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[2018] Anton Diabelli 160. Todestag

† 1858

7

April

vor 162 Jahren

in Wien


Der Name „Diabelli“ ist untrennbar mit Beethovens op.120, den Diabelli-Variationen, verbunden. Dabei handelt es sich ursprünglich um einen Walzer aus der Feder von Anton Diabelli, den dieser an zahlreiche Komponisten verschickt hatte mit der Bitte, eine Variation dazu zu schreiben. Insgesamt 51 Komponisten entsprachen dieser Bitte – darunter auch Schubert, Czerny, Hummel, Moscheles und Liszt. Dass Beethoven gleich 33 kapitale Variationen liefern würde, damit hatte wohl Diabelli selbst nicht gerechnet. Obwohl Diabelli zu Lebzeiten als Komponist wie auch als Verleger im Wiener Musikleben eine bedeutende Rolle gespielt hatte – u.a. verlieh ihm der Kaiser den Titel eines „k. k. Hofmusikalienhändlers“ – sind seine zahlreichen Lieder, Tänze, Kantaten, Messen sowie seine Bühnenwerke im wesentlichen nur noch Musikhistorikern bekannt. Seine Gitarre- und Klavierwerke dagegen gehören bis heute noch im Unterricht zum Standardrepertoire. Anton Diabelli wurde am 5. September 1781 in Mattsee in Österreich geboren. Seinen ersten Unterricht in Klavier und Orgel erhielt er von seinem Vater. Mit sieben Jahren wurde er Sängerknabe im Kloster Michaelbeuern. Michael Haydn wurde auf den begabten Schüler aufmerksam und bewirkte, dass Anton 1790 in das Benediktinergymnasium in Salzburg aufgenommen wurde. 1796 wechselte er schließlich an das Wilhelmsgymnasium in München, um sich auf eine Priesterlaufbahn vorzubereiten. 1800 trat er in das Zisterzienserkloster Raitenhaslach ein, gab aber nach der Säkularisation 1803 den Priesterwunsch auf und ließ sich in Wien als Komponist und Klavier- und Gitarrelehrer nieder. 1818 gründete Diabelli zusammen mit dem Verleger Peter Cappi einen eigenen Musikalienhandel und Verlag, den er ab 1824 allein weiterführte. Als Verleger setzte er sich maßgeblich für die Verbreitung der Werke wichtiger Komponisten seiner Zeit ein, unter ihnen Franz Lachner, Michael und Joseph Haydn, Luigi Cherubini, Mozart und vor allem Franz Schubert. 1851 gab Diabelli das erste thematische Werkverzeichnis Schuberts heraus. Vor 160 Jahren starb Anton Diabelli am 7. April 1858 in Wien an Altersdemenz.

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