Am 26. Mai vor 450 Jahren – fast einem halben Jahrtausend! – starb der spanische Komponist und Organist Antonio de Cabezón. Er gilt als der bedeutendste spanische Komponist von Musik für Tasteninstrumente seiner Zeit. Geboren wurde Cabezón am 30. März 1510 in Castrillo Matajudíos bei Castrojeriz. Er war von Kindheit an blind. Über sein Leben ist so gut wie nichts überliefert. Er war Hoforganist Karls V. und später Philipps II. und unternahm in deren Gefolge zwei Reisen quer durch Europa (von 1548 bis 1551 und von 1554 bis 1556). Dabei lernte bedeutende Musiker anderer Höfe kennen. Um 1538 heiratete er und zog nach Ávila, der Geburtsstadt seiner Frau. Das Paar hatte fünf Kinder, die allesamt hohe Positionen am spanischen Königshof unter Philipp II beziehen konnten. Als Madrid Sitz des Königshofs und spanische Hauptstadt wurde, zog er dorthin und blieb dort bis zu seinem Tode 1566. Seine gesammelten Werke (Intabulierungen und Variationen) wurden 1578 von seinem Sohn Hernando herausgegeben waren Vorbild und Anleitung für die folgenden Organistengenerationen.
Sie war und ist nicht nur als die Frau von Robert Schumann bekannt: Clara Schumann war selbst eine höchst begabte Komponistin und eine ausgezeichnete Pianistin. Als Komponistin trat sie hinter Robert zurück, da es zu ihrer Zeit für Frauen nicht nur unschicklich war, zu komponieren, sondern diese Begabung und Fähigkeit Frauen schlichtweg aberkannt wurde. Als Pianistin aber war sie hoch geschätzt, sehr erfolgreich und half nach Kräften, die Werke ihres Mannes bekannt zu machen. Geboren am 13. September 1819 in Leipzig, trat Claras außergewöhnliche musikalische Begabung früh zutage. Ihr Vater Friedrich Wieck föderte das Talent seiner Tochter ehrgeizig, um sie als Wunderkind bekannt zu machen. Im Alter von 11 Jahren lernte sie Robert Schumann kennen, als dieser ein Jahr lang bei den Wiecks lebte und Unterricht bei Claras Vater nahm. Die sich später anbahnende Verbindung der beiden versuchte dieser unter allen Umständen zu verhindern. Die Heirat am 12. September 1840 erwirkten Clara und Robert gegen den Willen des Vaters gerichtlich. Das Ehepaar hatte acht Kinder. Clara setzte auch nach der Heirat ihre Konzerttätigkeit fort und trug in erheblichem Maße zum Einkommen der Familie bei. Im Dezember 1844 zog das Ehepaar nach Dresden, wo Robert sich eine Festanstellung als Dirigent erhoffte. 1850 übersiedelte die Familie Schumann schließlich nach Düsseldorf, wo Robert die ersehnte Festanstellung als Städtischer Musikdirektor antrat. Neben ihrer weiteren Konzerttätigkeit übernahm Clara die musikalische Assistenz von Orchester und Chor. Nach der schweren Erkrankung und Einweisung Roberts in die Nervenheilanstalt Endenich musste Clara die Familie allein durchbringen. Sie konnte ihn dort erst zwei Tage vor seinem Tod besuchen. 1853 lernte sie den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms kennen. Brahms wohnte eine Zeit lang mit Clara in der Düsseldorfer Wohnung. Über ihr wahres Verhältnis kann nur spekuliert werden, da der Briefwechsel von beiden fast vollständig vernichtet wurde. Im Oktober 1857 zog Clara Schumann nach Berlin, 1863 siedelte sie nach Baden-Baden über. Ihr Leben war weiterhin fast vollständig mit Konzertreisen ausgefüllt, sie betätigte sich jedoch auch als Herausgeberin der Kompositionen von Robert Schumann und veröffentlichte auch seine Schriften und Tagebücher. Im Jahr 1878 wurde sie zur „Ersten Klavierlehrerin“ des neu gegründeten Dr. Hoch’s Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen. Ihr letztes Konzert gab sie am 12. März 1891 im Alter von 71 Jahren. Am 26. März 1896 erlitt Clara einen Schlaganfall, an dessen Folgen sie am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main starb. Sie wurde ihrem Wunsch gemäß in Bonn auf dem Alten Friedhof neben ihrem Mann beigesetzt.