Tomaso Albinoni wurde als zweites Kind und erster Sohn der Eheleute Antonio und Lucrezia am 17. Januar 1671 in Venedig geboren. Der Vater war Papierwaren- und Spielkartenhersteller und Tomaso begann sein Berufsleben im väterlichen Betrieb. Über seine musikalische Ausbildung ist nichts bekannt. Als Komponist trat er erstmals 1694 mit der Oper Zenobia, regina de Palmireni in Erscheinung sowie mit der Veröffentlichung von 12 Suonate a tre op. 1, einer Sammlung von Instrumentalwerken. Die Komposition betrieb er neben seinem Handwerksberuf aus Liebhaberei. Dementsprechend bezeichnete er sich selbst als „dilettante veneto“. Von da an komponierte Albinoni im Durchschnitt ein bis zwei Opern pro Jahr und hinterließ so ein Gesamtwerk von ca. 55 Opern, die genaue Anzahl lässt sich allerdings nicht mehr feststellen. Dazu kommen Kantaten sowie Kammermusikwerke in verschiedenen Besetzungen und fünfstimmige Konzerte (12 Concerti a cinque op. 9). Bach wählte mehrfach Themen Albinonis für Klavierfugen. Am 17. März 1705 heiratete Albinoni die Sängerin Margherita Raimondi, mit der er drei Söhne und vier Töchter hatte. Obwohl Margherita auch nach der Heirat weiterhin auf der Bühne auftrat, sang sie wohl bis auf eine Ausnahme (I rivali generosi, Brescia 1715) nie eine Partie aus den Werken ihres Mannes. Nach 1700 machte Albinoni die Musik mehr und mehr zu seinem Hauptberuf und bezeichnete sich fortan als „Musico di violino“. 1722 erreichte seine Karriere ihren Höhepunkt. Seine Opern wurden auch außerhalb Italiens gespielt und er bekam lukrative und ehrenvolle Kompositionsaufträge. Schwer getrübt wurde Albinonis Erfolg allerdings durch den Tod seiner Frau 1721. Ab 1730 lässt sein Schaffen allmählich nach. Seine letzten beiden Opern stammen aus den Jahren 1734 (Candalide) und 1741 (Artamene). Im Alter von 72 Jahren bewarb sich Albinoni noch einmal um eine feste Anstellung als maestro di coro am Ospedale dei derelitti, allerdings vergeblich. Er lebte in bescheidenen Verhältnissen und starb nach längerer Krankheit am 17. Januar 1751 in Venedig, das er zeitlebens kaum verlassen hat.
»Tomaso Albinoni: Biographie und Einspielungen«
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