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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Alexander Tscherepnin

* 21.01.1899 St. Petersburg
† 29.09.1977 Paris

Am 29. September 2017 jährt sich der Todestag des russischen Komponisten Alexander Tscherepnin zum 40. Mal. Er wurde am 21. Januar 1899 in Sankt Petersburg geboren und bildete zusammen mit seinem Vater Nikolai, seinen Söhnen Peter, Serge und Ivan und sogar noch zwei Enkelsöhnen quasi eine Komponisten-Dynastie. Bereits mit zwölf Jahren schrieb er seine erste Oper und hatte als Teenager schon mehrere hundert Stücke komponiert, darunter mehr als ein Dutzend Klaviersonaten. Die ersten wirklichen Erfolge hatte er jedoch auf dem Klavier. Er studierte am Konservatorium von Petrograd und in Tiflis, wohin die Familie nach der Oktoberrevolution 1917 geflohen war. 1921 verließ die Familie Rußland ganz und ließ sich in Paris nieder. Von dort aus startete Tscherepnin seine internationale Karriere als Pianist und als Komponist. 1925 gewann er den Schott-Preis mit seinem Concerto da Camera op. 33. Ab 1926 bereiste er die USA und unternahm von 1934 bis 1937 zahrleiche Konzertreisen nach Fernost. In China traf er die junge Pianistin Lee Hsien Ming, die er 1936 heiratete. Die Zeit während des Zweiten Weltkriegs verbrachte Tscherepnin in Frankreich. 1948 emigrierte er in die USA und ließ sich 1950 in Chicago nieder, wo er zusammen mit seiner Frau an der DePaul University lehrte. 1958 erwarb er die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1964 wurde vom Chicago Symphony Orchestra seine zweite Sinfonie unter Rafel Kubelik uraufgeführt. Im selben Jahr zog er nach New York um und pendelte in der Folgezeit regelmäßig zwischen Amerika und Europa. Dort starb er 1977 in Paris. In seiner Musik, in der er eine neunstufige Tonleiter benutzt, experimentiert Tscherepnin häufig mit Volksmusikmotiven, hält sich aber im Allgemeinen eher an traditionelle Formen. Zu seinen Hauptwerken zählen vier Sinfonien und sechs Klavierkonzerte. Seine zahlreichen Lieder und die kurzen Klavierstücke sind allerdings nicht selten noch wirkungsvoller. Das Singapore Symphony Orchestra unter der Leitung von Lan Shui hat eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke Tscherepnins eingespielt. Diese Aufnahmen wurden 2008 neu aufgelegt, ergänzt um seine sechs Klavierkonzerte mit Noriko Ogawa am Klavier, dem Symphonic Prayer op. 93, Magna Mater op. 41 und weiteren Orchesterwerken.

Diskographie [8] Werke [24]

Diskographie aktuelle Auswahl: 8

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= Datum der Besprechung 
= Klassik Heute Bewertung

A. Borodin • A. Tscherepnin

COL 9031.2;4005939903121
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Diese CD, die digitale Aufbereitung einer Plattenveröffentlichung von 1973, ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert. Zum einen gibt sie Zeugnis von einem ehrgeizigen Provinzorchester, den Nürnberger Symphonikern, das sich auf sehr respektablem ...

Colosseum Classics COL 9031.2 • 1 CD • 74 min.

18.05.04 [8 6 8]

Chinoiserie

BIS-CD-1110;7318590011102
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Die in New York lebende Pianistin taiwanesisch-amerikanischer Abstammung (Jg. 1973) läßt aufhorchen. In ihrem knapp achtzigminütigen Programm stehen gewiß nicht alle Stücke kompositorisch auf gleicher Höhe; enthalten sind auch ...

BIS BIS-CD-1110 • 1 CD • 80 min.

01.10.00 [8 10 10]

Z. Kodály • M. O'Connor • B. Sheng • A. Tscherepnin • D. Wilde

SK 61739;5099706173922
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Unter den heutigen Star-Interpreten ist Yo-Yo Ma eine Ausnahme, denn sein Spiel ist vielseitig und flexibel geblieben, strahlend, wo es strahlen sollte, bescheiden und schlicht, wenn die Musik es verlangt. In der CD-Aufmachung geht es nur um Ma: ...

Sony Classical SK 61739 • 1 CD • 64 min.

01.03.00 [10 10 8]

Revolution for bassoon

98.502;4010276019664
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Weshalb diese neue Serie aus dem Hause Hänssler Classic den Titel „Revolution“ trägt, weiß vermutlich allein der Produzent. Zumindest bietet die erste Folge, die der japanischen Fagottistin Junko Kundo gewidmet ist, dafür keine plausible Erklärung. ...

hänssler CLASSIC 98.502 • 1 CD • 68 min.

08.11.07 [8 8 8]

Bechsteinkonzert

Tcherepnin

The Symphonies and Piano Concertos

1717/18;7318591717188
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„Lieber Sascha! Haben Sie Erbarmen mit einem alten, kranken Mann. Ich halte es zwar aus, wenn Sie Klavier üben, aber nicht, wenn Sie improvisieren.“ Peter Tschaikowskys Bruder Hippolyte war in der Tat nicht mehr der Jüngste, als er den jungen Mann, ...

BIS 1717/18 • 4 CD • 274 min.

01.12.08 [8 8 8]

A. Tscherepnin

1317;7318590013175
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Die Laufbahn der japanischen Pianistin Noriko Ogawa sollte für jüngere Musiker aller Fakultäten ein gutes Beispiel sein. Zum ersten: Selbst ein dritter Preis in Leeds (1987) genügte, um sich in der internationalen Welt des Klavierspiels bemerkbar zu ...

BIS 1317 • 1 CD • 55 min.

10.09.08 [9 9 9]

A. Tscherepnin

BIS-CD-1018;7318590010181
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Diese CD ist vor allem ein beeindruckendes Dokument der Fähigkeiten der beteiligten Künstler. Lan Shui, der 1997 Nachfolger des Gründers und musikalischen Leiters des Singapore Symphony Orchestra wurde, arbeitet mit großem Erfolg an der Klangkultur ...

BIS BIS-CD-1018 • 1 CD • 80 min.

01.03.00 [6 6 6]

A. Tscherepnin

OCD 681;5015524406813
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Mit Interpretationen und Aufnahmen selten gespielter Werke u.a. von Miaskowsky, Khatschaturian, Schtschedrin oder Tscherepnin (Klavierkonzerte Nr. 1-6/ Olympia OCD 439 und 440!) hat sich der englische Pianist Murray McLachlan einen guten Namen ...

Olympia OCD 681 • 1 CD • 78 min.

01.01.01 [6 8 7]

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