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Komponisten: Aktuelle Infos

Clara Schumann 130. Todestag

dt. Komponistin


Sie war und ist nicht nur als die Frau von Robert Schumann bekannt: Clara Schumann war selbst eine höchst begabte Komponistin und eine ausgezeichnete Pianistin. Als Komponistin trat sie hinter Robert zurück, da es zu ihrer Zeit für Frauen nicht nur unschicklich war, zu komponieren, sondern diese Begabung und Fähigkeit Frauen schlichtweg aberkannt wurde. Als Pianistin aber war sie hoch geschätzt, sehr erfolgreich und half nach Kräften, die Werke ihres Mannes bekannt zu machen. Geboren am 13. September 1819 in Leipzig, trat Claras außergewöhnliche musikalische Begabung früh zutage. Ihr Vater Friedrich Wieck föderte das Talent seiner Tochter ehrgeizig, um sie als Wunderkind bekannt zu machen. Im Alter von 11 Jahren lernte sie Robert Schumann kennen, als dieser ein Jahr lang bei den Wiecks lebte und Unterricht bei Claras Vater nahm. Die sich später anbahnende Verbindung der beiden versuchte dieser unter allen Umständen zu verhindern. Die Heirat am 12. September 1840 erwirkten Clara und Robert gegen den Willen des Vaters gerichtlich. Das Ehepaar hatte acht Kinder. Clara setzte auch nach der Heirat ihre Konzerttätigkeit fort und trug in erheblichem Maße zum Einkommen der Familie bei. Im Dezember 1844 zog das Ehepaar nach Dresden, wo Robert sich eine Festanstellung als Dirigent erhoffte. 1850 übersiedelte die Familie Schumann schließlich nach Düsseldorf, wo Robert die ersehnte Festanstellung als Städtischer Musikdirektor antrat. Neben ihrer weiteren Konzerttätigkeit übernahm Clara die musikalische Assistenz von Orchester und Chor. Nach der schweren Erkrankung und Einweisung Roberts in die Nervenheilanstalt Endenich musste Clara die Familie allein durchbringen. Sie konnte ihn dort erst zwei Tage vor seinem Tod besuchen. 1853 lernte sie den 14 Jahre jüngeren Johannes Brahms kennen. Brahms wohnte eine Zeit lang mit Clara in der Düsseldorfer Wohnung. Über ihr wahres Verhältnis kann nur spekuliert werden, da der Briefwechsel von beiden fast vollständig vernichtet wurde. Im Oktober 1857 zog Clara Schumann nach Berlin, 1863 siedelte sie nach Baden-Baden über. Ihr Leben war weiterhin fast vollständig mit Konzertreisen ausgefüllt, sie betätigte sich jedoch auch als Herausgeberin der Kompositionen von Robert Schumann und veröffentlichte auch seine Schriften und Tagebücher. Im Jahr 1878 wurde sie zur „Ersten Klavierlehrerin“ des neu gegründeten Dr. Hoch’s Konservatoriums in Frankfurt am Main berufen. Ihr letztes Konzert gab sie am 12. März 1891 im Alter von 71 Jahren. Am 26. März 1896 erlitt Clara einen Schlaganfall, an dessen Folgen sie am 20. Mai 1896 in Frankfurt am Main starb. Sie wurde ihrem Wunsch gemäß in Bonn auf dem Alten Friedhof neben ihrem Mann beigesetzt.

»Clara Schumann: Biographie und Einspielungen«

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Johann Jakob Froberger 410. Geburtstag

dt. Komponist


Der 18. Mai 2026 gibt Anlass zu einem besonderen Gedenken: an diesem Tag jährt sich der Geburtstag des Barockkomponisten und -organisten Johann Jakob Froberger zum 410. Mal. Froberger wurde in Stuttgart geboren. Sein Vater war Kapellmeister an der Stuttgarter Hokapelle. Vier seiner Geschwister waren ebenfalls an der Stuttgarter Hofkapelle angestellt. Mit ihnen verbrachte er seine Jugend in den Wirren des 30jährigen Krieges und verlor 1637 seine Eltern infolge einer Pestepidemie. Er zog nach Wien und erhielt im gleichen Jahr eine Anstellung als Hoforganist. Im November desselben Jahres reiste er nach Rom und studierte dort bis 1641 bei Frescobaldi. In den Jahren 1641 bis 1645 und 1653 bis 1657 war er wieder in seinem Amt als Wiener Hoforganist tätig, dazwischen und danach war er auf Reisen durch Europa. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er im Dienst der Herzogin Sibylla von Württemberg in Héricourt. Froberger starb am 6. Mai 1667 auf Schloss Héricourt bei Montbéliard in Frankreich. Froberger gilt als der Schöpfer der Klaviersuite. In seinen Werken verbindet er italienische, französische und englische Einflüsse zu einem eigenen einheitlichen Stil, dessen Wirkung noch die Cembalowerke Bachs und Händels beeinflusste. Er komponierte hauptsächlich Toccaten, Capriccios, Ricercare, Fantasien, Kanzonen und Suiten für Cembalo/Klavier und Orgel.

»Johann Jakob Froberger: Biographie und Einspielungen«

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