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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Ernst Krenek

* 23.08.1900 Wien
† 22.12.1991 Palm Springs

Der 22. Dezember 2016 ist auch der 25. Todestag des österreichischen Komponisten Ernst Krenek. Geboren wurde er am 23. August 1900 in Wien und studierte bereits mit 16 Jahren Komposition bei Franz Schreker. 1920 folgte er diesem nach Berlin. Dort machte er die Bekanntschaft mit zahlreichen bedeutenden Musikern seiner Zeit, u.a. Ferruccio Busoni und Hermann Scherchen. 1923 begab er sich für zwei Jahre in die Schweiz, von dort führte sein Weg weiter nach Paris. 1924 heiratete er Anna Mahler, die Tochter Gustav Mahlers, doch noch im gleichen Jahr trennte sich das Ehepaar wieder. Am 10. Februar 1927 feierte Krenek mit seiner „Jazz-Oper“ Johnny spielt auf seinen größten Erfolg. Auch wenn Hanns Eisler die Oper als ein „langweiliges und geistloses Stück“ bezeichnete, war sie eine der meistgespielten Opern der zwanziger Jahre. Nach der Scheidung heiratete Krenek die Schauspielerin Berta Hermann und kehrte nach Wien zurück. Die Beschäftigung mit Franz Schubert löste bei ihm eine neoromantische Kompositionsphase aus, die in der Oper Das Leben des Orest (1929) und dem Liederzyklus Reisebuch aus den österreichischen Alpen (1929) gipfelte. Es folgte die Auseinandersetzung mit Arnold Schönbergs Zwölftontechnik, die ihren Niederschlag in der Oper Karl V. (1933, UA 1938 in Prag) fand. 1933 wurden Kreneks Werke von den Nationalsozialisten als „entartet“ verboten. 1938 emigrierte er in die USA und nahm eine Lehrtätigkeit am Vassar College in Poughkeepsie, New York und von 1942 bis 1947 an der School of Fine Arts der Hamline University in Saint Paul, Minnesota auf. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger. 1950 heiratete er die Komponistin Gladys Nordenstrom-Krenek. Zu den wichtigsten Werken jener Jahre gehören das Chorwerk Lamentatio Jeremiae prophetae (1941) und die Oper Pallas Athene weint (1955). Krenek ließ sich nie auf eine bestimmte Stilrichtung festlegen. Er beschäftigte sich auch mit serieller und mit elektronischer Musik. Sein Gesamtwerk beinhaltet fast alle Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts und zählt insgesamt 242 Opusnummern. Krenek komponiert unermüdlich bis in seine letzten Lebensjahre. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Ernst Krenek starb am 22. Dezember 1991 in Palm Springs, Kalifornien, beigesetzt wurde er in einen Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Biographie Diskographie [13] Werke [44]

Biographie

23.8.1900
geboren in Wien
1916
Studium an der Wiener Musikakademie bei Franz Schreker.
1918
Militärdienst im 1. Weltkrieg.
1919
Philosophiestudium in Wien.
1920-1922
Fortsetzung des Studiums bei Franz Schreker. Als dieser an die Staatliche Hochschule nach Berlin wechselt, folgt im Krenek nach Berlin und gehört dort bald zum Freundeskreis von F. Busoni, Arthur Schnabel und Hermann Scherchen. Am 17.3.1922 wird Kreneks erste Sinfonie op. 7 in Berlin uraufgeführt.
1923
UA der zweiten Sinfonie op. 12 in Kassel.
1924
UA der Kantate "Die Zwingburg". Aufenthalt in Paris.
1925-1927
Assistent von Paul Bekker, zunächst am Theater in Kassel, später in Wiesbaden. 1927 UA von "Jonny spielt auf" in Leipzig. Die Oper wird ein überragender Erfolg und sogleich in zahlreichen Städten nachgespielt. Sie bringt dem Komponisten die finanzielle Unabhängigkeit.
1928
Übersiedelung in seine Heimatstadt Wien.
1930
UA der Oper "Leben des Orest" in Leipzig; Liederzyklus "Reisetagebuch aus den österreichischen Alpen".
1931
"Gesänge des späten Jahres" für Singstimme. Die Wiener Staatsoper vergibt einen Kompositionsauftrag an Krenek, der das Leben des Habsburger-Kaisers Karl V. zum Thema haben soll.
1934
Wegen der politischen Brisanz der Krenek-Oper "Karl V." werden die Proben für die Uraufführung gestoppt.
1938
Wegen der drohenden Verfolgung durch das Nazi-Regime emigiert Krenek 1938 in die USA. Dort unterrichtet er an verschiedenen Colleges und Universitäten. Die Oper Karl V. wird in Prag uraufgeführt.
1945
Krenek erhält die amerikanische Staatsbürgerschaft.
1947
Ständiger Wohnsitz in Kalifornien.
ab 1950
Konzertreisen nach Europa.
1955
UA der Oper "Pallas Athene weint" in Hamburg.
1963
Verleihung des großen österreichischen Staatspreises in Wien.
1966
TV-Oper "Der Zauberspiegel"
1984
Österreichische Erstaufführung von "Karl V."
22.12.1991
gestorben in Palm Springs (USA).

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