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Karl Amadeus Hartmann 110. Geburtstag


* 1905

2

August


* vor 114 Jahren
† vor 56 Jahren
02.08.15

Karl Amadeus Hartmann wurde am 2. August 1905 in München als Sohn eines Malers geboren. An der Münchner Akademie für Tonkunst war er Schüler Joseph Haas und Hermann Scherchen und studierte als fast Vierzigjähriger noch einmal bei Anton von Webern. Seine Tonsprache nahm ihren Ausgangspunkt in einem an die Wiener Schule von Schönberg und Berg angelehnten Stil, machte sich aber die Zwölftontechnik nie ganz zu eigen, sondern bewahrte sich auch tonale Bezüge. Hartmann komponierte überwiegend sinfonische Werke – unter anderem acht Sinfonien – und hob sich dadurch von den kompositorischen Strömungen und Bestrebungen seiner Zeit zu anderen Formen und neuer Sachlichkeit ab. Hartmann war äußerst bedächtig und selbstkritisch und hat fast alle seine frühen Werke wieder zurückgezogen, obwohl sie auf internationalen Festivals aufgeführt und teilweise sogar preisgekrönt wurden. Sein Name ist vor allem verbunden mit der Konzertreihe „Musica Viva“, die er 1945 ins Leben gerufen hat, um der zeitgenössischen Musik ein angemessenes Podium zu verschaffen, das schnell internationale Beachtung fand. 1953 wurde er der Leiter der Deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik. Neben seinen sinfonischen Werken schrieb er auch eine Kammeroper (Des Simplicius Simplicissimus Jugend, 1934/1949/1955) sowie ein Violinkonzert (Musik der Trauer 1940), ein Konzert für Klavier, Bläser und Schlagzeug (1953), ein Konzert für Bratsche und Klavier mit Bläsern und Schlagzeug (1956) und zwei Streichquartette (1938, 1948). Hartmann starb am 5. Dezember 1963 in München.

Karl Amadeus Hartmann – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Oktober 2015

CD der Woche am 19.10.2015

H.I.F. Biber • Gg. Muffat

BIS 2 CD/SACD stereo/surround 2096

Bestellen bei jpc

Heinrich Ignaz Franz Biber, der zunächst in Kremsier, dann auch in Salzburg tätig war, galt als einer der hervorragendsten Geiger seiner Zeit. Sein Zyklus Rosenkranz-Sonaten (auch „Mysterium-Sonaten“ genannt) gehört zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Violin-Repertoires. Nicht nur, weil Biber in den einzelnen Sonaten („Fünfzehn Mysterien“) eine ungemein ausdrucksstarke musikalische „Illustration“ zur Lebens- und Leidensgeschichte von Maria und Jesus liefert, sondern weil er in jeder Sonate eine individuelle Skordatur, das heißt, eine spezifische Stimmung der vier Geigensaiten vorschreibt. [...]

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