Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Aktuelle Infos und Kurzporträts

György Cziffra 25. Todestag


† 1994

15

Januar


* vor 98 Jahren
† vor 25 Jahren
15.01.19

György Cziffra 25. Todestag

György Cziffra / ica

Bestellen bei jpc

Ein bewegtes Leben hatte der ungarisch-französische Pianist György Cziffra, der vor 25 Jahren gestorben ist. Er wurde am 5. November 1921 in Budapest geboren und wuchs in ärmlichsten Verhältnissen auf. Eine seiner Schwestern, die sich den Klavierunterricht selbst erspart hatte, erkannte sein außergewöhnliches Talent, verzichtete auf eine eigene Klavierkarriere und ermöglichte György den ersten Klavierunterricht. Seine ersten Auftritte hatte György mit fünf Jahren in einem Wanderzirkus. Er brillierte mit Improvisationen auf Zurufe aus dem Publikum. Mit neuen Jahren wurde er als jüngster Schüler überhaupt in die Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest aufgenommen. Dort erhielt er Unterricht durch Ernst von Dohnányi. Seine ersten Konzerttourneen durch Ungarn, die Niederlande und Skandinavien unternahm er mit 16 Jahren. Seine Ausbildung konnte er allerdings nicht abschließen: er wurde zum Militärdienst eingezogen, musste an die Ostfront, geriet in Gefangenschaft und wurde erst 1946 aus dem Kriegsdienst entlassen. Seinen Lebensunterhalt verdiente anschließend in Budapest als Pianist in Bars, Cafés und Kabaretts. Der erste Fluchtversuch aus dem stalinistischen Ungarn scheiterte, er wurde zu Zwangsarbeit verurteilt und musste die Zeit von 1950 bis 1953 im Gefängnis verbringen. Nach seiner Entlassung konnte er 1955 den Preis der Franz-Liszt-Musikakademie gewinnen. 1956 gelang ihm kurz vor dem Ungarischen Volksaufstand zusammen mit seiner Frau die Flucht nach Wien. Dort gab er ein sensationelles Debüt im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Damit erst begann seine internationale Pianistenkarriere. Kurz darauf übersiedelte er nach Paris, wo er das Publikum in ähnlicher Weise begeistern konnte. Aufstrebenden Pianisten verschaffte er eine Plattform, indem er sie die „Encores“ in seinen Konzerten spielen ließ. 1966 gründete er ein Musikfestival und eine Stiftung zur Nachwuchsförderung, der 1975 die Gemeinnützigkeit anerkannt wurde. 1969 begründete er einen Klavierwettbewerb in Versailles, der später nach ihm benannt wurde. Nach dem tragischen Tod seines Sohnes, der ebenfalls Pianist und Dirigent war und mit dem er häufig auftrat, zog sich György Cziffra von öffentlichen Auftritten zurück. Er starb am 15. Januar 1994 in Paris.

György Cziffra – CD-Einspielungen

→ Alle Porträts



Empfehlung vom Mai 2014

CD der Woche am 05.05.2014

Tzimon Barto Paganini Variations

Tzimon Barto<br />Paganini Variations

Bestellen bei jpc

Es gibt Musiker – und man darf sie getrost Interpreten nennen –, bei denen, wie es salopp der Volksmund bezeichnet, „etwas weitergeht“! Als ich jetzt die erste der sechs Paganini-Etüden von Franz Liszt in der Darstellung, genauer noch: in der gestalterischen Ausbeute von Tzimon Baqrto erlebte, da [...]

Klassik Heute
Empfehlung

⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc