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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Heinrich Kaminski

* 04.07.1886 Tiengen
† 21.06.1946 Ried

Vor 130 Jahren, am 4. Juli 1886, wurde der deutsche Komponist Heinrich Kaminski in Tiengen im Schwarzwald geboren. Er war der Sohn eines altkatholischen Pfarrers. Seine Mutter war Opernsängerin. Nach dem Abitur begann er zunächst eine Banklehre in Offenbach, zog dann jedoch nach Heidelberg, um Politikwissenschaft zu studieren. Die schicksalhafte Begegnung mit Martha Warburg änderte seine Pläne: sie erkannte seine musikalische Begabung und wurde seine Förderin. Er erhielt Klavierunterricht und studierte ab 1907 Musiktheorie und evangelische Kirchenmusik. 1909 zog er nach Berlin, um am Sternschen Konservatorium Musik zu studieren. Während seiner Berliner Studienzeit entstanden seine ersten Kompositionen, das Quartett a-Moll für Klavier, Klarinette, Viola und Violoncello op.1b (1912) und das Streichquartett F-Dur (1913). Nach Studienabschluss trat er 1914 in Benediktbeuern eine Stelle als Klavierlehrer an. Dort lernte er u.a. die Maler Emil Nolde und Franz Marc kennen. Während des Ersten Weltkriegs war er als Chorleiter und Kompositionslehrer tätig, danach wurde er in der Nachfolge von Hans Pfitzner an die Preußische Akademie der Künste nach Berlin für die Leitung einer Meisterklasse für Komposition berufen. Zu seinen bekanntesten Schülern zählen Carl Orff und Reinhard Schwarz-Schilling. Wegen seiner politischen Gesinnung wurde sein auslaufender Vertrag 1933 von den Nationalsozialisten nicht mehr verlängert und er kehrt nach Benediktbeuern zurück. 1938 wurde er sogar mit einem Aufführungsverbot belegt, da er als „Halbjude“ eingestuft wurde. Seine Karriere wurde aufgrund dessen in der Folgezeit weiter behindert, er musste mehrmals ins Ausland fliehen. Zwischen 1939 und 1945 hatte er den Verlust von drei Kindern zu beklagen. Kurz nach Vollendung seiner Oper „Das Spiel vom König Aphelius“ starb Kaminski am 21. Juni 1946 in Ried in Oberbayern, wo auch viele seiner Werke wie Introitus und Hymnus (1920), Concerto grosso (1923), Magnificat (1925) und die Motette Der Mensch (1929) mit großem Erfolg aufgeführt worden waren.

Diskographie [4] Werke [16]

Diskographie aktuelle Auswahl: 4

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Confession

TLS111;4028524001118
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Das Pappcover zum Auffalten ist relativ dünn gearbeitet und verspricht, nicht lange zu halten. Und wenn es nicht eine normale Verpackung sein soll: ein Digipack oder ein Hard-Carton-Pack sehen auch gut aus und halten länger. Doch das ist der einzige ...

Telos TLS111 • 1 CD • 63 min.

12.02.07 [10 10 10]

Himmelslieder | Songs of Heaven

Britten • Pärt • Kaminski • Poulenc

SWR19015CD;0747313901586
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Bis Weihnachten ist es zwar noch eine Weile hin, aber Musikfreunde, die nicht Jahr für Jahr dieselben Stücke zum Fest auflegen wollen, können sich diese Veröffentlichung des SWR schon einmal vormerken. Es handelt sich um a-cappella-Chöre von ...

SWRmusic SWR19015CD • 1 CD • 69 min.

06.07.16 [9 9 9]

Heinrich Kaminski
Das geistliche a-cappella-Werk

OC 608;4260034866089
zur Besprechung
Heinrich Kaminski war zeit seines Lebens (1886–1946) ein Einzelgänger, Philosoph und religiöser Mystiker der Musik. Die Vergeistigung aller seiner schöpferischen Prozesse zeigt ihn aber auch als einen Rationalisten in der Anwendung seiner ...

OehmsClassics OC 608 • 1 CD/SACD stereo/surround • 79 min.

25.01.06 [8 8 8]

Heinrich Kaminski: Werk für Streichorchester (Orchesterfssg., arr. Reinhard Schwarz-Schilling)

777 578-2;0761203757824
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„Musik muss strömen! Gibt es Schöneres, als in ihren Strom zu kommen?" Diesem Credo Heinrich Kaminskis (1886-1946) nicht bedingungslos zu folgen, ist bei der vorliegenden künstlerisch wie klanglich absolut einwandfreien cpo-Produktion kaum möglich. ...

cpo 777 578-2 • 1 CD • 53 min.

18.05.12 [10 10 10]

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