Die österreichische Komponistin Grete von Zieritz wurde am 10.März 1899 in Wien geboren. Ihr Vater Karl Ferdinand Zieritz war ein Österreichischer General, der in den Adelsstand erhoben wurde, ihre Mutter Henrica Vera Josefa war eine Malerin. Grete wuchs in Wien, Innsbruck und Graz auf. Mit sechs Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht, gab mit 13 Jahren ihre ersten Konzerte und als pianistisches Wunderkind. 1917 schloss sie ihre Ausbildung als Pianistin und Komponistin mit Auszeichnung ab. Anschließend ging sie nach Berlin, wo sie eigentlich nur drei Monate bleiben wollte. Es wurden 85 Jahre daraus. Sie setzte dort zunächst ihr Klavierstudium u.a. bei Martin Krause, einem Schüler von Franz Liszt, fort und vertiefte von 1926-1931 ihr Kompositionnsstudium bei Franz Schreker, bei dem sie unbedingt studieren wollte, da er ihrer Meinung nach seinen Schülerinnen und Schülern größtmöglichen individuellen Freiraum ließ. Bereits 1921 war sie mit ihren Japanischen Liedern schlagartig berühmt geworden. 1928 erhielt sie den Mendelssohn-Staatspreis. Weitere Ehrungen erhielt sie im Laufe ihres Lebens u.a. 1979, als ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde und 1982 mit der GEMA-Ehrenmedaille. Ihre Kassandra-Rufe, zu denen sie von Werken des Malers Christoph Niess angeregt wurde, brachten ihr 1986 einen weiteren viel beachteten Erfolg als Komponistin ein. Der Kammermusik-Zyklus wurde durch den SFB uraufgeführt. 1933 lernte Grete von Zieritz die Archivarin am Statistischen Reichsamt Berlin Toska Lettow. Aus dieser Bekanntschaft entstand eine lebenslange Freundschaft. 1934 zog Toska Lettow in ihre Wohnung mit ein und unterstützte sie in ihrer künstlerischen Arbeit, indem sie ihre vielen Arbeiten des Alltags abnahm. Grete von Zieritz war 71 Jahre lang Mitglied der GEMA. Eine erhoffte Professur an der Berliner Hochschule der Künste wurde ihr nie angetragen, was sie sehr kränkte. Am 26. November 2001 starb Grete von Zieritz in Berlin im Alter von 102 Jahren. Mit etwa 300 Werken hienterließ sie ein vielseitiges und reichhaltiges Œuvre.
»Grete von Zieritz: Biographie und Einspielungen«
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