Vor 75 Jahren, am 9. Juni 1949, starb die rumänische Opernsängerin Maria Cebotari in Wien. Sie wurde nur neununddreißig Jahre alt. Sie sang an der Seite berühmter Sänger ihrer Zeit wie dem dänischen Tenor Helge Rosvaenge, dem Bariton Willi Domgraf-Fassbaender und Heinrich Schlusnus und feierte in Berlin, Dresden und Wien große Erfolge als Interpretin der großen Frauenrollen in den Opern von Mozart, Strauss, Verdi und Puccini. Geboren wurde sie am 10. Februar 1910 in Chișinău (Bessarabien, Russisches Kaiserreich). Ihre musikalische Grundausbildung erhielt sie am Konservatorium ihrer Geburtsstadt. Der Schauspieler Graf Alexander Wyrubow engagierte sie an das Moskauer Künstlertheater. Sie heiratete ihn und kam mit ihm 1928 nach Paris. 1929 ging sie zum Gesangsstudium nach Berlin und debütierte 1931 an der Staatsoper Dresden als Mimi in Puccinis La Bohème. Noch im selben Jahr verpflichtete Bruno Walter sie für die Salzburger Festspiele. In Dresden sang sie auch die Titelrolle bei der Uraufführung der Oper Die schweigsame Frau von Richard Strauss. 1934 wurde sie zur Kammersängerin ernannt. 1936 wechselte Maria Cebotari nach Berlin und schließlich 1946 an die Wiener Staatsoper. 1948 trat sie zum letzten Mal bei den Salzburger Festspielen auf. 1933 wirkte sie erstmals in einem Film mit (Mädchen in Weiß), neun weitere Filme folgten, u.a. an der Seite von Benjamino Gigli. Noch kurz vor ihrem Tod wechselte sie ins hochdramatische Fach mit Rollen wie Turandot (Puccini) und Salome (Strauss). Sie starb an einem Leberkrebsleiden und hinterließ zwei Kinder aus zweiter Ehe mit dem Schauspieler Gustav Diessl. Nach ihrem Tod adoptierte das Künstlerehepaar Clifford Curzon und Lucille Wallace-Curzon die Kinder. In Dresden, Wien und Salzburg ist jeweils eine Straße nach Maria Cebotari benannt. Ihr Wirken ist auf Preiser Records, Koch-Schwann, Odeon und Orfeo dokumentiert.
»Maria Cebotari: Biographie und Einspielungen«
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