Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Komponisten: Aktuelle Infos

Francesco Cilèa 160. Geburtstag

ital. Komponist


Vor 160 Jahren wurde der italienische Komponist Francesco Cilèa am 23. Juli in Palmi geboren. Er wollte schon als Junge Musiker werden. Ab 1879 studierte er mit Auszeichnungen am Konservatorium „San Pietro a Majella“ Neapel. Zum Abschluss seines Studiums schrieb er 1889 die Oper Gina, die mit Erfolg im kleinen Theater des Konservatoriums aufgeführt wurde. Begeistert von diesem Werk gab der Kritiker und Verleger Edoardo Sonzogno eine weitere Oper bei Cilèa in Auftrag (La Tilda). Von 1889 bis 1898 war Cilèa Lehrer für Klavier und Harmonielehre am Konservatorium. Am 7. April 1892 fand die erfolgreiche Uraufführung der zweiten Oper Tilda im Teatro Pagliano in Florenz statt. Diese Oper verhalf Cilèa zum Durchbruch als Opernkomponist, die Orchesterpartitur ist jedoch verschollen. Seine dritte – wenig erfolgreiche – Oper L'Arlesiana wurde am 27. November 1897 im Teatro Lirico in Mailand uraufgeführt mit dem damals noch unbekannten Enrico Caruso. Von 1898 bis 1904 war Cilèa Lehrer für Harmonielehre am Instituto Musicale in Florenz. Während dieser Zeit wurde seine vierte und bis heute bekannteste Oper Adriana Lecouvreur am Teatro lirico in Mailand uraufgeführt (6. November 1902), ebenfalls unter Mitwirkung von Enrico Caruso. Cilèas letzte Oper, Gloria, erlebte am 15. April 1907 im Teatro alla Scala in Mailand unter der Leitung von Arturo Toscanini ihre Uraufführung. Der Misserfolg dieser Oper führte dazu, dass Cilèa sein Opernschaffen endgültig aufgab und nur noch Vokalwerke, Kammermusik und sinfonische Werke komponierte. Von 1913 bis 1916 war er Leiter des Konservatoriums Vincenzo Bellini in Palermo und kehrte dann nach Neapel zurück, wo er das Konservatorium San Pietro a Majella bis 1938 leitete. Im Alter von 72 Jahren beendete er seine Unterrichtstätigkeit mit dem Ehrentitel Accademico d'Italia. Seine letzten Lebensjahre waren von Krankheit und finanziellen Sorgen überschattet. Am 20. November 1950 starb Francesco Cilèa inVarazze in Ligurien, wo er Ehrenbürger war.

»Francesco Cilèa: Biographie und Einspielungen«

<!--4DINCLUDE /inc_anzeige2.html--> : Das Dokument konnte nicht geöffnet werden.

Franz Berwald 230. Geburtstag

schwed. Komponist


Am 23. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag des schwedischen Komponisten und Geigers Franz Adolf Berwald zum 230. Mal. Er wurde 1796 in Stockholm in eine Familie mit einer vier Generationen umspannenden musikalischen Tradition geboren. Sein Vater war Geiger und einst Schüler von Franz Benda in Berlin und unterrichtete seinen Sohn im Geigenspiel. Von 1812 bis 1828 war Berwald mit Unterbrechungen Violinist und Bratschist in der Hofkapelle am Königlichen Theater (heute Königliche Oper) in Stockholm. Er war vielseitig begabt und in der Lage, autodidaktisch zahlreiche Fähigkeiten zu entwickeln und diese mit Geschick den wechselnden Lebensumständen entsprechend erfolgreich einzusetzen. So bestritt er seinen Lebensunterhalt lange Zeit als Orthopäde sowie als Betriebsleiter einer Sägemühle und eines Glaswerkes. 1829 ging Berwald nach Berlin und gründete dort ein orthopädisches Institut. Die von ihm erfundenen orthopädischen Geräte wurden z.T. noch Jahrzehnte nach seinem Tod eingesetzt. 1841 reiste er nach Wien. Dort heiratete er seine Mitarbeiterin Mathilde Scherer und begann mit seinen bedeutendsten Kompositionen: vier Sinfonien und sinfonische Dichtungen. 1842 kehrte er nach Stockholm zurück. Erst 1864 jedoch wurde er Mitglied der Königlichen Musikakademie und erhielt 1867 – nach Intervention der Königlichen Familie – eine Professur als Kompositionslehrer. 1847 war Berwald zum Ehrenmitglied des Salzburger Mozarteums ernannt worden, 1866 hatte er den schwedischen Nordstern-Orden in Anerkennung seiner musikalischen Leistungen erhalten. Berwalds Werke waren in Schweden beim konservativen Publikum stets auf Ablehnung gestoßen, auch wenn sich viele bedeutende Musiker für sein Werk einsetzen. Er galt als arrogant und wenig umgänglich, was für die Akzeptanz seiner Musik nicht förderlich war. Viele seiner Werke wurden erst nach seinem Tod uraufgeführt. Die meisten seiner frühen Kompositionen sind verloren oder wurden von ihm selbst vernichtet. In den 1840er Jahren komponierte er überwiegend Orchestermusik, in den 1850er Jahren mehr Kammermusik. Zeitlebens versuchte sich Berwald als Opernkomponist, jedoch ohne Erfolg. Berwald starb am 3. April 1868 in Stockholm an einer Lungenentzündung. Etliche seiner Werke sind bei EMI unter Ulf Björlin erschienen.

»Franz Berwald: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Juli

Uraufführungen im Juli

Anzeige

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige

Anzeige