Heute, am 15. Januar 2026, feiert der deutsche Kirchenmusiker und Organist Matthias Eisenberg seinen 70. Geburtstag, Geboren wurde er in Dresden. Bereits seit seinem 9. Lebensjahr spielte er in verschiedenen Kirchengemeinden Orgel und war fünf Jahre lang Chorknabe im berühmten Dresdner Kreuzchor. 1978 schloss er sein Studium an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ mit dem A-Examen ab. Bereits während seines Studiums nahm er erfolgreich an mehreren internationalen Wettbewerben teil. 1980 wurde er unter Kurt Masur 1. Organist am Gewandhaus in Leipzig und war innerhalb und auch außerhalb.der DDR erfolgreich künstlerisch tätig, u.a. 1983 beim Bachfest in Graz und 1985 an der internationalen Bach-Akademie in Stuttgart. 1986 kehrte Matthias Eisenberg von einer Tournee des Bachorchesters in die Bundesrepublik Deutschland nicht wieder in die DDR zurück. Er wirkte zunächst als Kirchenmusiker in Bad Homburg und Hannover und war anschließend als freischaffender Organist und Cembalist tätig. Im Januar 2001 trat Eisenberg erstmals nach 15 Jahren wieder im Leipziger Gewandhaus auf. Sein Wirken ist auf zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentiert. Bei vielen Orgelneubauten und -renovierungen wurde und wird er als Orgelsachverständiger herangezogen und geschätzt. Seit Ende 2012 lebt Matthias Eisenberg in Straupitz im Spreewald.
Der kanadische Tenor Ben Heppner galt jahrzehnte lang als führender Lohnengrin und Tristan, Partien, die er auf allen großen Bühnen interpretiert hat. Aber auch in Brittens Peter Grimes oder als Hermann in Tschaikowskys Pique Dame sowie in Liederabenden hat er das Publikum in Europa und den USA begeistert. 2011 sagte er seine Mitwirkung als Siegfried am neuen Ring an der New Yorker Metropolitan Opera mit der Begründung ab, diese Partie in Zukunft nicht mehr singen zu wollen. Sein künstlerisches Vermächtnis ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert.
Der israelische Dirigent Israel Yinon wurde am 11. Januar 1956 in Kfar Saba, Israel, geboren. Er war international tätig und arbeitete regelmäßig mit der Jungen Philharmonie Zentralschweiz, dem Orchester der Hochschule Luzern. 1995 leitete er die Uraufführung der Oper Die Schachnovelle von Violeta Dinescu bei den Schwetzinger Festspielen. Er hat im Laufe seiner Karriere internationale Orchester dirigiert und zahlreiche CDs und Mittschnitte für den Rundfunk aufgenommen. Am 29. Januar 2015 ist Yinon während einer Aufführung der Alpensinfonie im Luzerner KKL am Podium zusammengebrochen und völlig unerwartet noch am Abend verstorben.
Nicht nur als Wagner-Sängerin ist die Mezzosopranistin Waltraud Meier berühmt, sondern auch als Liedinterpretin. Sie studierte zunächst Anglistik und Romanistik, nahm aber gleichzeitig Gesangsunterricht. 1976 entschied sie sich für ihre sängerische Laufbahn und debütierte an der Würzburger Oper in der Partie der Lola in Cavalleria Rusticana. In den folgenden Jahren erarbeitete sie sich in festen Engagements in Mannheim, Dortmund, Hannover und Stuttgart ein breites Repertoire. Ihr internationales Debüt gab Waltraud Meier 1980 am Teatro Colon in Buenos Aires als Fricka in Wagners Walküre. Als Kundry in Wagners Parsifal begann 1983 bei den Bayreuther Festspielen ihre Weltkarriere, die Waltraud Meier an die Covent Garden Opera London, die Metropolitan Opera New York, die Mailänder Scala, die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper und an die Bayerische Staatsoper München geführt hat. Mit mit ihrer Darstellung der Kundry, Isolde, Ortrud, Venus und Sieglinde gilt Waltraud Meier als eine der bedeutenden Wagner-Sängerinnen unserer Zeit.