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Komponisten: Aktuelle Infos

Siegfried Wagner 90. Todestag

dt. Komponist

† 1930

4

August

vor 90 Jahren

in Bayreuth


Zu seiner Geburt vor 150 Jahren komponierte Richard Wagner das Siegfried-Idyll und widmete das Werk seiner Frau Cosima, die ihm am 6. Juni 1869 als drittes Kind einen Sohn geboren hatte. Es war symbolisch, für seinen Sohn Siegfried Motive aus seiner Oper Siegfried für diese Kammermusikkomposition zu verwenden. Siegfried Wagner studierte zunächst Architektur, bevor er sich doch ganz der Musik zuwandte. Er war Schüler von Engelbert Humperdinck und Julius Kniese und wirkte anschließend als Dirigent in Deutschland, Österreich, Italien und England. Ab 1886 dirigierte er auch bei den Festspielen in Bayreuth. 1908 übernahm er die Gesamtleitung der Bayreuther Festspiele von seiner Mutter und schaffte es später, die durch den Ersten Weltkrieg unterbrochene Festspieltradition 1924 wieder aufleben zu lassen. 1915 hatte er auf Betreiben seiner Mutter die Engländerin Winifred Williams geheiratet, die nach seinem Tod die Festspielleitung bis 1944 übernahm. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Wieland, Friedelind, Wolfgang und Verena. Am 1. April 1930 starb Siegfrieds Mutter Cosima Wagner, Vier Monate später, am 4. August 1930 erlag Siegfried Wagner selbst einem Herzinfarkt. Er hat 17 Opern komponiert, zu denen er wie sein Vater ebenfalls die Libretti verfasst hatte. Mit seinen Opern konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Auch seine anderen Werke, u.a. zwei sinfonische Dichtungen, ein Scherzo für Orchester, ein Violinkonzert, ein Flötenkonzert, eine Kantate für Männerchor, Orgel und Orchester sowie Kammermusik, konnten sich nicht behaupten. Nicht zuletzt vielleicht auch deshalb, weil Winifred Wagner nach dem Tod ihres Mannes Aufführungen seiner Werke untersagt hatte.

Die besten Besprechungen mit Siegfried Wagner

24.01.2007
»zur Besprechung«

 / cpo
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09.12.2005
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06.10.2003
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 / cpo
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03.08.2007
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 / Marco Polo
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»Siegfried Wagner: Biographie und Einspielungen«

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Pietro Mascagni 75. Todestag

ital. Komponist

† 1945

2

August

vor 75 Jahren

in Rom


Pietro Mascagni ist vor allem berühmt als Schöpfer der Oper Cavalleria rusticana (1890), mit der er den italienischen Verismo einleitete. Keines seiner weiteren Werke (L'amico Fritz 1891, I Rantzau 1892, Iris 1898, Il piccolo Marat 1921, Nerone 1935 u.a.) konnte an der überwältigenden Erfolg des Erstlingswerkes anknüpfen. Mascagni wurde am 7. Dezember 1863 in Livorno als Sohn eines Bäckers geboren und hätte Jurist werden sollen. Er konnte Musik am Mailänder Konservatorium studieren, nachdem sein Onkel ihn adoptiert hatte. Da er bereits mit seinen ersten Werke ziemlich erfolgreich war, war den Vater mit der Berufswahl des Sohnes schließlich versöhnt. Das Studium brach Mascagni jedoch ab, da es ihm zu trocken schien und zog ab 1884 zunächst als Dirigent einer fahrenden Operntruppe durch die Lande. 1885 ließ er sich als Dirigent des kleinen städtischen Orchesters in Cerignola nieder. 1889 nahm er an einem Einakter-Opernwettbewerb des italienischen Musikverlegers Sonzogno teil, errang mit Cavalleria rusticana den ersten Preis und landete damit einen der größten Erfolge der Musikgeschichte. Von 1895 bis 1902 war er Direktor des Liceo musicale in Pesaro, dann der Scuola Nazionale di Musica in Rom. 1902 reiste er in die Vereinigten Staaten, später brachte er seine Werke auch nach Südamerika. Mit seinen eigenen Werken nur mäßig erfolgreich, verfolgte er der den wachsenden Erfolg seines Freundes Giacomo Puccini verfolgte er mit großer Eifersucht. 1917 durfte er mit Lodoletta in Rom noch einmal ein Wiederaufflammen seines Ruhms erleben, finanziell ausgesorgt hatte er aber längst durch seinen Geniestreich mit Cavalleria rusticana. Pietro Mascagni starb am 2. August 1845 in Rom.

»Pietro Mascagni: Biographie und Einspielungen«

Oswald Wolkenstein 575. Todestag

† 1445

2

August

vor 575 Jahren

in Meran


Am 2. August vor 575 Jahren starb der "letzte Minnesänger" Oswald von Wolkenstein in Meran. Er war Sänger, Dichter, Komponist und Politiker und als Diplomat in Diensten des deutschen Kaisers Sigismund I. und in denen der Görzer Meinhardiner. Geboren wurde er um 1377 in der Tiroler Adelsfamilie der Vilanders, die sich nach Burg Wolkenstein im Grödnertal benannte. Mit seiner Frau Margareta von Schwangau hatte er sieben Kinder, deren Nachfahren die noch heute bestehende Familie Wolkenstein-Rodenegg bildet. Mit zehn Jahren verließ Oswald sein Elternhaus, um – wie es als Sohn eines Edelmannes nicht unüblich war – als Knappe zu dienen und bereiste viele Länder Europas und Vorderasiens. Nach dem Tod des Vaters 1399 kehrte wieder nach Tirol zurück und ist dort 1400 urkundlich nachweisbar. Um diese Zeit begann er als „edler und vester Ritter“, Verse und Weisen zu verfassen. Sein musikalischer Nachlass ist nach Umfang und Bedeutung einer der wichtigsten Beiträge zur abendländischen Musikgeschichte zwischen Mittelalter und Renaissance. Seine etwa 130 Lieder sind zum Teil geistliche, überwiegend aber biographische und zeitgeschichtliche Gesänge, 36 Stücke davon sind zwei- und dreistimmig gesetzt. Sie sind in drei Sammelhandschriften überliefert und stellen einen Höhepunkt der mittelalterlichen Musik dar.

»Oswald Wolkenstein: Biographie und Einspielungen«

Alle Porträts im August

Uraufführungen im August

»Alle Porträts«

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