Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Komponisten: Aktuelle Infos

Grażyna Bacewicz 110. Geburtstag

poln. Komponistin

* 1913

5

Februar

vor 110 Jahren

in Lódz


Grażyna Bacewicz ist eine der bedeutendsten Vertreterinnen der modernen polnischen Musik. Geboren wurde sie am 5. Februar 1909 in Łódź. Von ihrem Vater wurde sie frühzeitig in Klavier, Violine und Komposition unterrichtet. Schon als Kind trat sie öffentlich auf und verfasste mit dreizehn Jahren ihre erste Komposition. 1928 begann sie zunächst ein Philosophiestudium an der Universität in Warschau, daneben studierte sie Komposition, Violine und Klavier an der Musikakademie. 1930 ging sie zum weiteren Studium bei Nadia Boulanger, André Touret und Carl Flesh nach Paris. 1934 kehrte sie wieder nach Polen zurück und unterrichte am Konservatorium in Łódź. 1935 nahm sie am Internationalen Wieniawski-Wettbewerb in Warschau teil, von 1936 bis 1938 war sie Konzertmeisterin im Orchester des Polnischen Rundfunks und gab Konzerte in ganz Europa. Ab 1953 widmete sie sich ganz der Komposition und dem Unterrichten und war auch als Schriftstellerin mit mehreren Erzählungen und Romanen erfolgreich. Ihr musikalisches Gesamtwerke umfasst drei Ballette, sechs Sinfonien, Orchesterwerke, Instrumentalkonzerte, Kammermusikwerke, eine Kantate, Lieder sowie die Funkoper Przygoda Króla Artura (1959).

Die besten Besprechungen mit Grażyna Bacewicz

16.01.2023
»zur Besprechung«

Grażyna Bacewicz, Complete Symphonic Works Vol. 1
Grażyna Bacewicz, Complete Symphonic Works Vol. 1

17.02.2022
»zur Besprechung«

Grażyna Bacewicz, Piano Works
Grażyna Bacewicz, Piano Works

11.07.2006
»zur Besprechung«

Grazyna Bacewicz, Sonatas for Violin & Piano / SWRmusic
Grazyna Bacewicz, Sonatas for Violin & Piano / SWRmusic

14.12.2004
»zur Besprechung«

 / Chandos
/ Chandos

»Grażyna Bacewicz: Biographie und Einspielungen«

Anzeige

Lou Harrison 20. Todestag

US-amer. Komponist

† 2003

2

Februar

vor 20 Jahren


Der amerikanische Komponist Lou Harrison war ein Tausendsassa: Erzieher, Kritiker, Dirigent, Instrumentenbauer, Tänzer, Maler, Dichter, Dramatiker, Erfinder, Florist, Feuerwehrmann, Amateurtierazrt usw. Vor genau 100 Jahren wurde er am 14. Mai in Portland/Oregon geboren. Er studierte wie John Cage bei Cowell und Schönberg in Kalifornien und arbeitete bei Tanz-Unternehmen. Einige Jahre lang war er Lehrer, bevor er nach New York ging, wo er für den Herald Tribune als Musikkritiker tätig war. Dort traf er auch Charles Ives, mit dem er sich befreundete. Mit Unterstützung von Cowell brachte Harrison Ives' Symphony No. 3 zur Uraufführung. Für dieses Werk erhielt Ives den Pulitzer Prize for Music. Auch für andere Komponisten wie Edgard Varèse, Carl Ruggles oder Alan Hovhaness setzte sich Harrison ein. Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Kalifornien zurück und verfolgte eine Vielzahl von unterschiedlichen und ausgefallenen Interessen. Seine Musik ist experimentell, aber häufig überraschend lyrisch. Zu seinem Arsenal gehören Bremstrommeln, Metallrohre, Blumentöpfe und Mülleimer. Er ist einer der prominentesten Komponisten, die Mikrointervalle verwenden. Er schrieb Werke für Gamelan-Orchester und verarbeitete mittelalterliche Tänze, Rituale der Navaho-Indianer, frühe kalifornische Missionsmusik oder die Hofmusik Koreas in seinen Werken. In Vokalkompositionen verwendet er bevorzugt in Esperanto geschriebene Texte. Harrison komponierte u.a. eine Oper (Rapunzel, 1954), ein Ballett, zwei Sinfonien, sieben Pastoralen für Kammerorchester, zwei Streichersuiten, zwei Violinkonzerte, drei Klavier- und sechs Cembalosonaten, eine Messe, eine Motette und Bühnenmusiken. Sein Klavierkonzert widmete er Keith Jarrett. Er starb am 2. Februar 2003 in Lafayette/Indiana.

»Lou Harrison: Biographie und Einspielungen«

Leo Fall 150. Geburtstag

österreichischer Komponist

* 1873

2

Februar

vor 150 Jahren

in Olomouc


Leo Fall zählt neben Franz Lehár, Emmerich Kálmán, Ralph Benatzky und Robert Stolz zu den bedeutendsten Operettenkomponisten der großen Zeit der Wiener Operette zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 2. Februar 1873 in Olmütz als Sohn eines k.u.k. Militärkapellmeisters geboren. Er studierte in Wien am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde und spielte neben Franz Lehár, dem späteren berühmten Operettenkomponisten, Geige in der Militärkapelle, die dessen Vater leitete. Als Mitglied in der Militärkapelle seines Vaters gelangte Fall zunächst nach Berlin, Hamburg und Köln und schlug sich schließlich in Berlin als Unterhaltungsmusiker im Kabarett „Böse Buben“ durch. Seine Oper Irrlicht sowie die erste Operette Der Rebell waren Misserfolge, mit der Operette Der fidele Bauer landete Fall 1907 jedoch seinen ersten Welterfolg. Im gleichen Jahr konnte er einen weiteren Welterfolg mit der Operette Die Dollarprinzessin feiern und seinen Erfolg mit den Operetten Die geschiedene Frau (1908) und Der liebe Augustin (1912) fortsetzen. Von seinen etwa 20 Operetten waren ferner noch Brüderlein fein (1909), Die Rose von Stambul (1916) und Madame Pompadour (1923) sehr erfolgreich. Von den Nationalsozialisten wurden Leo Falls Werke verboten, da er jüdischer Herkunft war. Seine Brüder Robert und Siegfried, ebenfalls Komponisten, wurden von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager verschleppt und kamen dort um. Leo Fall selbst starb am 16. September 1925 in Wien, sein Grab befindet sich auf dem Zentralfriedhof.

»Leo Fall: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im Februar

Uraufführungen im Februar

»Alle Porträts«

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige