Das SWR Vokalensemble gilt als einer der weltweit besten Profichöre – und blickt in diesem Jahr auf 70 Jahre Geschichte und Innovation zurück. Die mit internationalen Preisen ausgezeichneten Sängerinnen und Sänger sind am Samstag, 17. September 2016, um 20 Uhr bei einem Festkonzert im Theaterhaus Stuttgart zu erleben. Für das Programm hat Chefdirigent Marcus Creed eine Auswahl aus dem reichen Chorrepertoire der vergangenen Jahrzehnte getroffen – „Meilensteine“ und „Lieblingsstücke". Zur Begrüßung sprechen Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn und der Intendant des Südwestrundfunks (SWR) Peter Boudgoust. Die Arbeit des SWR Vokalensembles wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem ECHO Klassik und dem Europäischen Chorpreis. Ein Schwerpunkt des Repertoires liegt auf der zeitgenössischen Musik. Im Laufe der Zeit brachte das Ensemble mehr als 250 Werke zur Uraufführung, davon alleine 170 neue A-cappella-Werke seit 1990. Der SWR hat einen Großteil dieser Werke initiiert und ist einer der größten Auftraggeber für Kompositionen zeitgenössischer Chormusik. Im Laufe der vergangenen 70 Jahre entstand so Vokalmusik, die heute nicht mehr wegzudenken ist, die es aber ohne das SWR Vokalensemble nicht gäbe. Chefdirigenten wie Hermann Joseph Dahmen, Marinus Voorberg, Klaus Martin Ziegler und Rupert Huber prägten den Chor wesentlich. Darüber hinaus verband das SWR Vokalensemble eine Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Claudio Abbado, Giuseppe Sinopoli, Eric Ericson, John Eliot Gardiner, Neville Marriner und Georg Solti. Gegründet wurde der Chor 1946 als „Kammerchor von Radio Stuttgart“. Mehrmals wurde er umbenannt: 1948 hieß er „Chor des Süddeutschen Rundfunks“, seit 1959 „Südfunk-Chor“, und erhielt schließlich mit dem Zusammenschluss von Süddeutschem Rundfunk und Südwestfunk im Jahr 1998 den Namen „SWR Vokalensemble“. Seit dem Jahr 2003 ist Marcus Creed Chefdirigent des Ensembles.
»SWR Vokalensemble Stuttgart: Biographie und Einspielungen«
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