradition mit ins Leben gerufen. Michael Haydn war ein wichtiger Wegbereiter der katholischen Kirchenmusik. Seine Werke wurden zu seinen Lebzeiten jedoch nie verlegt, sondern kursierten nur in handschriftlichen Kopien von Kloster zu Kloster. Dies mag ein Grund sein, dass er nicht die ihm gebührende musikgeschichtliche Beachtung fand. Ein Großteil seiner Werke ist nach wie vor ungedruckt und bis heute unveröffentlicht.

Michael Haydn – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2015

CD der Woche am 19.10.2015

H.I.F. Biber • Gg. Muffat

BIS 2 CD/SACD stereo/surround 2096

Bestellen bei jpc

Heinrich Ignaz Franz Biber, der zunächst in Kremsier, dann auch in Salzburg tätig war, galt als einer der hervorragendsten Geiger seiner Zeit. Sein Zyklus Rosenkranz-Sonaten (auch „Mysterium-Sonaten“ genannt) gehört zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Violin-Repertoires. Nicht nur, weil Biber in den einzelnen Sonaten („Fünfzehn Mysterien“) eine ungemein ausdrucksstarke musikalische „Illustration“ zur Lebens- und Leidensgeschichte von Maria und Jesus liefert, sondern weil er in jeder Sonate eine individuelle Skordatur, das heißt, eine spezifische Stimmung der vier Geigensaiten vorschreibt. [...]

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