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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Gerald Finzi

* 14.06.1901 London
† 27.09.1956 Oxford

Gerald Finzi ist einer der bekanntesten englischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde am 14. Juli 1901 in London geboren und verbrachte dort auch seine frühe Kindheit. Bereits mit sieben Jahren verlor er seinen Vater. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog seine Mutter mit ihm nach Harrogate in Yorkshire. Dort nahm er Unterricht bei dem Komponisten Ernest Farrar und ab 1917 bei Edward Bairstow am York Minster. 1922 veröffentlichte er sein erstes Werk By Footpath and Style für Bariton und Streichquartett auf Texte von Thomas Hardy. 1926 zog er wieder nach London und nahm Unterricht bei R. O. Morris. In dieser Zeit lernte er Vaughan Williams kennen, der 1928 sogar sein Violinkonzert dirigierte. Außerdem machte er auch die Bekanntschaft von Holst, Bliss, Rubbra und Ferguson. 1930 vermittelte ihm Vaughan Williams einen Lehrauftrag an der Royal Academy of Music. Nach seiner Heirat mit der Künstlerin Joy Black 1933 gab er diesen wieder auf und zog nach Aldbourne in Berkshire. Im selben Jahr hatte Finzi mit der vollständigen Aufführung seines Liederzyklus A Young Man’s Exhortation seinen ersten größeren Erfolg in London. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges behinderte die weitere Entwicklung seiner Karriere, die gerade begonnen hatte, stark. Im Jahr 1939 zogen die Finzis auf die Ashmansworth Farm bei Newbury in Wiltshire. In den Kriegsjahren wurde Finzi ins Ministerium für Kriegstransporte einberufen und bot einer Anzahl deutscher und tschechischer Kriegsflüchtlinge in seinem Haus Unterkunft. Er gründete die Newbury String Players, anfangs mit Laienmusikern aus dem Ort, die er bis zu seinem Tod dirigierte. Nach Kriegsende erhielt Finzi eine Reihe wichtiger Kompositionsaufträge: 1946 die Festhymne Lo, the full, final sacrifice, 1947 die große Ode For Saint Cecilia, 1949 ein Klarinettenkonzert für Frederick Thurston und 1950 vollendete er sein Meisterwerk, Intimations of Immortality für Tenor, Chor und Orchester. Im Jahr 1951 wurde bei Finzi Morbus Hodgkin diagnostiziert, eine Form von Leukämie, mit einer Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren. Dies hemmte seinen Schaffensdrang allerdings keineswegs. Ein Finzi gewidmetes Konzert in der Royal Festival Hall im Jahr 1954 bedeutete die endgültige Anerkennung seiner Bedeutung für das britische Musikleben. Am 27. September 1956 erlag Gerald Finzi seiner Krankheit, nachdem er noch am Abend zuvor die Erstaufführung seines Cellokonzerts – entstanden nach einem Kompositionsauftrag von Sir John Barbirolli für das Cheltenham Festival 1955 – im Radio gehört hatte.

Diskographie [7] Werke [11]

Diskographie aktuelle Auswahl: 7

Bei sehr umfangreichen Diskographien (>50) werden hier nur Einspielungen mit sehr guten Bewertungen aufgelistet.
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= Datum der Besprechung 
= Klassik Heute Bewertung

N. Burgmüller • G. Finzi • J. Françaix • W. Lutoslawski • W.A. Mozart • C.M. v. Weber

CRC 2466;0044747246628
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Flirtations nennt sich eine der vielen Miniaturen, die hier zu hören sind. Es will sich aber keine herzklopfende Erregung beim Anbändeln mit Stücken dieser Art einstellen. Stattdessen erweist sich das durchaus originell, individuell und intelligent ...

Centaur CRC 2466 • 1 CD • 74 min.

01.10.01 [4 6 4]

E. Elgar • G. Finzi • W. Walton

NI 5666;0710357566622
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Im Booklettext erläutert Daniel Hope seine Herangehensweise an die beiden Sonaten. Sein farbliches Spektrum ist sehr weit, seine Suche nach ständiger Erweiterung desselben beherrscht die stilistische Haltung. Es ist faszinierend, in welch ...

Nimbus NI 5666 • 1 CD • 62 min.

01.08.01 [6 8 6]

G. Finzi

NI 5665;0710357566523
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Zum 100. Geburtstag von Gerald Finzi (1901- 1956) veröffentlicht Nimbus eine randvolle, erfreuliche Centenary-CD. Neu ist dabei die Eclogue, ursprünglich der Mittelsatz eines unvollendeten Klavierkonzertes, der dem Wunsch des Komponisten ...

Nimbus NI 5665 • 1 CD • 75 min.

01.10.01 [8 8 8]

J. Brahms • G. Finzi • R. Strauss

CRC 2453;0044747245324
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Ein neuer Solistenname: Herausragend gute Noten hat sich Margaret Donaghue als junge, promovierte Prinzipal-Klarinettistin des Miami City Ballet Orchestra, des Florida Symphony Pops und als Professorin an der Miami University mit Finzis ...

Centaur CRC 2453 • 1 CD • 62 min.

01.04.01 [6 7 6]

Oh Fair To See

glo 5202;8711525520202
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Das rein britische Programm dieser CD kombiniert zwei Zyklen des künstlerisch ausgereiften und kompositorisch selbstsicheren Gerald Finzi mit zwei Zyklen von Komponisten, die noch am Anfang ihrer Karriere standen - ein über weite Strecken schlichtes ...

Globe glo 5202 • 1 CD • 70 min.

01.02.01 [8 8 8]

Englische Orchesterlieder

CDA67065;0034571170657
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Mit leichtem Stirnrunzeln registriert der Hörer beim Überfliegen der Entstehungsdaten, daß die hier kombinierten englischen Orchesterlieder überwiegend dem 20. Jahrhundert entstammen. Musikalisch wurzeln sie nämlich allesamt im 19. Jahrhundert. ...

Hyperion CDA67065 • 1 CD • 72 min.

01.02.00 [4 6 4]

B. Britten • G. Finzi • M. Tippett

CDA67459;0034571174594
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Ein bemerkenswertes Recital, das drei führende englische Komponisten des 20. Jahrhunderts miteinander verbindet und zugleich thematische Verknüpfungen schafft. Es geht in fast allen Liedern um die Jugend und um das Vergehen der ...

Hyperion CDA67459 • 1 CD • 78 min.

26.04.05 [7 9 8]

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