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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3618

Astor Piazzolla

* 11.03.1921 Mar del Plata
† 04.07.1992 Buenos Aires

Der Tango lebt – wie auch die Erinnerung an den „König des Tangos“: Am 4. Juli vor 25 Jahren ist Astor Piazzolla in Buenos Aires gestorben. In seiner Jugend war das Wort „Tangomusiker“ schmutzig. Piazzolla hat sich geschämt, selbst Tangomusiker zu sein – und hat diesen ureigensten argentinischen Tanz salonfähig gemacht. Mit dem Tango Nuevo interpretierte er den traditionellen „schmutzigen“ Tango neu und trat damit einen Siegeszug um die ganze Welt an, der bis heute – auch 25 Jahre nach dem Tod des „Königs des Tangos“ – anhält. Piazzolla wurde am 11. März 1921 in Mar del Plata bei Buenos Aires geboren. Die Familie wanderte nach New York aus, als Astor vier Jahre alt war. Seine musikalische Begabung wurde früh erkannt, er lernte Klavierspielen und – seinem Vater zuliebe – Bandoneon. Astor selbst fühlte sich allerdings zum Jazz und zur Musik Bachs hingezogen. Eine entscheidende Wende trat ein, als die Familie 1937 nach Buenos Aires zurückkehrte. Ein Konzert des Tango-Ensembles von Elvino Vardaro begeisterte ihn so sehr, dass er verstärkt übte und sein Bandoneonspiel perfektionierte. 1939 wurde er Mitglied des Orchesters von Aníbal Troilo. Artur Rubinstein ermunterte den jungen Musiker zum Studium und ab 1940 nahm Piazzolla Kompositionsunterricht bei dem nur wenig älteren Alberto Ginastera. 1946 gründete er sein erstes eigenes Orquesta Típica und begann, eigene Orchester- und Kammermusikwerke zu komponieren. Ein Stipendium ermöglichte es ihm, 1954 in Paris bei Nadia Boulanger Komposition zu studieren, die ihn entschieden aufforderte, seine Wurzeln – den Tango – zu kultivieren und nicht zu verleugnen. 1955 kehrte er nach Argentinien zurück und gründete das Octeto Buenos Aires, seine größten Erfolge feierte er jedoch mit seinem 1960 gründeten Quintett aus Violine, Gitarre, Klavier, Bass und Bandoneon. In Argentinien wurde er wegen seiner Tangomusik stark angefeindet, da diese kein „echter“ Tango sei. Er ließ sich jedoch nicht beirren und komponierte mit unglaublicher Produktivität Werke für unterschiedliche Besetzungen. So entstanden über 300 Tangos und Musik für fast 50 Filme, dabei spielte er rund 40 Schallplatten ein. Im August 1990 erlitt Piazzolla in Paris einen Schlaganfall, zwei Jahre später starb er in Buenos Aires. Seine Kompositionen konnten sich aber auch nach seinem Tod bis heute behaupten und wurden vor allem von Klassikinterpreten wie dem Geiger Gidon Kremer, dem Cellisten Yo-Yo Ma oder dem Klavierduo Emanuel Ax und Pablo Ziegler gespielt. Kremers „Hommage à Piazzolla“ verkaufte sich weltweit über eine halbe Million Mal.

Biographie Diskographie [61] Werke [92]

Diskographie aktuelle Auswahl: 10

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American Stories

For Two Pianos

ARS 38 188;4260052381885
zur Besprechung
„American Stories“ nennt das Bergmann Duo sein auf dem Label Ars Produktion erschienenes Programm. Was Elizabeth und Marcel Bergmann auf zwei Steinways präsentieren, ist allerdings gar nicht so unverfänglich, wie es der CD-Titel vermuten lassen ...

Ars Produktion ARS 38 188 • 1 CD/SACD stereo/surround • 67 min.

08.08.16 [8 8 8]

L. Bacalov • A. Piazzolla

463 471-2;0028946347126
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Strenggläubige lehnen jede Vermischung von Geistlichem mit weltlichen Tönen ab, Aufgeschlossenere erinnern sich, daß das letzte Vatikanische Konzil ausdrücklich den Gottesdienst in den Landessprachen verankert wissen wollte. Warum also nicht auch in ...

DG 463 471-2 • 1 CD • 54 min.

01.03.01 [6 7 6]

Gelius Trio

Oblivion

CTH2610;4003913126108
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Jazz- und Folkloreinspirierte Musik des 19. und 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt dieser neuen CD mit dem Münchner Gelius-Trio. Das Ensemble ist mit einem Konzertmeister und einem Solocellisten der Münchner Philharmoniker sowie der Pianistin ...

Thorofon CTH2610 • 1 CD • 64 min.

06.02.14 [8 7 8]

Operassion

BM 31.9208;4014513022929
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Das hübsche, in geschmackvollen Farben gehaltene Booklet macht neugierig auf Buneos Aires - mi amor: Zwar ist der Text aufgrund der benutzten Schrifttypen und wechselnden Hintergründe nicht immer leicht zu lesen, zwar erfahren wir auch nur durch das ...

Antes BM 31.9208 • 1 CD • 58 min.

24.04.06 [9 9 9]

Piazzolla on Marimba

OC 1851;4260330918512
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Fumito Nunoya kann als einer der wohl profiliertesten „Spezialisten“ auf dem Marimbafon, jenem mächtigen Instrument mit den hölzernen Klangkörpern und Resonanzröhren betrachtet werden. Das Spiel des gebürtigen Japaners zeichnet sehr viel subtile ...

OehmsClassics OC 1851 • 1 CD • 67 min.

26.11.16 [10 10 10]

Pindakaas Saxophon Quartet Ballads of Good Life

CLCL 904;4260113469040
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Das Pindakaas Saxophon Quartett versteht sich als Querdenker jenseits gängiger Kammermusikprogramme. Als Grenzüberschreiter kann man durchaus auch die auf dieser CD versammelten Komponisten sehen. Neben der zentralen Figur Kurt Weill sind dies Astor ...

Classicclips CLCL 904 • 1 CD • 69 min.

15.12.09 [8 8 7]

Soñary y nada más

Tangos für Gitarre

TZ1088;4260433510880
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Melancholie, selbstzweiflerisches Nachdenken, ein Gefühl von zufriedener Gelassenheit, Unruhe, das Gefühl einer schicksalshaften Bedrohung, ein leicht makabrer Walzer, eifrige Betriebsamkeit, ein intrikates Spiel mit doppelt gegriffenen leeren ...

timezone TZ1088 • 1 CD • 64 min.

21.07.16 [10 10 10]

Tangos for Yvar

GP794;0747313979424
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Tango ist keine eng umgrenzte Musikschublade – und schon garnicht ein folkloristisches Klischee. Das dachte sich die Pianistin Hanna Shybayeva, um hier nicht den Weg des geringsten Widerstandes eines soundsovielten Piazolla-Veröffentlichung zu ...

Grand Piano GP794 • 1 CD • 65 min.

23.05.19 [9 9 9]

La Vida Breve

ARS 38 159;4260052381595
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Woran es auch liegen mag, an dem spanisch-lateinamerikanischen Repertoire zwischen Enrique Granados und Egberto Gismonti mit seinen herrlichen Stimmungs- und Farbnuancen, an den vortrefflichen Bearbeitungen für Violoncello und Gitarre, an dem ...

Ars Produktion ARS 38 159 • 1 CD/SACD stereo/surround • 63 min.

20.01.15 [10 10 10]

Voyage

CLCL 905;4260113469057
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Einen Grund dafür, dass auf diesem Album mit dem Titel „Voyage“ Aufnahmen aus den Jahren 1996 bis 1999 wiederaufgelegt werden, erfährt man im Beiheft nicht; ein Hinweis darauf, etwa durch einen Untertitel wie „Best of“, unterbleibt. Das senkt den ...

Classicclips CLCL 905 • 1 CD • 57 min.

07.03.12 [7 8 6]

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