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Komponisten: Aktuelle Infos

Heinz Werner Zimmermann 90. Geburtstag

dt. Komponist

* 1930

11

August

vor 90 Jahren

in Freiburg


Der deutsche Komponist Heinz Werner Zimmermann feiert seinen 90. Geburtstag – herzlichen Glückwunsch!. Er wurde am 11. August 1930 in Freiburg im Breisgau geboren und wuchs am Bodensee auf. Mit 16 Jahren erhielt er seinen ersten Kompositionsunterricht. Nach dem Abitur begab er sich zum Studium zu Wolfgang Fornter nach Heidelberg, wo er auch Musiktheorie am Evangelischen Kirchenmusikalischen Institut studierte. Mit 24 Jahren konnte er bereits die Amtsnachfolge von Wolfgang Fortner antreten. Von 1963 bis 1976 war er Leiter der Berliner Kirchenmusikschule. 1965/66 verbrachte er mit einem Stipendium ein Jahr in Rom in der berühmten Villa Massimo. Von 1975 bis 1996 wirkte Zimmermann als Kompositionslehrer an der Musikhochschule Frankfurt. Das amerikanische Spiritual und der klassische Jazz bildeten prägende Einflüsse auf Zimmermanns Werk und Wirken. Mit seinen „Orgelpsalmen“, seinen kirchenmusikalischen „Prosaliedern“, seinen „Motetten mit Kontrabass“ entwickelte er ganz eigene kompositorische Formen und musikalische Ausdrucksmöglichkeiten. Zu seinen Hauptwerken zählen die chorsymphonische Missa Profana, die Bible of Spirituals sowie die Symphonia Sacra. Daneben veröffentliche er auch zahlreichen Schriften und Aufsätze. Zimmermann erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, u.a. den Musikpreis der Städte Stuttgart und Berlin, 1982 den Johann-Sebastian-Bach-Preis und 2001 den Wittenberg-Award des Luther-Instituts in New York. Die Wittenberg University verlieh ihm einen Ehrendoktortitel, eine weitere Ehrendoktorwürde erhielt er 2009 von der Universität Leipzig, 2012 schließlich erhielt Heinz Werner Zimmermann das Bundesverdienstkreuz für sein Lebenswerk.

Die besten Besprechungen mit Heinz Werner Zimmermann

31.07.2020
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»Heinz Werner Zimmermann: Biographie und Einspielungen«

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Bernd-Alois Zimmermann 50. Todestag

dt. Komponist

† 1970

10

August

vor 50 Jahren

in Königsdorf bei Köln


Am 10. August 2020 jährte sich der Todetstag des Komponisten Bernd Alois Zimmerman. Er war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten der Avantgarde, der seinen persönlichen Kompositionsstil durch die Auseinandersetzung mit der freien Atonalität, der Zwölftonmusik und schließlich der seriellen Musik fand. Er wurde am 20. März 1918 in Bliesheim geboren. Ab 1929 besuchte er die katholische Privatschule im Kloster Steinfeld. Nach deren Schließung 1936 durch die Nationalsozialisten wechselte Zimmermann an das staatliche Gymnasium in Köln und legte dort 1937 das Abitur ab. Er hatte ein Jahr Reichsarbeitsdienst abzuleisten, dann begann er in Bonn ein Lehrerstudium. Im Wintersemester 1938/39 schrieb er sich schließlich an der Kölner Musikhochschule für Schulmusik, Musikwissenschaft und Komposition ein, wurde aber schon 1940 zur Wehrmacht eingezogen. 1942 nahm er sein Studium wieder auf, nachdem er wegen einer Hautkrankheit entlassen werden musste. Nach Kriegsende war Zimmermann freischaffender Komponist, besuchte die Kranichsteiner/Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik und war als Lektor im musikwissenschaftlichen Institut der Universität Köln tätig. 1957 und 1964 erhielt er jeweils ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. 1958 wurde Zimmermann als Nachfolger von Frank Martin Professor für Komposition an der Musikhochschule Köln und etablierte sich als anerkannter Komponist. 1960 wurde er mit dem Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, 1966 mit dem Kunstpreis der Stadt Köln geehrt und wurde 1965 Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Zimmermann wurde zunehmend depressiv, ein Augenleiden verschlimmerte zusätzlich seinen psychischen Zustand. Am 10. August 1970 nahm sich der Komponist das Leben. Er hinterließ kein allzu umfangreiches, dafür aber ein umso bedeutenderes Œuvre, darunter ein Konzert für Violine (1950), ein Konzert für Oboe (1952), ein Konzert für Trompete (Nobody knows the trouble I see, 1954), ein Requiem für einen jungen Dichter (1969) sowie eine Oper (Die Soldaten, 1965), die als bedeutendste Oper nach Alban Bergs Wozzeck gilt.

»Bernd-Alois Zimmermann: Biographie und Einspielungen«

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