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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3618

Georges Auric

franz. Komponist

* 15.02.1899 Lodève
† 23.07.1983 Paris

Zusammen mit Louis Durey, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Germaine Tailleferre bildete er jene berühmte „Groupe des Six“, die eine Abkehr von den impressionistischen und symbolhaften Werken Debussys und der spätromantischen, bedeutungsschweren Musik eines Richard Wagner oder Jules Massenet propagierte: unkompliziert sollte die Musik sein, gerne auch etwas absurd oder satirisch, auf jeden Fall aber populär. Seine eigenen Kompositionen waren entsprechend modern, frisch und unverkünstelt, mit lebhafter, oft ekstatischer Rhythmik. Er verfasste komische Opern, Ballette und mit Beginn der 30er Jahre vor allem Filmmusik und war auch in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg ein vielbeachteter Musikkritiker. Heute würde Georges Auric – der Jüngste im Bunde der „Groupe“ – seinen 120. Geburtstag feiern. Er wurde am 15. Februar 1899 in Lodève, Département Hérault geboren. Seine musikalische Laufbahn begann schon als Kind im Alter von zwölf Jahren mit einem Klavierdebüt bei der Société musicale indépendante und mit Aufführungen mehrerer von ihm komponierter Lieder durch die Société Nationale de Musique. Mit diesen frühen Erfolgen im Rücken studierte er Musik am Pariser Konservatorium und Komposition bei Vincent d'Indy und Albert Roussel an der Schola Cantorum de Paris. Erik Satie wurde auf ihn aufmerksam und förderte ihn. Bereits zwischen 1910 und 1920 gehörte Auric der Pariser Avantgarde an. Er war noch keine 20 Jahre alt, als er schon Musik zu mehreren Bühnenwerken, -produktionen und Balletten verfasst hatte. Von Anfang an zeigte sich dabei seine ablehnende Haltung gegen das damalige Musikestablishment, die in dem losen Zusammenschluss der „Groupe“ ihren Ausdruck fand. So steuerte auch Auric ein Stück zum „L'Album des Six“ bei. Ab 1930 begann er, sehr erfolgreich Filmmusik zu komponieren, beginnend mit A Nous, la Liberté! (1931) bis zu seinem berühmtestes Filmscore Moulin Rouge. 1962 wurde Auric Direktor der Opéra National de Paris und im selben Jahr als Nachfolger von Jacques Ibert auch Mitglied der Académie des Beaux-Arts. Damit beendete Auric seine Karriere als Filmkomponist, komponierte aber bis zu seinem Tod weiterhin Kammermusik, vor allem für Bläser. Von 1954–1978 war Auric Präsident der französischen Musikverwertungsgesellschaft SACEM – eine Entsprechung der deutschen GEMA. Von 1962 bis 1968 war Auric darüber hinaus noch Vorsitzender der „Réunion des théâtres lyriques nationaux“. 1930 hatte Auric die Malerin Eleanore Vilter geheiratet. Sie starb 1982, Georges ein Jahr später mit 83 Jahren am 23. Juli 1983 in Paris.

Diskographie [4] Werke [6]

Diskographie aktuelle Auswahl: 4

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L' Album de Six

Sämtliche Werke der Gruppe Les Six für Flöte und Klavier

CDA 67204;0034571172040
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Auf dieser wichtigen Neuerscheinung des Labels Hyperion sind sämtliche Werke für Flöte und Klavier des Komponistenkreises Les Six festgehalten. Es verwundert nicht, daß dieser Künstlergruppe eine ganze Reihe idiomatischer Werke zu verdanken sind, ...

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Classica Francese

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Viele der sogenannten „Crossover“-Experimente der letzten Jahre und Jahrzehnte hinterließen einen zwiespältigen Eindruck, vor allem wohl, weil meist so getan wurde, als ob alle Musikformen, jene der Kunstmusik und jene der Populärkultur, irgendwie ...

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Diaghilev

Les Ballets Russes Vol. VII

93.265;4010276023234
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Georges Auric (1899-1983) hat ein langes Komponistenleben genießen können, ist aber in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen deswegen in Erinnerung geblieben, weil er der „Groupe des Six“ angehörte – auch dies mehr ein Zufall, ...

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08.10.10 [8 8 8]

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Accord 476 159 2 • 2 CD • 117 min.

21.06.05 [10 7 9]

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