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Komponisten: Aktuelle Infos

Josef Lanner 225. Geburtstag

österr. Komponist


Joseph Lanner gilt neben Johann Strauß (Vater) als „Vater des Wiener Walzers“. Mit seinen Werken – Ländler, Galoppe, Potpourris, Tänze, Märsche und Walzer – gab er der Zeit der Wiener k. u. k. Monarchie im 19. Jahrhundert eine entscheidende musikalische Prägung, die in Johann Strauß (Sohn) ihren Höhepunkt fand. Dabei hatte Lanner gar keine reguläre musikalische Ausbildung genossen, sondern seine musikalischen Fähigkeiten weitgehend autodidaktisch entwickelt. Er wurde am 12. April in Oberdöbling bei Wien geboren. Seine musikalische Laufbahn begann erst nach einer Ausbildung zum Graveur. Er hatte Geige gelernt und spielte mit 12 Jahren im Orchester seines Lehrers. Hier lernte er Johann Strauß sen. kennen. Beide blieben lebenslang Freunde, aber auch Konkurrenten. 1818 bildete Lanner ein Streichtrio, das 1823 mit Johann Strauß zum Streichquartett erweitert wurde. 1824 wurde das Ensemble noch einmal entscheidend zum Streichorchester und schließlich zum Sinfonieorchester vergrößert. Lanner spielte mit diesen Ensembles in Kaffeehäusern und veranstaltete die ersten Promenadenkonzerte. 1829 wurde Lanner Musikdirektor der k. u. k. Redoutensäle, 1833 wurde er Musikdirektor der Wiener Regimentskapelle. Er war einer der herausragenden Tanzkapellmeister Wiens seiner Zeit. Während das musikalische Programm anfänglich überwiegend von Opernparaphrasen geprägt war, drückte Lannder ihnen im Laufe der Zeit durch eigene Werke immer stärker seinen persönlichen Stempel auf. So schuf er über 200 im Druck erschienene Werke. Zu seinen bekanntesten Walzern gehören der Pesther Walzer, der Trennungswalzer, Die Werber, Die Hofballtänze und Die Schönbrunner. Joseph Lanner starb vor 175 Jahren am 14. April 1843 im Alter von nur 43 Jahren an Typhus.

»Josef Lanner: Biographie und Einspielungen«

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Alberto Ginastera 110. Geburtstag

argent. Komponist


Am 11. April vor 110 Jahren wurde der argentinische Komponist Alberto Evaristo Ginastera in Buenos Aires geboren. Nach seinem Studium am Konservatorium in Buenos Aires leitete er das von ihm gegründete Konservatorium von La Plata. Bis 1962 unterrichtete er an der Kunst- und Musikfakultät der Katholischen Universität von Buenos Aires, danach am Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales (CLAEM). 1965 wurde Ginastera in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1971 übersiedelte er in die Schweiz nach Genf. Er komponierte vier Opern, eine Sinfonie, ein Violinkonzert, ein Harfenkonzert, zwei Klavierkonzerte, zwei Violoncellokonzerte sowie Kammermusik, Vokalwerke und Bühnen- und Filmmusik. Durch einen alten Text der Maya von der Schöpfung der Welt (Popol Vuh) ließ sich Ginastera zu einem achtteiligen Orchesterwerk inspirieren, dessen letzten Abschnitt er jedoch nicht mehr fertigstellen konnte. In seiner Musik verband Ginastera traditionelle Rhythmen argentinischer Folklore mit der Harmonik moderner klassischer Musik. Er starb am 25. Juni 1983 in Genf.

»Alberto Ginastera: Biographie und Einspielungen«

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