Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzportäts

Augustín Barrios Mangoré 75. Todestag


† 1944

7

August


* vor 135 Jahren
† vor 76 Jahren
07.08.19

Augustín Barrios Mangoré 75. Todestag

Agustín Barrios Mangoré / Naxos

Bestellen bei jpc

Agustín Pio Barrios, der sich ab Anfang der 1930er Jahre nach einem Indiohäuptling selbst „Nitsuga (= agustiN) Mangoré“ nannte, war einer der ersten Gitarrenvirtuosen Südamerikas. Gitarristen schätzen seine Bedeutung für die Gitarrenliteratur ähnlich ein wie Pianisten die Werke Chopins, den Barrios Mangoré sehr schätzte, für das Klavier. Geboren wurde Agustín am 5. Mai 1885 in Misiones, Paraguay. Seine Eltern förderten die Begabung ihres Sohnes von Anfang an und schickten ihn in die Hauptstadt Asunción. Dort studierte er u.a. am Instituto Paraguyao und begann seine Karriere als professioneller Gitarrist. Er adaptierte Werke von Bach und Beethoven für die Gitarre und beschäftigte sich außerdem mit Mathematik, Literatur und Philosophie. Dies war für ihn die Grundvoraussetzung für seine Berufung als Gitarrist (Zitat: „Man kann kein Gitarrist sein, wenn man nicht in den Quellen der Kultur gebadet hat.“). 1910 unternahm Barrios eine Konzertreise nach Argentinien, bei der er so erfolgreich war, dass er in den nächsten zwanzig Jahren durch fast ganz Süd- und Mittelamerika tourte und Konzerte gab. Eine Nordamerikatournee wurde allerdings durch einen Misserfolg in Buenos Aires 1928 vereitelt. Ende der 1920er Jahre beschäftigte und identifizierte sich Agustín Barrios immer stärker mit seiner indianischen Abstammung und gestaltete schließlich die erste Hälfte seiner Konzerte mit eigenen Werken in indianischer Tracht als „Nitsuga Mangoré, der Paganini auf der Gitarre aus dem Urwald“, die zweite Hälfte dann im traditionellen Frack mit Werken und Bearbeitungen von Bach und anderen europäischen Komponisten. 1935 hielt er sich mit seiner Familie ein Jahr lang in Europa auf. Nach seiner Rückkehr nach Paraguay erhielt er eine Professur in San Salvador. Dort starb er im Alter von nur 59 Jahren am 7. August 1944. Bereits ab 1913 hat Barrios Mangoré vermutlich als erster Gitarrist Schallplattenaufnahmen eingespielt, die das Label Chanterelle unter dem Titel „Agustin Barrios plays his own Compositions and other Works. The historical Recording 1913–1942“ veröffentlicht hat. Barrios Mangoré hat die Ausdrucksmöglichkeiten der Gitarre zu einem bis dahin ungeahnten und unerreichten Limit ausgeschöpft. Seine Werke (La Catredal, Sueño en la Floresta, Una limosna por el amor de Dios u.a.) gehören heute zum Standardrepertoire für Gitarristen.

Augustín Barrios Mangoré – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Januar 2013

CD der Woche am 21.01.2013

Silent Woods

Silent Woods

Bestellen bei jpc

Das Duo Poltéra-Stott präsentiert sich hier mit einem Programm, das man keinesfalls auf die Goldwaage der Bedeutungen legen sollte: Die entzückende Bonbonschachtel ist wie geschaffen für besinnliche Stunden auf herbstlichen Waldeslichtungen oder, da wir heute nur noch höchst selten unser komplettes [...]

Klassik Heute
Empfehlung

→ Alle Porträts


⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc