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Louis Marchand

frz. Komponist, Organist und Cembalist

Biographie

Am 2. Februar 1669 wurde der französische Komponist und Orgelvirtuose Louis Marchand in Lyon geboren. Sein Vater Jean war Organist an der Kathedrale von Clermont Ferrand, doch bei Louis zeigte sich schnell sein überragendes Talent und er übertraf bald seinen Vater in der Kunst des Orgelspiels. Er wurde berühmt als einer der besten Virtuosen Frankreichs seiner Zeit auf der Orgel und dem Cembalo. Mit zwanzig Jahren ging er nach Paris, wo er die Tochter eines Cembalobauers heiratete. Er war an zahlreichen Kirchen als Organist tätig und wurde 1708 sogar einer der vier Organisten des Königs. 1713 verließ er Paris und hielt sich vier Jahre in Deutschland auf, wo er in Fürstenhöfen, vor adeligem Publikum und vor dem Kaiser auftrat. Im September 1717 soll er angeblich vor einem Wettstreit mit Johann Sebastian Bach zurück nach Frankreich geflohen sein. Dies wird allerdings nur in späteren deutschen Quellen so dargestellt, vermutlich veranlassten ihn Querelen mit den Musikern der Dresdner Hofkapelle, nach Frankreich zurückzukehren. Marchand hatte ein aufbrausendes Temperament und galt als arrogant. Sein Leben lang war er in Skandale und Intrigen verwickelt, über die öffentlich auch noch nach seinem Tod heftig diskutiert wurde. Nach seiner Rückkehr nach Paris war er dort bis zu seinem Tod als Organist im Kloster der Cordeliers und als vielgesuchter Lehrer tätig. Trotz seines Ruhmes sind nur wenige seiner Werke erhalten. Louis Marchand starb am 17. Februar 1732

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