Am 15. November 2022 wird der in Buenos Aires geborene Pianist und Dirigent Daniel Barenboim 75 Jahre alt. Sein erstes Konzert gab er als Siebenjähriger, als Zehnjähriger konzertierte er bereits in Wien und Salzburg. Er lernte alle großen Musikerpersönlichkeiten seiner Zeit kennen, studierte bei Edwin Fischer, spielte als Zwölfjähriger Wilhelm Furtwängler vor, besuchte einen Dirigierkurs bei Igor Markevitsch und perfektionierte sich bei Nadia Boulanger. 1961 gab er sein Debüt als Dirigent und wurde 1975 Nachfolger von Georg Solti beim Orchestre de Paris, das er bis 1989 leitete. Sein Bayreuth-Debüt gab er 1981 mit Tristan und Isolde. 1991 wurde Barenboim Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra und übernahm ein Jahr später als GMD die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die eer bis heute leitet.. Sein Engagement für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern führte zur Gründung des West-Eastern Divan Orchestra, in dem junge Musiker aus arabischen Staaten, Israelis und Angehörige verschiedener Nationalitäten auf höchstem Niveau musizieren. Erfolgreiche Konzerte fanden in Ramallah, Israel, Spanien, Asien und in Bayreuth statt, die Beethoven-Sinfopnien erschienen als CD-Edition. Mit seiner 2008 gegründeten Daniel Barenboim Stiftung fördert er den transkulturellen Dialog durch musikalische Bildung und Konzerte. Die Daniel Barenboim Stiftung bildet die Dachorganisation für das West-Eastern Divan Orchestra, die Barenboim-Said Akademie mit dem Pierre Boulez Saal in Berlin und das Barenboim-Said Music Center in Ramallah. Hauptaktivitäten der Stiftung sind das Management sämtlicher Belange im Zusammenhang mit den internationalen Tourneen des West-Eastern Divan Orchestra, verschiedene Musik- und Bildungs-Projekte, größtenteils in Nahost sowie individuelle Stipendien-Programme. Daniel Barenboim ist für seine künstlerische Lebensleistung vielfach ausgezeichnet worden, er erhielt u.a. den Siemens-Musikpreis (2006), den Karajan Musikpreis (2010), den Dresden Preis (2010) sowie die Ehrendoktorwürde der Universität Oxford (2007). Auf zahlreichen Tonträgern, ist sein künstlerisches Schaffen dokumentiert.
»Daniel Barenboim: Biographie und Einspielungen«
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