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Franz Liszt 130. Todestag

31.07.16 (* vor 206 Jahren † vor 131 Jahren)

† 1886

31

Juli

Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding im Burgenland als Sohn eines deutschen Gutsverwalters in Ungarn geboren. Als Wunderkind wurde er von Carl Cerny und Antonio Salieri in Wien ausgebildet, von dort übersiedelte er 1823 zu weiteren Studien nach Paris. Die Erfahrungen in der französischen Kulturmetropole besonders durch Berlioz, Paganini und Chopin beeindruckten ihn stark. 1835 ging er mit der Gräfin d'Angoult nach Genf. Die gemeinsame Tochter Cosima war die spätere Ehefrau des Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow und Richard Wagners. Auf Konzertreisen von 1839 bis 1847 errang Liszt als Klaviervirtuose ungeheuere Erfolge. Von 1848 bis 1861 war Liszt Hofkapellmeister in Dresden. Dort entstanden die meisten seiner Orchesterwerke (u.a. Faust-Symphonie 1857, Dante-Symphonie 1857, Episoden aus Lenaus Faust 1861). Als Führer der „Neudeutschen Schule“ setzte er sich für Richard Wagner und Peter Cornelius ein und gründete den Allgemeinen Deutschen Musikverein. Nach 1861 begann für Liszt eine dritte Lebensphase, in der er 1865 in Rom die niederen Weihen empfing und überwiegend kirchliche Werke komponierte (Legende von der Heiligen Elisabeth 1862, Christus 1872, Messen, Requiem). Liszt ist eine der faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten seines Jahrhunderts. Von überragender Bedeutung ist er vor allem als Virtuose und Klavierkomponist: er hat eine völlig neue Klaviertechnik entwickelt und die Virtuosität zu ungeahnten Höhen geführt. Neben seinem innovativen Klavierstil hat er auch die Form der symphonischen Dichtung entwickelt und mit seinen musikalisch-poetischen Ideen und kühnen Harmonik weitreichenden Einfluss auf die nachfolgenden Musikergenerationen ausgeübt. Franz Liszt starb am 31. Juli in Bayreuth. Sein Tod jährt sich 2016 zum 130. Mal.

Franz Liszt – CD-Einspielungen


Empfehlung vom Dezember 2013

CD der Woche am 02.12.2013

Beata est Maria
Marc-Antoine Charpentier

Beata est Maria<br />Marc-Antoine Charpentier

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Längst vergangen sind die Zeiten, in denen manden Namen Marc-Antoine Charpentier nur aus einschlägigen Lexika und von seinem Œuvre einzig die trompetenhaltige Fanfare der „Eurovisions-Melodie" kannten. Zwar führt das Te Deum, zu dem das fröhliche Getöse gehörte, die Charpentieríschen Charts auch [...]

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